EZTU999
Hallo Dirk,
Sorry, das ich mich so lange nicht mehr gemeldet habe. Aber im Moment macht mir mein Kopf große Probleme. Nun trage ich den Katheter im Conduit schon seit dem 11. September. Der soll alle 4 Wochen gewechselt werden. Seit ich den trage, riecht der Urin wirklich grausam. Am Feiertag 03. Oktober hatte ich wieder einen Infekt mit Fieber ohne Erkältungssymptome. Ich hab noch am gleichen Tag meine Urologin kontaktiert, von der ich zum Glück die Handynummer bekommen habe. Ich habe gefragt, ob ich den Katheter entfernen darf und ob ein wöchentlicher Wechsel nicht sinnvoll wäre. Sie stimmte mir zu. Am Sonntag ging es mir nach erneuter Antibiose wieder besser. Montag habe ich wieder mit der Arbeit begonnen. Das tut meinem Kopf gut. Meine Frau hat noch am selben Tag einen neuen Katheter aus der UroPraxis besorgt. Den lege ich jetzt jeden Montag selber und blocke ihn mit lediglich 5ml. So ist er gerade groß genug, das es nicht wieder schmerzt, aber trotzdem nicht rausrutschen kann. Beim täglichen Beutelwechsel entferne ich den Katheter, mache ihn sauber und entferne den Schleim, aus Angst, das er verstopft und und staut. So ging es mir die ganze Woche über sehr gut. Aber dann.... Donnerstag früh wieder Schwindelgefühl, starke Nierenschmerzen und Abgeschlagenheit. Ich bin aber trotzdem zur Arbeit gegangen. Abend dann 39.6 Fieber. Und Freitag früh wieder topfit. So konnte ich die Arbeitswoche trotzdem durchziehen. Das Wochenende habe ich mich gut erholt und bin wieder fit für die nächste Arbeitswoche. So soll mein Leben aber in Zukunft nicht aussehen. Ich weiß nicht, was ich noch machen soll. Seit drei Wochen kein Alkohol und gesund ernährt. Trotzdem der ganze Mist. Cranberrymuttersaft, Vitamin D3 +K2, Angocin Anti Infekt, AL 500 Methionin usw. nehme ich täglich.
Am Dienstag muss ich zur nächsten Harnröhrenspiegelung und Termin für CT wird ausgemacht. Ich hab seit Wochen Schmerzen im Oberschenkel und mache mir Sorgen, das Weichteile oder Knochen betroffen sind. Ich möchte diesmal auch unbedingt CT vom Kopf wegen dem ständigen Schwindel und Kopfschmerzen. Ich komme mir langsam vor, wie ein Hypochonder. Man kann sich nicht mehr auf mich verlassen und am wenigsten ich selbst. Möchte gar nichts mehr planen und nicht weit weg von zu Hause. Die Arbeit tut mir aber wirklich gut. Auch wenn alle um mich herum merken, das ich doch oft sehr verwirrt bin und manchmal die einfachsten Sachen nicht gebacken bekomme. Ich finde oft die passenden Worte nicht und brauche lange, um zu Antworten. Gerade in meinem Beruf als Ausbilder ist das eher unvorteilhaft. Für diesen Text brauche ich auch Ewigkeiten und muss ihn mehrmals durchlesen um wieder weiterschreiben zu können.
Auch bestehe ich am Dienstag auf ein großes Blutbild mit Vitamin D3 Wert. Sämtliche Symptome sprechen ja eigentlich für einen erheblichen Mangel. Gelenkschmerzen gehören auch dazu. Vielleicht muss ich da der Sache noch intensiver nachgehen. Es ist nur wirklich traurig, das man den Ärzten alles sagen muß.
Jetzt hoffe ich, das ich mal ein paar Wochen ohne Probleme schaffe und nicht mehr so viel jammern muss. Noch schaffe ich es, den Blick immer wieder nach vorne zu richten und positiv zu denken. Aber es fällt mir immer schwerer.
Ich stehe viel mit Miri75 in Kontakt. Sie baut mich ständig wieder auf. Meine Frau unterstützt mich, wo es nur geht. Da bin ich wirklich gesegnet. Ohne diese lieben Menschen und auch hier im Forum, wäre alles noch schwerer. Und dann wird mir auch immer wieder bewusst, das es Menschen gibt, denen es weitaus schlechter geht und noch viel mehr durchmachen müssen.
Viele Grüße, Chris