Beiträge von AndreasW

    Zu der Studie:


    SAKK 06/14: Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit von VPM1002BC Immuntherapeutikum VPM1002BC als Therapie bei Blasenkrebs-Rezidiv?


    VPM1002BC ist eine genetisch modifzierte Variante von Bacillus Calmette-Guérin (BCG), des derzeit einzigen zugelassenen Immuntherapeutikums für nicht-muskelinvasiven Blasenkrebs (NMIBK). In der Studie SAKK 06/14 wird geprüf, ob der Lebendimpfstof zukünfig für die Terapie von NMIBK eingesetzt werden kann.

    Bei einem nicht-muskelinvasiven Blasenkrebs NMIBK kann nach der chirurgischen Entfernung des Tumors durch die Harnröhre eine lokale Immuntherapie mit BCG erfolgen. Die seit 40 Jahrendurch die Urologen durchgeführte Terapie reduziert das Rezidiv- und Progressionsrisiko des NMIBKs. Trotz der BCG Therapie treten in ca. 40% der Fälle wieder Rezidive auf. Aktuelle Leitlinien empfehlen bei einem Rezidiv eines Hochrisiko-NMIBK nach BCG-Terapie als onkologisch sicherste Terapieoption die Zystektomie oder, bei jedoch geringer Evidenz, als Möglichkeit zur Harnblasenerhaltung eine erneute BCG-Terapie.

    Retrospektive Studien zeigten, dass mit einer erneuten BCG-Terapie Ansprechraten von nochmals um die 50% erreicht werden können. Die wenigen prospektiven Studien, die dazu durchgeführt wurden, zeichnen aber ein wesentlich schlechteres Bild mit Ansprechraten deutlich unter 50%.

    Für Patienten, die in einer Rezidiv-Situation nach BCG Terapie keine Zystektomie wollen oder die nicht ft genug sind für eine Operation, gibt es neben der erneuten BCG Terapie oder der intravesikalen Chemotherapie nur wenige weitere Terapieoptionen. Mit dem genetisch veränderten BCG VPM1002BC bietet sich für diese Patienten ein neues Immuntherapeutikum an, das in präklinischen Versuchen eine sehr gute Immunogenität und Verträglichkeit zeigte.

    Das Studienteam der Studie SAKK 06/14 hat sich daher das Ziel gesetzt, die Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit von BCG VPM1002BC zu prüfen, damit das Medikament allenfalls zukünftig für die Terapie von NMIBK eingesetzt werden kann. Primärer Endpunkt des Phase-I-Teils der Studie war die dosislimitierende Toxizität von intravesikal verabreichtem VPM1002BC. Primärer Endpunkt der Phase II ist der Anteil blasenrezidivfreier Patienten nach 60 Wochen.

    Die Patientenrekrutierung für die Phase I (6 Patienten) konnte im Frühjahr dieses Jahres erfolgreich abgeschlossen werden.

    VPM1002BC zeigte ein sehr gutes Sicherheitsprofl bei behandelten Patienten in Phase I, ohne dosislimitierende Toxizität und keinem Sicherheitsproblem. Seit Juli 2016 ist die Studie für die Rekrutierung der Patienten für Phase II in der Schweiz geöfnet, mit dem Ziel 33 Patienten in die Studie einzuschliessen. Zusätzlich werden Zentren in Deutschland und den Niederlanden an der Phase II der Studie teilnehmen.


    Hier der Link zu Herne:

    https://www.marienhospital-her…/harnblase-sakk-0614.html


    Hier, im Dateianhang die Beschreibung der Studie:


    09_onko_05-16_SAKK_Studien.pdf


    Gruß

    AndreasW

    Liebe Rexi,


    mein aufrichtiges Beileid, dein Vater ist jetzt an einem Ort, wo es für Ihn keinerlei Schmerz und Qualen mehr gibt. Ihr gemeinsam habt mit Ihm gegen den Krebs gekämpft und nun steht Ihr als Angehörige vor einer anderen Herausforderung - ich wünsche Euch für die nächsten Wochen und Monate viel Kraft.


    Alles liebe

    AndreasW

    Liebe Moni,


    als künstliche Harnableitung stehen zur Auswahl:


    1. Neoblase

    2. Pouch

    3. Urostoma


    Zur Neoblase hatte ich ja schon etwas geschrieben, auch dass ein Urostoma eine gute alternative sein kann. Bei einem Pouch handelt es sich um etwas anders ausgedrückt "eine Neoblase, die über ein Nabelstoma entleert wird" - dieses "Ventil" wird oftmals aus dem eigenen Blinddarm gebaut (sofern noch vorhanden) und in dieses Ventil führt man dann den Katheter ein um seine Blase zu entleeren.

    leider wird der Pouch nicht mehr so oft gebaut und das Wissen darüber verschwindet langsam ... auch gibt es nur noch zwei ... drei Ärzte, die eine Revisions-OP am "Ventil" durchführen können.


