Beiträge von chrisy

    Grayhawk kannst Du es bitte lassen. Es nervt ungemein. Dein "ICH HABE RECHT" ist anmassend. Wenn Dich das Thema nicht interessiert, liess es nicht und antworte nicht. Das ist doch nicht zu viel verlangt.

    Mannyb ganz herzlichen Dank für Deine Worte. Ich sehe es ganz genau so wie Du. Mir ist die vorangegangene Diskussion ein Rätsel in diesem sonst so sachlichen Forum. Vielleicht sollte der ein oder andere mal etwas in sich gehen, ehe er hier in so einer Art und Weise postet.

    Mal ein kleines update zwischendurch:


    Vor gut einer Woche hatte ich nun endlich einen Termin beim Neurologen. Es hat sich leider der Verdacht auf eine leichte Polyneuropathie in beiden Füssen bestätigt. Am Donnerstag bekam ich einen Anruf der neurologischen Praxis, da meine Blutwerte eingetroffen waren. Alle relevanten Werte, die Polyneuropathie beeinflussen waren i.O. ausser der Folsäurewert. Der lag bei 5,9 nmol/l (Referenzwert 10.4- 42.4). Wie lange dieser Mangel schon besteht, keine Ahnung, da dieser Wert nie bestimmt wurde (weder während der Radio/Chemo, noch bei der routinemässigen Vorsorgeuntersuchung beim Hausarzt. Was ich bisher gelesen habe, können mehrere Gründe Vorliegen - Ernährung nicht ausgewogen genug, die Chemo und/ oder meine Darmprobleme nach der Bestrahlung. Nun päppeln wir den Folsäurespiegel erst einmal mit Fol Lichtenstein 5mg auf. Eigentlich finde ich es erschreckend, dass man diese Werte nicht schon viel früher überprüft hat. Man hätte sich manche Probleme vielleicht ersparen können. Nun bleibt nur zu hoffen, dass sich die Nerven wieder einigermassen erholen. Ich habe zum Glück keine Schmerzen, aber nervig ist das ständige kribbeln schon.

    Hallo ricka zunächst wünsche ich Deinem Mann von ganzem Herzen, dass er die Behandlung gut übersteht und Ihr noch viele schöne gemeinsame Jahre habt.


    Mein Mann muss im Moment auch auf püriertes Essen zurück greifen, bis die neuen Beisserchen angefertigt werden können. Zum Frühstück weiche ich Vollkorntost mit etwas Wasser ein. Dann kommen da Dinge wie Eiersalat, Geflügelsalat, Dorschleber oder Frischkäsezubereitungen in ausreichender Menge hinzu und ich püriere das Ganze. Schmeckt echt gut wie Brot mit dem entsprechenden Aufstrich. Heute Mittag z. B. gibt es Sahneerbspüree aus grünen Erbsen mit gekochten Lachs. Auch der Lachs wird püriert und gut gewürzt - lecker. Ich würde es einfach mal probieren. Jeden Tag Rührei geht bestimmt nicht lange gut.


    Alles Gute

    chrisy

    Hallo Pilatus schöne Schei..., aber wie du schreibst, 14 Jahre nach der RCT schmerzfrei mit eigener Blase, das ist doch was. Meine RCT ist nun ein Jahr her und wenn da noch 13 positive Jahre kommen, dann würde ich das auch als vollen Erfolg werten. Dann bin ich fast 80 und muss glaube ich nicht mehr in die grosse weite Welt reisen. Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass Du auch in dieser Situation die für Dich richtige Entscheidung treffen wirst.


    LG

    chrisy

    Ein Hallo in die Runde mit dem einjährigen Update nach der gestrigen Blasenspiegelung:


    Ich hatte eine wunderbare Zeit im Herzen Äquatorialafrikas. Eine Schreckminute blieb mir aber unterwegs nicht erspart. Am 31.08.2025 hatte ich am Morgen zweimal hintereinander rot gefärbten Urin und leichten Flankendruck auf der linken Seite - na schöne Schei ... dachte ich. Erstmal ganz viel trinken, ich hatte etwas Nachholbedarf vom Tag zuvor. Danach war der Urin wieder klar wie immer. Gestern war nun die obligatorische 4. Blasenspiegelung mit Urinprobe. Die Blasenschleimhaut war leicht entzündet. Ich hatte erneut Bakterien im Urin. Die Spiegelung wurde dieses Mal sehr intensiv durchgeführt, doch weitere Auffälligkeiten konnte mein Urologe nicht finden. Mir fiel ein Stein vom Herzen, denn die Anspannung war schon grösser als die anderen Male. Nun gibt es wieder 3 Tage Antibiotikum und am 02.10.2025 wird der Urin nachkontrolliert.


    LG

    chrisy

    Ein letztes Hallo in die Runde vor meinem Urlaub.


    Die Proben von der Darmspiegelung sind zum Glück alle negativ, also kein Grund zu Sorge.


