Mein Mann hat Blasenkrebs

  • Hallo, ich lese schon eine ganze Weile hier im Forum.


    Mein Mann hat seine Diagnose Blasenkrebs im Dezember letztes Jahr bekommen.


    In den letzen 10 Monaten haben wir alle Höhen und Tiefen mitgemacht.


    Seine Diagnose hat sich nun wieder verschlechtert. pT3b pn1 L1 VO G3.


    Im Januar wurde seine Blase entfernt, eigentlich sollte er eine Neoblase bekommen, die dann aber doch nicht gemacht wurde,da während der op befallene Lyphknoten gefunden worden sind.


    Er hat dann ein Iliumconduit erhalten. Danach erfolgte eine Chemotherapie mit 4 Zyklen


    Cisplatin und Gemcitabine. Diese hat er ganz gut vertagen und die Metastasen waren


    nicht mehr sichtbar. Bei der jetzigen Ct wurden wieder Lyphknotenmetastasen entdeckt.


    Uns wurde gesagt wir sollen jetzt erst mal gar nichts machen und abwarten wie sich die Metas


    in den nächsten 3 Monate entwickeln dann könne man evtl. eine Chemo mit Vinfluine einleiten.


    Wir sind nun sehr verwirrt es kann doch nicht sein das man nur warten kann. Vielleicht hat uns von euch jemand einen


    Rat wo wir noch hinkönnen.


    Freue mich auf euere Antworten


    Ilse

  • Guten Tag, Ilse,


    leider gibt es bei der sogenannten Erst-Linien- Chemotherapie Cisplatin/Gemcitabin bis zu 50% Therapieversager. Dafür spricht das schnelle Wiederauftreten der Lymphknotenmetastasen und die Empfehlung der Ärzte, die Zweitlinien-Therapie mit Vinflunin (Javlor) durchzuführen. Warum eine Wartezeit von 3 Monaten vorgeschlagen wird, kann ich nicht so einfach beurteilen. Vielleicht spricht der körperliche Zustand Deines Mannes dafür? Hat er noch weitere Erkrankungen? Und wie alt ist Dein Mann? Wurde keine Bestrahlung empfohlen?


    Du schreibst nicht, welche Klinik Euch dieses Vorgehen empfohlen hat, ob es sich um den Therapievorschlag einer Tumorkonferenz handelt, ob neben Urologen auch Onkologen involviert sind. Möglicherweise empfiehlt sich hier auch die Einholung einer Zweitmeinung einer renommierten Universitätsklinik; München ist ja nun nicht soooo weit.


    Liebe Grüße
    Hexe :tanzen:

  • Guten Tag Hexe,


    vielen Dank für Deine schnelle Antwort.


    Mein Mann wird im Klinikum Schwenningen behandelt. Dieses Vorgehen wurde durch eine


    Tumorkonferenz empfohlen bei der Onkologen und Urologen anwesend waren.


    Mein Mann ist 65, sein körperlicher Zustand ist gut und er hat auch weiter keine anderen Erkrankungen.


    Eine Bestahlung wurde nicht vorgeschlagen. Die Lyphmetastasen liegen paraaortal.


    Eine Aussage ist das sie nicht von einer Heilung ausgehen und deshalb gewartet wird wie sich die Metastasen


    weiterentwickeln.


    Eine Zweitmeinung wollen wir auf jeden Fall einholen wissen aber nicht wohin wir gehen sollen.


    Viele Grüße


    Ilse

  • Hallo Ilse, Hallo Hexe,
    jetzt bin ich etwas verunsichert. Schaut mal die Diagnose meines Vaters (unten) an.
    Bei ihm waren die CT´s nach Gemzi/Cis "ohne Befund" - in Ordnung. Niemand hat etwas davon gesagt,dass da noch diese Lymphknotenmetastasen zu sehen seien (oder geht man davon aus, dass die halt nach wie vor da sind und weiter nichts gewachsen ist???).
    Mein Vater ist derzeit als "gesund" entlassen (oder wie soll man da sagen?) und wird weiter in den üblichen Abständen ins CT beordert und entspr. "betreut".


    Bei deinem Mann, Ilse, hat man diese L-Metas "gesehen"-davon hat uns bis jetzt niemand etwas gesagt. Ich glaubte, die kann man auf dem CT-Bild gar nicht erkennen-nur wenn man sie "rausoperiert".


    Viele Fragen. Wie ist es nun wirklich?


    Danke im voraus für eine Antwort.
    Grüße
    Waage

  • Hallo Waage,
    ab einer gewissen Größe sind vergrößerte Lymphknoten per CT erkennbar (ab ca. 1 cm).
    Bei Deinem Vater wurden bei der Op 19 Lymphknoten entfernt und davon waren 8 befallen.
    Somit hate Dein Vater nach der Op keine erkennbar befallenen Lymphknoten mehr.
    Wenn ich das richtig verstanden habe waren die letzte Kontroll-CT ohne Befund und du brauchst Dir erstmal keine Sorgen diesbezüglich zu machen.


    Bei Ilse's Mann wurden leider bei der CT erneut vergrößerte Lymphknoten festgestellt das ist der Unterschied zu Deinem Vater und nicht so schön. Wollen wir mal Ilse und Ihrem Mann die Daumen drücken.
    Eine Klinik in Ihrer Nähe für eine Zweitmeinung kann ich leider nicht empfehlen da ich mich der Umgebung nicht auskennen.


    Balu

  • Hallo Ilse,


    schön, daß Du das Forum gefunden hast, leider kein so guter Anlass.


    Würde Dir Ulm, Urologische Uniklinik empfehlen. Du schreibst Dein Mann ist in Schwenningen in Behandlung, das sind keine 100 Km, das Klinikum in Augsburg, und auch Großhadern in München. ( Ulm wäre mein Favorit)
    Telefonisch, bzw. per E-Mail versuchen einen schnellen Termin zu bekommen. Adressen und Tel-Nr./ Arzt-Ansprechpartner findest Du in unserer Liste "Kliniken."


    Zum telefonieren die Unterlagen bereit halten und zum Termin alle Befunde und Ct´s mitnehmen.


    Wenn Dir noch was unklar ist, frag ruhig weiter. Durch die vielfältigsten Erfahrungen hier, findest Du immer Jemanden der antwortet.


    Liebe Ilse, wünsche Euch ein schönes sonniges Wochenende und


    :alles Gute: Gruß Ricka

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