    Fallzahlen 2017 -> diese gibt es leider noch nicht


    CIS:

    Es kommt immer darauf an, wo das CIS sich befunden hat ... und ob die Schnittränder während der Blasenentfernung (Schnittränder der Harnleiter und Harnröhre) tumorfrei sind - daher kann man zwar vorher sagen, ich möchte eine Neoblase - aber ob es denn eine Neoblase wird, entscheidet sich während der OP!


    CIS unter BCG:

    Dies nennt man Frührezidiv und dazu sagen die Leitlinien folgendes:

    Unbenannt2.png



    Gruß

    AndreasW

    Dateien

    Liebe Moni,


    zum einen ist es gut, dass Ihr Euch eine Zweitmeinung eingeholt habt und dieser Urologe eben unsere Informationen, die wir Euch gegeben haben, bestätigt hat. So habt ihr meehr oder weniger von einem anderen Urologen erfahren, dass Eurer bisheriger Urologe nix taugt.


    Bedauerlich ist, dass sich das bewahrheitet hat, was ich schon geahnt hatte, dass eben durch das "nicht Leitliniengerechte Handeln des Urologen" es zu einer Verschlechterung in der Blase gekommen ist.

    Ich Rate dringend dazu, die Blase entfernen zu lassen. Warum:

    Zum einen haben wir nun ein CIS, welches unter der BCG-Therapie gewachsen ist - dies allein ist schon ein Grund, die Harnbalse entfernen zu lassen aber auch, dass man Prostatakrebs festgestellt hat.


    Insgesamt wäre es wirklich für deinen Vater die beste Lösung, sich die Blasen entfernen zu lassen, da bei dieser OP auch die Prostata mit entfernt wird, schlägt man hier gleich "zwei Fliegen" mit einer OP!!!


    Nun zur Harnableitung:

    Leider kennen wir die körperlichen und gesundheitlichen Voraussetzungen bei deinem Vater nicht. Aber eine Neoblase ist immer dann schwierig, wenn z.B. die Harnröhre befallen wäre, ebenso, wenn es Wundheilungsstörungen gibt, auch eine schon jetzt vorliegende Belastungsinkontinenz wäre da nicht hilfreich.

    Ebenso wäre zu beachten, ob dein Vater Übergewicht hat, Diabetis oder auch, wie er in den letzten Jahren sportlich Aktiv war.


    Ist er Fit, sportlich Aktiv, hat kein Übergewicht, keine Diabetis, keine Darmprobleme, keine Wundheilungsstörungen, so kann man über eine Neoblase nachdenken.


    Treffen einige der oben genannten Dinge nicht zu, würde ich ehr zu einem Urostoma raten!


    Informationen zu Stoma + Kontinentversorgung (Hersteller + Webseiten):

    https://www.forum-blasenkrebs.…-und-kontinenzversorgung/


    Musterbestellungen:

    https://www.coloplast.de/concave#form


    http://www.hollister.de/de-de/products/ostomy-care-products


    Gruß

    AndreasW

    Liebe Sonja,


    auf jedemfall sollten noch "Bildgebende Untersuchungen" durchgeführt werden.

    CT / MRT = Abdomen (Bauch / Becken)

    CT/ MRT = Thorax (Lunge)


    Warum ist dies vor Beginn einer Chemo-Therapie notwendig?

    Man muss den aktuellen "Ist-Zustand" feststellen um dann zwischen den Zyklen (z.B. zwischen den zweiten und dritten Zyklus) eine Verlaufskontrolle haben zu können - sodass man in der Lage ist, festzustellen, ob sich durch die Chemo etwas verändert hat.

    Auch am Ende der Chemo muss das / die CT/MRT nochmals durchgeführt werden um abschliessend feststellen zu können, ob es eine Veränderung der Tumormasse bzw. eventueller Metastasen gab.


    Gruß

    AndreasW

    Lieber Dani,


    auch wenn man weiß, dass die Lage ernst ist - so hatte man ja immer noch die Hoffung gehabt und nun wurde dieser funken Hoffung Euch auch noch genommen, daher ist deine Traurigkeit für uns alle nachvollziehbar.

    Krebs ist ein Monster, welches uns umbringen will und das dürfen wir eben nie vergessen.

