Nachsorge durch Urologie und Onkologie?

  • Also mein Mann ist zur Nachsorge alle drei Monate bei seinen Urologen.Jetzt nach nunmehr zwei Jahren reduziert sich seine Nachsorge auf alle sechs Monate.
    Liebe Grüße Cornelia

  • Hallo Orchidee,
    anfangs war ich alle 3Monate beim Urologen und alle 6 Monate zum CT, 1mal jährlich zum Nierenfunktionstest und zum Röntgen.
    Seit 2010 gehe ich alle 6 Monate zum Urologen und 1mal im Jahr zum CT.
    Vorher habe ich immer großen "Bammel". Bisher war aber immer alles in Ordnung - So soll es auch bleiben :!:
    Gruß aus der Heide
    Löwe

    Positiv denkend und lebenslustig nach - Radikaler Zystektomie mit Anlage eines Nabelpouches am 17.11.2005.

  • Liebe Orchidee,


    alle 6 Monate CT in der radiologischen Praxis.


    alle 3 Monate Blutuntersuchung in der Chemotherapiepraxis (ist unter einem Dach mit der Radiologie)


    alle 3 Monate Urologe: Urinuntersuchung und Ultraschall Nieren. (wobei mir noch nicht ganz genau klar ist, was alles durch den Urintest bei einem Ileum conduit zu erkennen ist. Muss ich mich noch mal drum kümmern, Uro fragen oder hier antwortet lieberweise jemand der es weiß...?) Urin war bisher immer ok, darum habe ich wohl nicht nachgefragt.


    Ab und zu teste ich Urin selber mit dem Combur Streifentest.


    Und meine Frauenärztin frage ich auch vorsichtshalber mal mit dem Ultraschallstick von innen reinzuluschern. Sie hat damals so entdeckt, dass in der Blase etwas ist, was da nicht hingehört. Aber was genau kann man mit Ultraschall nicht sagen.

  • Liebe Orchidee,


    ich selbst gehe zum Urologen und Onkologen; das liegt aber daran, daß ich die Chemotherapie vom Onkologen habe durchführen lassen.
    Dr.Hönecke kontrolliert Nieren und Pouch mittels Ultraschall, inspiziert das Nabelstoma, untersucht den Urin und lässt die BGA machen.
    Ausserdem reden wir noch ein bißchen und das war´s.
    Prof.Hartlapp macht die onkologische Nachsorge:
    CT-Abdomen und Sonographie Abdomen im Wechsel, Röntgen Thorax, großes Blutbild plus CEA, gründliche körperliche Untersuchung, Blutdruck, Puls, Abhorchen von Herz und Lunge, Prüfung von Reflexen (die Sache mit dem Hämmerchen), Abtasten von Brüsten, Bauchdecke und diversen Lymphknoten, Klopfuntersuchung von Wirbelsäule und Nierenlager, Tastuntersuchung von Hals-, Nacken- und Rückenmuskulatur, Untersuchung auf Ödeme und Aszites, Druckprüfung von Hüft- und Beckenknochen, Wiegen, Messen von Hals- und Bauchumfang, Kontrolle von Mundhöhle, Hals- und Rachenraum etc. Auch mit ihm unterhalte ich mich dabei sehr angeregt...


    Da ich ein fortgeschrittenes und metastasiertes Harnblasenkarzinom hatte (N2, M1, L1), finden diese Untersuchungen auch jetzt nach 5 Jahren immer noch im 6-monatigen Rhythmus statt.
    Seit heute bin ich wieder durch und habe einen "frischen TÜV-Stempel auf dem Popo". :grinsen:


    Generell denke ich, dass eine gründliche Nachsorge beim Urologen verbunden mit bildgebenden Verfahren und großem Blutbild plus BGA ausreicht. War aber eine Chemotherapie erforderlich, halte ich persönlich eine zusätzliche sorgfältige körperliche Untersuchung z.B. beim Hausarzt einmal jährlich für notwendig, da diese Zytostatika ja sowohl irreversible neurologische Schäden verursachen, als auch negative Spätfolgen auf das Blut bildende System, das Herz-Kreislauf-System und die Nierenfunktion haben können.


    Liebe Soleil,


    im Urin lässt sich auch bei einem Ileum Conduit so einiges diagnostizieren, z.B. ob die Nieren ordungsgemäß arbeiten oder durch die Chemo Schäden davongetragen haben. Im Ultraschall oder CT kann man wohl Veränderungen im Nierenbecken (dilatierte Kelche, Stauungsniere) feststellen, aber die ordnungsgemäße Funktion insbesondere für den Gefäßdruck und die Ausscheidung lässt sich fast nur im Blut und Harn kontrollieren.


    Liebe Grüße
    Hexe :tanzen:

  • Hallo Soleil,
    ergänzend zu Hexe. Beim Urin-Test können Eiweiß, Bakterien und ein alkalischer pH-Wert nachgewiesen werden. So kann zB. ein Harnwegsinfekt erkannt werden. Zum alkalischen pH-Wert gibt es folgendes zu bemerken, bei alkalischem Urin und immer wiederkehrenden Harnwegsinfektionen kann es zu einer Urinkristallisierung am Stoma kommen. Winzige, messerscharfe Kristalle, die starke Schmerzen verursachen, können sich ablagern, ansammeln und den Urinabfluss verhindern.Die Haut oder Schleimhaut am Stomaausgang kann kleinste Schnittverletzungen erleiden. Bei Harnleiterauspflanzungen können die Kristalle zum Verschluss führen und der Urin kann nicht mehr abfließen.
    Das trifft aber nicht nur für das Ileum Conduit zu, bei allen Neoblasen sollte der Urin „angesäuert“ werden, ich sage nur Steine. Ich merke das wenn mein Urin alkalisch wird, dann raspeln besagte Kristalle bei mir am Harnausgang und piken. Das spüre ich wenn ich mit richtig Druck ne Stange Wasser in die Ecke stelle. Bei Dir läuft das ja ohne Druck und somit könntest Du die Kristalle nicht merken daher ist der Urintest nicht verkehrt.


    Balu

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