Wieder rezidive und jetzt high grade

  • Hallo zusammen
    Ich hatte mich 2010/11 schon mal an euch gewand und war guter Hoffnung alles überstanden zu haben.
    Noch einmal kurz zum Krankheitsverlauf
    mitte 2010 Tur B kirschgroßer Tumor TA g1, 6 Wochen später Nachresektion - nichts
    ende 2010 Tur b viele kleine Tumore Ta g1 Mito direkt nach der OP
    bei der Nachresektion ein TA g1-> Mito wöchentlich und nachher monatlich insgesamt 11 installationen.
    Jetzt im Dezember bei Kontrolle wieder was entdeckt
    Nicht invasives Papilläres Urothelkarzinom, high grade- als rezidiv
    Lokalisation ICD-O C67
    Typisierung ICD- M8130/23 Differenzierung :high grade
    TNM(7.Auflage):rpTa(m)
    Mein Urologe hat mich sofort angerufen und mir gesagt, das er in 4 Wochen eine BCG Therapie beginnen möchte.
    Nun meine Fragen an euch:
    Wie schlimm ist diese Diagnose jetzt, habe fürchterliche Angst meine Blase zu verlieren oder sogar noch mehr.
    Ist das noch beherschbar und die richtige Vorgehensweise. Bin erst 48 Jahre und verliere die Hoffnung.
    Würde mich über eine rasche Antwort freuen.
    Gruß Rainer

  • Moin Rainer,


    es kommt immer mal wieder zu Mitomycin-Versagen.
    Nach Leitlinie wird dann auf BCG umgestellt.


    Die Instillationen sollen etwas heftiger sein als bei Mito, aber meistens ist der qualvolle Weg von Erfolg gekrönt (lies dazu mal die Geschichte von Thoja).


    Rezidive kommen selbst bei BcG vor. Dann ist das Monster in dir besonders boshaft.
    Hast du deine Lebensweise deiner Erkrankung angepasst? z.B. das Rauchen aufgegeben?


    Verbanne erst mal deine Ängste und Sorgen und gehe positiv und optimistisch an die veränderte Therapie heran. Du musst deine Einstellung zur Krankheit ändern: "Dich Miststück werde ich besiegen!"

    Nach Zufallsfund 2006: pTa G2 (high grade) 5 x TUR-B und 30 x Mitomycin nun jährliche Kontrollzystoskopie mit Urinzytologie und PSA-Test

  • Moin Rainer, alles was Blasius schreibt, stimmt.


    Aber selbst wenn die Blase rausmüsste, das Leben geht weiter und bleibt schön, wie Eckhard, Rainer und viele mehr, so auch ich, beweisen. Ich war 48 als es anfing, mit 49 verlor ich die Blase und bin bald 4 Jahre beruflich, sportlich, sexuell aktive Neoblase.


    Nicht den Kopf in den Sand stecken


    Glück Auf

    Andy :thumbup:

  • mit Abstand von 18 Monaten kann ich als Selbstbetroffner mit Pta G 2-3 deine Hilfslossigkeit regelrecht spüren.


    Dennoch, jetzt keine Panik. Ich habe mein Problem mit einer Hyperthermie Behandlung in der Uni Gießen bis jetzt zu meiner vollsten Zufriedenheit durchgezogen.


    Hier im Forum kannst du alles über Hyperthermie nachlesen.


    Nimm Kontakt zu Dr.Lüdecke, Uni Gießen, Urologie auf. Er ist ein wunderbarer Arzt. Sein Rat ist fundiert.


    Was ich noch gelernt habe: Selbstheilung durch die Kraft der eigenen Gedanken. Mann kann mehr als mann glaubt.


    Bei Interesse kannst du gerne Kontakt zu mir aufnehmen.


    Bleib stark, wünscht dir Blume

  • Hallo
    Danke für die schnellen Antworten
    Werde mit meinem Urologen die Variante Hyperthermie auf jeden Fall ansprechen. Kann diese Methode auch noch nach der BCG Behandlung versucht werden, oder müsste sie jetzt gemacht werden. Was passiert wenn trotz BCG wieder Rezidive auftreten, muss dann die Blase raus oder wie müssen sich die rezidive verändern, das das der Fall wird. Was bedeutet die Klassifikation des Rezidivs und vor allen Dingen das "high grade"?
    Bin eigentlich mit meinem Urologen zufrieden, macht die Untersuchungen immer unter Hexvix, nimmt auch immer Proben von bereits geschnittenen Stellen und die sind jedesmal i.o.. Die Rezidive tauchen immer an neuen Stellen auf.
    Würde mich über Antworten freuen.
    mfg
    Rainer

  • Hallo Rainer,


    wenn trotz BCG Therapie wieder Rezidive auftreten, zumal sich Dein Befund ja was das Grading angeht, verschlechtert hat (high grade=G3), ist eine Zystektomie vermutlich nicht zu vermeiden, es sei denn, Du hast Nerven für die Radiochemotherapie (siehe hier).


    Solltest Du mit einer Hyperthermiebehandlung in Giessen liebäugeln, wird Dr.Lüdecke vorher selbst eine TUR-B durchführen; das liegt an der sehr unterschiedlichen Qualität der Pathologen, wodurch die Gefahr einer zu positiven Diagnose besteht, wodurch der Patient möglicherweise der lebensrettenden Zystektomie zu spät zugeführt wird. Ursache für dieses Procedere ist der Fall von ralleprivat.


    Was die positive kämpferische Lebenseinstellung angeht, kann ich meinen Vorschreibern nur zustimmen.


    Liebe Grüße
    Hexe :tanzen:

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