    Auch ich hätte mir für Euch beiden gewünscht, dass es etwas positives zu bereichten gibt und so muss ich sagen: Wo Licht ist (dein Befund), da ist auch immer Schatten (der Befund deiner Partnerin).

    Versucht die Euch noch verbleibende Zeit so intensiv und schön wie es nur geht zu gestalten.


    Dani - ich wünsche Dir und deiner Partnerin ganz viel Kraft.


    Gruß

    AndreasW

    Liebe Rexi,


    Krebs zehrt am Körper, denn während der Erkrankte kaum noch Nahrung aufnimmt, haben die Krebszellen die Angewohnheit ihren Stoffwechsel und damit auch den Energie und Nährstoffbedarf nicht herunter zu fahren - so kommt es dann dazu, dass sich im Endstadium ein sehr schnell zunehmender Körperlicher Verfall bemerkbar macht.


    Ich wünsche Euch für die nächsten Tage und Wochen viel Kraft.


    Gruß

    AndreasW

    Hallo, hat jemand eine neoblase und ist bis 50 oder jünger und hat bereits die Reha gemacht?

    Nun Andi,


    das ist erstmal keine Reha - sondern es nennt sich schlicht und ergreifend Anschluss-Heil-Behandlung und ich empfehle jedem, vollkommen unabhängig vom Alter, diese AHB nach einer Blasenentfernung durchzuführen.


    Ließ Dir die Berichte von den AHB-Kliniken aus Bad Wildungen durch:

    https://www.forum-blasenkrebs.…einrichtungen-incl-audio/


    Gruß

    AndreasW

    Lieber Rodi,


    sehr gut, dass du auf meinen Rat gehört hast, denn sollte es wirklich ein Weichteilsakrom sein, dann benötigst du eben fachkundige Ärzte und diese findest du eben in Heidelberg und nicht im schönen Freiburg.

    Anders schaut es aus, wenn es ein Urothelkarzinom (Übergangszellkarzinom) sein sollte, dann kannst du in die Uniklinik Freiburg gehen und dich dort behandeln lassen.


    Sorry, dass ich in meinem letzten Beitrag so deutlich werden mußte - aber ich hatte keine andere Wahl und mußte dich etwas "wach rütteln".


    Gruß

    AndreasW

    Lieber Rodi,


    was nützt Dir das wunderschone Breisgau, mit einer Uniklinik, die für diese Art des Tumors nicht ausgestattet ist???


    Sollte es eine epitheloide Neoplasie sein, so handelt es sich um ein Weichteilsarkom.


    Bei uns finden Sie Spezialisten für die Behandlung folgender seltener Tumorerkrankungen:

    • CUP-Syndrom (Cancer of Unknown Primary)
    • Weichteilsarkome
    • Akute Leukämien
    • Haarzellleukämie
    • Adenoid-zystische Karzinome
    • Neuroendokrine Tumoren
    • Nebenschilddrüsenadenome/-karzinome
    • Nebennierenadenome/-karzinome
    • Insulinome
    • Multiple endokrine Neoplasien
    • Morbus Recklinghausen
    • Retinitis pigmentosa
    • Seltene Formen von Pankreaskarzinomen
    • Seltene Formen von ZNS-Tumoren
    • Duodenalkarzinome
    • Appendixkarzinome
    • Analkarzinome
    • Hämangioendotheliome
    • Desmoplastische Tumoren
    • Gastrointestinale Stromatumoren
    • Fibrolamelläre Leberzellkarzinome
    • Nasopharynxkarzinome
    • Seltene bösartige Erkrankungen im Kindesalter:
      • T-Lymphoblastische Leukämien
      • Medulloblastome
      • Ependymome
      • Niedrig malignes Gliome
      • Nicht operable Osteosarkome
      • Neuroblastome
      • Schilddrüsenkarzinome
      • Nebennierenkarzinome


    Siehe: https://www.klinikum.uni-heide…rkrankungen.119151.0.html


    Und nun Frag dich mal folgendes:


    Warum wird in Heidelberg bei dieser Tumorart von einer "seltenen Tumorerkrankung" gesprochen??? Na ... klingelt es


    An der Uniklinik in Freiburg gibt es zwar auch ein Zentrum für seltene Erkrankungen, aber eben leider nicht für urologische Tumoren.


    Daher nochmals mein eindringlicher Rat zu Heidelberg.

    Liebe Carmen,


    Ultraschall = Sonographie


    nachsorge-bis pt1.jpg




    In der linken Graphik sind alle Untersuchungen in der Tumornachsorge aufgeführt, die der Urologe mindestens veranlassen / durchführen sollte.



