Postoperative regelmäßige Blasenspiegelung mit Hexvix?

  • Hallo zusammen,
    aus den bisherigen Beiträgen in diesem Forum habe ich entnommen, dass die regelmäßigen postoperativen Kontrollblasenspiegelungen (alle 3 Monate) teilweise unter Einsatz von Hexvix empfohlen werden.


    Ich hatte meine erste TUR-B im Nov. 2011, Ergebnis T1G3. Nach 3 Wochen die zweite TUR-B mit Ergebnis krebsfrei. Beide TUR-B Operationen mit Hexvix.
    Nach 3 weiteren Wochen Beginn der BCG-Instillationen (6 Stück wöchentlich je einmal).
    Im April 2012 hatte ich meine 1. Blasenspiegelung mit Egebnis rezidivfrei. Anschließend die 7., 8. und 9. BCG-Instillation aus der ersten dreier Serie. Jetzt habe ich 3 Monate Pause und dann folgt wieder eine Spiegelung + 3 Instillationenen usw. usf..


    Meine Frage ist, ob es sich bei diesem Befund (T1G3) empfiehlt, zukünftig z. B. einmal jährlich eine Blasenspiegelung mit Hexvix durchführen zu lassen oder ob der Einsatz von Hexvix nur bei zusätzlichem festgestellten CIS erfolgen soll.
    Mein Urologe meint, dass die Spiegelung unter Hexvix in meinem Fall (weil kein CIS) nicht nötig sei.


    Über baldige Antwort(en) würde ich mich sehr freuen.


    Schöne Grüße,
    Euer Lothar

  • Nee, Lothar,


    genau in einem Fall wie bei Dir ist Hexvix unbedingt angebracht......


    Das CIS wird viel zu schnell - unter Weisslicht - übersehen.
    Gerade um dies zu vermeiden, sollten die Nachuntersuchungen mittels PDD wie z.B. Hexvix erfolgen.
    Und es geht nicht nur um ein CIS, sondern auch primär um die Wundränder während und nach einer TUR-B, denn dort entstehen die meisten Rezidive.
    Auch die Wundränder sind unter Hexvix viel besser zu erkennen.


    Ebenfalls wichtig finde ich direkt nach einer TUR-B - so diese denn erforderlich ist - eine Spülung mittels Mitomycin......


    Gruß
    Eck :ecke: hard

  • Zitat

    Meine Frage ist, ob es sich bei diesem Befund (T1G3) empfiehlt,
    zukünftig z. B. einmal jährlich eine Blasenspiegelung mit Hexvix
    durchführen zu lassen oder ob der Einsatz von Hexvix nur bei
    zusätzlichem festgestellten CIS erfolgen soll.


    Mein Urologe meint, dass die Spiegelung unter Hexvix in meinem Fall (weil kein CIS) nicht nötig sei.

    Genau so hat auch mein Urologe letzte Woche argumentiert (mein "Fall" ist mit Lothars vergleichbar.) Er ist überzeugt, die "Sichtigkeit" mit seinen Geräten sei genau genug.

    pT1 G3, Op. 23.12.2011, Nachresektion 10.2.2012, CT obere Harnwege: sauber, Chemoinstillationen mit Farmorubicin, bisher Spiegelungen "ohne Anhalt für Malignität" (letzte März 2013) CT April 2013: kein pathologischer Befund der Nieren oder ableitenden Harnwege nachweisbar.
    12. Juni: Spiegelung: sauber. 3. Dezember 2013, Zystokopie: "kein Anhalt für Malignität". 26. November 2014: Zystoskopie ohne Anhalt für Malignität. November 2015 und November 2016 Zystoskopie "kein Anhalt für Malignität".

  • Ich stelle immer wieder fest, dass die Urologen vom Thema "Hexvix" lange nicht so begeistert sind, wie viele Patienten. Woran mag das liegen??


    Die Sinnhaftigkeit von Hexvix möchte ich als (hoffentlich ex-) CIS-Patient gar nicht diskutieren, die Studienergebnisse sind ziemlich eindeutig, das Handling erfordert allerdings auch erfahrene Urologen und erfahrenes Pflegepersonal (es gibt nur ein relativ kleines Zeitfenster zw. Hexvix-Instillation und Spiegelung, wenn's optimal laufen soll)!


    Aber welcher niedergelassener Urologe kann denn überhaupt eine Spiegelung unter Hexvix durchführen?? Ich habe nach so einer Praxis mal gesucht, bin aber nicht fündig geworden. Sobald Hexvix eingesetzt werden sollte, wurde aus der Spiegelung immer eine TUR-B unter Narkose und stationär (also tschö niedergelassener Urologe, sei denn, er hat Belegbetten). Die Technik ist auch nicht gerade billig..... (wird kaum ein Niedergelassener haben). Auch werden Niedergelassene kaum in ihrer Praxis Proben entnehmen (können), eine solche Praxis habe ich hier in Berlin nicht gefunden (Berlin hat ca. 50 Urologen (grob)).


    Letztlich wurde es bei mir zum Mischmasch .... Spiegelungen regelmäßig unter Weisslicht, einmal jährlich unter Hexvix (was ich für CIS-Patienten für eher zu wenig halte).


    Mich würde nun mal interessieren, ob es irgendwo Praxen gibt, in denen Hexvix ambulant eingesetzt wird (und in denen Proben entnommen werden können)!??


    Nice evening!

  • Ich persönlich glaube, daß einige Urologen von einer PDD-Diagnostik abraten, bzw. sie nicht für erforderlich halten, weil sie eine solche nicht selbst in ihrer Praxis durchführen können; also ist der Patient dann erst mal weg....


    Bei uns im Kreis Steinfurt arbeiten die niedergelassenen Urologen eng mit den Fachkliniken der beiden Krankenhäuser (Mathias Spital Rheine und Klinikum Ibbenbüren) zusammen; insbesondere gibt es regelmäßige gemeinsame Fortbildungen und Tumorkonferenzen.
    Ich halte dieses Projekt im Interesse der Patienten für nachahmenswert. Es hat hier kein Urologe Angst, daß eine der beiden Kliniken Patienten "klaut".


    Liebe Grüße
    Hexe :tanzen:

  • Oben in der Leiste findet ihr “Kliniken”.
    Dort sind die uns - bisher - bekannten Kliniken mit PDD nach Postleitzahlen aufgelistet.
    Privatpraxen haben die Instrumente für Hexvix kaum, ausser vielleicht einige Groß-oder Gemeinschaftspraxen.


    Allerdings verstehe ich auch nicht, warum ihr einen solchen Respekt vor dem behandelnden Urologen habt.
    Nur weil dieser eine PDD für nicht erforderlich hält, muss er doch nicht recht haben.
    Wenn erforderlich, dann verlangt eine Spiegelung unter PDD !!
    Ihr werdet sehen, der Uro wird nachgeben......


    Gruß
    Eck :ecke: hard

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