Erste Blasenspiegelung nach TUR-B - keine Erleichterung :-(

  • Hallo zusammen,


    nachdem bei mir im April ganz zufällig ein kleiner pTa G1 in der Blase festgestellt wurde, war ich im August (6 Wochen nach der Geburt meines Kindes) zur Nachresektion und zur Entnahme zweier weiterer Proben aus der Blase. Ergebnis: ohne Befund.


    Nun hatte ich gestern meine erste "richtige" Blasenspiegelung. Dabei fielen mir als Laie gleich zwei merkwürdige "Flecken" auf, die der Urologe dann auch gleich thematisierte. Der erste rötliche, undifferenzierte Fleck, an dem ganz viele feine Äderchen verlaufen, ist dort, wo der Tumor entfernt wurde. Hier sprach der Urologe davon, dass die Blasenwand dort eventuell noch nicht richtig verheilt sei, man müsse abwarten... Es sehe aber nicht so aus, wie es solle. Als er dann den zweiten "Fleck" im Visier hatte, meinte er, dass es auch dort eine auffällige Stelle gebe. Die sah für mich genauso aus wie die erste, obwohl hier ja kein vernarbtes Gewebe oder so sein kann. Die Proben waren ja deutlich kleiner und die Fläche, die gerötet und irgendwie "schuppig" aussah, war deutlich größer.


    Nun wird die Urinuntersuchung (Zytologie) abgewartet. Wenn dort alles in Ordnung ist, möchte er aber in jedem Fall bei der nächsten Spiegelung eine Probe entnehmen, wenn es immernoch so aussieht.


    Ich bin ziemlich enttäuscht, da ich mich natürlich über ein "alles ist ok, wir sehen uns in 3 Monaten" deutlich mehr hätte freuen können. Zudem weiß ich gar nicht, was diese Stellen sonst sein können? Blasenentzündungen hatte ich nicht, sonst hätte ich noch auf entzündliches Gewebe oder ähnliches getippt... Habt ihr eine Idee?


    Klar, erstmal abwarten und das Beste hoffen. Aber warten ist sooooo schwer!


    LG!

  • hallo, schutzengel,


    bei meiner letzten Kontrollspiegelung wurden auch verdächtige Bereiche gefunden und sofort Proben genommen für die histologische Untersuchung. Ergebnis war, daß es sich nur um Veränderungen infolge Abheilung nach der TURB und meiner Radiochemo sowie meiner ebenfalls langsam abheilenden Interstitiellen Cystitis handelte. Also besteht bei dir kein Grund zur Panik. Was ich allerdings nicht verstehe: Warum soll mit der Abklärung bis zur nächsten Kontroll-Spiegelung gewartet werden? wenn es sich bei dem Fleck, der nicht sn der OP-Stelle liegt, doch um was bösartiges handeln sollte, hätte dieses Ding dann drei Monate Zeit, still und leise vor sich hin zu wachsen. Ob die Zytologie allein ausreicht, das auszuschließen, kann ich nicht beurteilen, ich würde aber da ganz konkret nachfragen.


    herzliche Grüße


    Martin

    geboren 1951, TURB am 8.10.2010, pathologischer Befund: pT1 G3 + Cis, am 25.11.2010: Urachusresektion; seit 17.1.2011: RCT in Erlangen, RCT am 2.3.2011 mit der 33. Bestrahlung abgeschlossen.

  • Hallo Martin,


    Lieben Dank für deine Antwort. Genau die Frage/n habe ich mir auch gestellt. Man hätte ja auch gleich eine Probe entnehmen können. Warum nicht? Keine Ahnung! Wenn man eine Stunde auf die Spiegelung wartet, dann eine halbe Stunde fertig vorbereitet (!) auch noch mal eine halbe Stunde, dann ist man irgendwie nicht in der Lage, die richtigen Fragen zu stellen.



    Und gerade, weil ich auch weiß, dass die Zytologie keine 100%ige Sicherheit gibt, habe ich noch einen Termin bei einem anderen Arzt gemacht. So richtig einfach ist das mit dem konkret nachfragen nämlich bei meinem derzeitigen Urologen ohnehin nicht. Vielleicht sollte ich dann auch doch mal mit Hexvix spiegeln lassen.


    Es ist für mich nicht so leicht zu verstehen, wann ich zu ängstlich bzw. vorsichtig bin und wann es sinnvoll ist, auf Nummer sicher zu gehen...


    MfG,
    schutzengel

  • Lieber Schutzengel,


    eine Konsequenz daraus könnte sein, künftig in einer Klinik Spiegelungen unter Hexvis zu machen, weil die meist als OP abgerechnet werden, also als TURB, werden auch gleich Proben entnommen.


    Jetzt drücke ich erstmal die Daumen!!!


    Was macht Schutzengel????

    Andy :thumbup:

  • Hallo Andy,


    danke für die Antwort. Habe heute einen Termin bei einem anderen Chefarzt einer Hamburger Klinik für Freitag bekommen. Dann bin ich vielleicht schlauer...


    Ein großes Problem sehe ich darin, dass einem mit einem kleinen, eher ungefährlichen Tumor (pTa G1) eingeredet wird, dass da wohl nichts mehr nach kommt, wenn der einmal weg ist. Wenn man dann nur nach Hexvix fragt, wird man schon schief angeguckt. Aber vielleicht wird das bei einem anderen Urologen auch anders. Abwarten.


    Einen schönen Abend,
    schutzengel (mit einem ganz wundervollen Schutzengelchen, der schon mächtig gewachsen ist und mich sehr glücklich macht :-) )

  • Servus Schutzengel,
    kurz zu mir, ich hatte mit 20 einen 7 cm großen pTa G2, jetzt, 10 Jahre später ein Rezidiv pTa Low Grad.
    Die Kontrolluntersuchung werden bei mir auch nicht unter Hexvix durchgeführt (gabs damals auch noch nicht). Die Op schon (vor 10 Jahren auch noch nicht).
    Wenn jemand einen Tumor, egal welchen, auf die leichte Schulter nimmt, dann würde ich den Arzt wechseln. Klar ist ein pTa G1 das berühmte Glück im Unglück, aber auch hier im Forum gibts nicht so schöne Geschichten zu diesem Thema bzw Tumor.
    Grüsse.......

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