    Außerdem sollte die 2. TUR-B mittels PDD durchgeführt werden und außerdem wieder eine Mitomycin Instillation gegeben werden, so war es vor dem Eingriff besprochen worden.. Hätte dieses auf dem histologischen Befund stehen müssen? Diesbezüglich konnte ich nichts entnehmen...

    So etwas steht nicht in dem histologischen Befund, da der histologische Befund von einem Pathologen ausgestellt wird und nicht von einem Urologen / OP-Arzt. Im Krankenhaus wurde für deinem Vater eine "Tumorkonferenz" durchgeführt, dies ist Standard bei jeder Tumorerkrankung - dort wird unter beisehn von Urologen, Onkologen usw. das weitere vorgehen besprochen und ein Therapieplan erstellt.

    Dieses geht dann an den niedergelassenen Urologen als Befundbericht mit einer Behandlungsempfehlung.


    Gruß

    AndreasW

    Lieber Rodi,


    erstmal herzlich Willkommen in unserem Forum, auch wenn der Grund deiner Anmeldung erstmal kein erfreulicher ist.


    Gleich zu Anfang möchte ich Dir mitteilen, dass wir diese Tumoren epitheloide Neoplasien noch nicht hier im Forum kennen, aber nachdem ich mich etwas informiert habe, bin ich der Meinung, dass du Dich an das Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg wenden solltest:


    https://www.nct-heidelberg.de/…ostata-nierentumoren.html


    Terminvereinbarung

    Tel.: 06221 56-5924

    Fax: 06221 56-4757

    E-Mail: nct.patientenzentrum@med.uni-heidelberg.de


    Aufgrund der Seltenheit dieser Tumorerkrankung denke ich, dass du dort am besten aufgehoben und behandelt werden wirst - jeder "Normale Urologe" und jede "normale Klinik" wird mit dieser Tumorart überfordert sein!!!

    Das erkännst du auch daran, dass man dich nicht wirklich "Aufklärt" oder besser gesagt "Aufklären kann".


    Aufgrund des Tumorstadium von pT2a (mindestens) ist aber eine Blasenentfernung unumgänglich, da der Tumor nicht mehr im "Gesunden" entfernt werden kann und eine Blasenteilentfernung nicht in Frage kommen wird.

    Ruf bitte heute noch (am besten sofort) in Heidelberg an und versuche einen schnellen Termin zu bekommen.


    Gruß

    AndreasW

    Liebe Marga,


    1. Was ist ein Like?


    Ein Like kann man nicht schreiben, ein Like kann man vergeben. Unter jedem Beitrag (rechts) siehst du folgende Zeile:


    Unbenannt1.png

    Mit einem "Schwarzen Pfeil" habe ich ein "Daumen hoch" für dich gekennzeichnet. Klickt man mit der Maus dort auf den "Daumen hoch", so vergibt man ein "Like" - ein Like sagt nix anderes aus, dass einem der Beitrag gefällt.









    2. BCG-Behandlung nicht vertragen


    Das tut mir Leid, aber es wäre doch gut und hilfreich für andere und auch neue Mitglieder im Forum, wenn du deine Erfahrungen mit der BCG-Therapie hier niederschreiben würdest - denn ich kann ja immer viel "Erzählen", wie Anstrengend und fordernd die BCG-Therapie ist ... aber wenn es die Mitglieder dann auch noch von anderen lesen - dann glauben sie dieses dann ehr.


    3. Harnblasenentfernung:

    Es ist schade, dass du uns vorher nicht informiert hattest, denn gerade bei Frauen kann es bei einer Neoblase zu Kontinenzproblemen kommen, gerade auch dann, wenn man eine Klinik wählt, die vielleicht nicht so viel Erfahrungen hat mit dem Bau von Neoblasen bei Frauen.


    Gruß

    AndreasW

    Liebe Sonja,


    bedenke dabei, dass die Veramed Klinik in Brannenburg nur eine Klinik ist, in der die Chemotherapie durchgeführt wird und zwar ergänzt durch Naturheilmethoden - dass allein wird deiner Mutter aber nicht helfen!!!

    Denn die Blase und somit der Primärtumor muss raus - daher empfehle ich Euch dringend -> erst Regensburg ... wenn man dort ebenfalls sagt, dass eine neoadjuvante Chemotherapie durchgeführt werden soll - dann fragt dort die Ärzte, ob man diese auch in Brannenburg durchführen könnte.


    Gruß

    AndreasW