    Die letzten zwei Wochen waren jedoch etwas aufregender kurz vor einer Auslandsreise, wo es natürlich keine medizinische Notversorgung gibt wie bei uns. Zum einen sah mein linkes Auge kleine bewegliche Flecken, die nur ich sehen kann und sonst niemand. Also ab zur Akutsprechstunde Augenarzt. Die Diagnose: Mücken vor den Augen (mouches volantes). Es ist eine altersbedingte Rückbildung des Glaskörpers, der bei Kurzsichtigen Menschen wie ich eher auftritt. Kein Grund zur Sorge, ausser diese fliegenden Mücken treten in dichten Schwärmen auf oder andere Sehstörungen wie helle Lichtblitze, Russregen oder dunkle Schatten vor den Augen. Dann muss ich sofort zum Augenarzt, da es Zeichen einer Netzhautablösung sind. Ich hatte davor noch nie etwas davon gehört. Zum anderen meldete sich meine Blase mit einer erneuten HWI. Also letzten Mittwoch Urinprobe fürs Labor beim Hausarzt, Freitag war das Ergebnis da, Morganella morganii hatte es sich in meiner Blase gemütlich gemacht - Antibiotika Infecthoprimet für 5 Tage. Nach Tag drei wurde es besser, doch anschliessend wieder schlimmer mit Druckgefühl und alle 1.5 Stunden spätestens aufs Klo. Was nun? Gestern früh war ich beim Urologen, denn ich dachte ja dass das Antibiotikum bei mir nicht mehr wirkt. Die Urinprobe war völlig in Ordnung, keine Bakterien mehr. Er meinte, das sind kleine Nachwirkungen der Blasenentzündung. Er hat mir zur Linderung der Beschwerden Canephron Uno, ein rezeptfreies Pflanzliches Mittel (3x1 Tablette über 10 Tag) verordnet und was soll ich sagen, bei mir wirkt es Wunder, nach dem ersten Tag sind die Probleme fast vollständig verschwunden. Er hat mir einen schönen Urlaub gewünscht und als Notfall für unterwegs bekam ich noch Fosfomycin Aristo® 3000 mg mit.


    So eine Aufregung nur Tage vor meinem ersten Urlaub nach der Diagnose Krebs musste nun wirklich nicht sein.


    Ich wünsche Euch alles erdenklich Gute und den frisch operierten baldige Genesung.


    Bis Anfang September

    LG

    chrisy

    Hornvall, da alle künstlichen Ableitungen ebenfalls problembehaftet sein können, was wir ja hier im Forum tagtäglich lesen, war das bei mir nicht wirklich präsent. Ja, auch die RCT ist ein Eingriff in den Körper und kann negative Folgen haben, dessen war ich mir bewusst. Meine eigene Blase funktionsfähig so lange als möglich zu erhalten, war die Hauptmotivation für meine Entscheidung. Da hatte ich nie Zweifel.


    LG

    chrisy

    Hallo Hornvall, zum Einen konnte und wollte ich mich mit jeglicher Form der künstlichen Ableitung so gar nicht identifizieren. Zum Anderen hatte unser älterer Sohn nach einem Verkehrsunfall durch die Gurte eine Darmperforation, die schlussendlich bei ihm für 6 Monate zu einem künstlichen Darmausgang führten, um sein Leben zu retten. Es ist lange her, er hatte nach der Rückverlegung nie Probleme, aber als es passiert ist, war er erst 10 Jahre alt. Somit wusste ich, was für den Rest meines Lebens ein Beutel auf dem Bauch bedeutet.

    Ich habe seit Ende der Behandlung keinerlei Einschränkungen. Ok, mein Darm macht tageweise in den Morgenstunden nicht ganz was er soll, aber es wird immer besser. Da ich noch einige Ecken unserer wunderschönen Welt in meinem Leben sehen möchte, die nicht mit erstklassiger medizinischer Versorgung im Notfall aufwarten können, kann ich so weiterhin recht sorgenfrei Reisen. Noch 5x schlafen, dann geht mein Flieger und bringt mich zurück auf meinen geliebten afrikanischen Kontinent. Wichtig für mich ist die regelmässige Nachsorge, um diesem bösartigen Mitbewohner in meinem Körper keine neue Chance zu geben, sich erneut bis in die Muskelschicht auszubreiten, bis er sich bei mir meldet.


    LG

    chrisy

    Die neue Leitlinie hat das Thema TMT zwar etwas abgeschwächt als Alternative, aber bis das durchdringt, fliesst viel Wasser den Rhein hinunter. Jeder der sich vorab selbst informiert, muss für sich selbst entscheiden, was sein Weg sein soll. Ich würde niemanden zu TMT raten, da ich keine Langzeiterfahrung habe. Ein positves Jahr ist nichts. Die Entscheidung muss jeder selbst treffen.

    Hallo Hornvall , für mich ist es eine Berechtigte Frage.

    Wie kommt es dann, dass dies wohl in der Praxis nicht wirklich umgesetzt wird, wenn ich mir die vielen Zystektomien ansehe?

    Auch ich bin beim Recherchieren nach der Diagnose auf gleiche Artikel zur Trimodalen Therapie gestossen und je mehr ich darüber gelesen habe, war meine Entscheidung gefallen, wenn möglich, dann behalte ich meine Blase so lange es geht. Die Aufklärung in der Urologie findet wohl fast nie statt. Als ich mein Arztgespräch in der Strahlentherapie der Uniklinik Leipzig hatte, fragte ich die Ärztin, wie viele Patienten sie mit Blasenkrebs im Jahr behandeln. Als Antwort kam die Aussage, naja wir haben eigentlich immer jemanden dabei, aber das eine sind die Urologen, die ja auch operieren und wir hängen da so ein bisschen hinten dran. Das sagt doch alles.


    LG

    chrisy

    Hallo Momentensammler , so schlimm das Warten auf den histologischen Befund ist - bei mir waren es in der Uniklinik Leipzig in der Ferienzeit gut 4 Wochen, werdet Ihr keine weitere zielführende Aussage bekommen. Meine operierende Oberärztin teilte mir am Folgetag mit, dass es nicht so gut aussieht und sie nicht tiefer schneiden konnte, um kein Loch in der Blase zu riskieren. Auch ich sollte schnellstmöglich zum CT. Ich weiss, dass dieses Warten sehr nervt. Andererseits hatte ich so die Zeit, jeden Tag ein wenig selbst zu lesen und bin so noch vor der endgültigen Diagnose auf die Trimodale Therapie gestossen, was mein Behandlungsweg wurde.


    LG

    chrisy