Beiträge von AndreasW

    Liebes Dröpschen,


    die Immuntherapie ist erst seit 2017 als Erst - bzw. Zweitlinientherapie in Europa zugelassen, daher ist die Datenlage bei uns noch sehr sehr dünn. Somit halten sich unsere Erfahrungen, aber auch die Erfahrungen der Ärzte damit noch in Grenzen.

    Ich kenne Onkologen, die mir bestädigt haben, dass die selbst bei der "Immuntherapie nur auf Sicht fahren", weil sie eben kaum bis keine Erfahrungen haben - sind sie auch immer wieder überrascht, was für Nebenwirkungen auftreten können.


    Aber nun zu den Nebenwirkungen:

    Im allgemeinen werden nach der Infussion erstmal "T-Zellen" gebildet, dass heißt, dass das Immunsystem erst hoch fahren muss, daher kann es in den ersten Wochen der Behandlung auch zu deutlichen Verschlechterungen kommen - bevor es dann besser wird.

    Das der Körper so schnell darauf reagiert, halte ich persönlich ehr für unwahrscheinlich - wenn die Nebenwirkungen nach ein oder zwei Wochen auftreten würden - dann schon ehr.


    Gruß

    AndreasW

    Liebes Dröpschen,


    vielleicht solltest du Dir mal die Infos zu Atezolizumab durch lesen. Diese habe ich heute hier im Forum online gestellt.



    Warum kann er kaum noch laufen?? Hat er schmerzen??


    Falls ja: Schmerzen des Bewegungsapparates treten bei der Immuntherapie mit Atezolizumab häufig auf. Arthralgie sorgar sehr häufig.


    Ich würde Dich wirklich bitten, deine Fragen etwas genauer zu Stellen und vorallem auch die Symptome genauer zu definieren.


    Gruß

    AndreasW

    Sobald du den histlogischen Befund hast, solltest du einen Schwerbehindertenausweis beantragen, dieser sollte dann mit einem GdB zw. 50 und 60 sowie einer Heilungsbewährung von 5 Jahren ausgestellt werden.


    Kinderplanung: diese sollte abgeschlossen sein, denn während der BCG Therapie und auch noch Wochen danach sollte GV nur mit Gummi erfolgen.


    onkologische Reha: falls du gesetzlich rentenversichert bist, könntest du auch darüber nachdenken, eine onkologische Reha zu beantragen

    Nun,


    wenn es denn ein pTa G3 ist, dann wird es auf eine BCG-Therapie hinaus laufen. Mit Mitomycin sollte man da erst garnicht anfangen.


    Gruß

    AndreasW

    Das jetzt erstmal eine parenterale Ernähung durchgeführt wird, ist auch sinnvoll. Denn in Akutphasen sollte eben die Ernährung so umgestellt werden, dass der Darm umgangen wird - erst wenn die Darmentzündung (Divertikulits) abgeklungen ist - kann dann wieder auf normale Nahrung umgestellt werden.

    Aber auf jedemfall sollte auch zukünfitg geschaut werden, was dein Mann verträgt und was nicht, weiterhin sollte dein Mann viel trinken - denn oftmals leiden Patienten mit einem Divertikulits an Verstopfung - also muss darauf geachtet werden, das der Stuhl ausreichend verflüssigt wird - dies kann man am besten, indem man viel trinkt.


    Gruß

    AndreasW

    Liebe Doris,


    ich versuche es Dir mal etwas näher zu erläutern:


    Bei einer NeoBlasen - OP kann man mit einer reinen OP-Zeit von ca. 8 Stunden rechnen - während ein Urostoma oft schon nach 4 Stunden fertig ist (also geringere OP-Zeit)

    Weiterhin kann es Monate dauern, bis sich die Inkontinenz durch viel Beckenbodentraining bessert, aber gerade in diesem Alter ist das nur möglich, wenn man auch schon zeit seines Lebens aktiv Sport gemacht hat - hat man dies nicht getan - so wird eine Inkontinenz nach der Neoblasen-OP dauerhaft bleiben.

    Was das für die Lebensqualität deines Mannes bedeutet, muss Dir wohl niemand sagen.

    Weiterhin würde das erholen nach der Neoblasen-OP extrem lange dauern ... mindestens 6 Monate oftmals sogar ein Jahr - bin man den körperlichen Zustand wie vor der OP hat - durch die kürzere OP-Zeit, durch die viel geringeren Darmprobleme nach der OP ist die notwendige Erholungsphase bei einem Urostoma erheblich kürzer.


    Vorallem aber, kann dein Mann die Nächte durch schlafen, nach einer Neoblasen - OP müsste er aller 2 Stunden auf die Toilette (auch Nachts) - wenn ihr jetzt alles genau abwägt, dann kann am Ende für einen 75 Jährigen nur eines stehen: Urostoma


    Gruß

    AndreasW

    Das ist alles nicht prickelnd und nächste Woche soll es dann - es wird morgen besprochen - eine Neoblase geben.

    Liebe Doris,


    dein Mann ist 75. Jahre alt - also wenn man da noch eine Neoblase im Krankenhaus bauen will, so handelt man dort "grob fahrlässig" - ein Urostoma wäre die bessere Wahl einer künstlichen Harnableitung in diesem Alter.


    Gruß

    AndreasW

    Nun,


    Medac als einer der Hersteller von BCG sagt selbst in deinem Infomaterial, dass die BCG-Therapie ca. 14 Tage nach der TUR-B beginnen kann.


    Aber: Und das sind unsere Erfahrungen hier, ist es äusserst selten, dass so schnell mit einer BCG-Therapie begonnen werden kann. Denn jeder Urologe wird natürlich aufpassen, dass er nur die Instillation beginnt, wenn die Blase schon soweit abgeheilt ist, dass man es auch vertreten kann.

    Macht er das nicht, so ist dann eben auch die Gefahr vorhanden, dass das BCG in den Blutkreislauf des Patienten gelangen kann und dort eine Bcgitis auslößt.


    Ich selbst konnte einmal nach 3 Wochen und einmal nach 4 Wochen die BCG-Therapie bei mir beginnen.


    zu Immucothel:

    Dieses Medikament ist in Deutschland leider nicht zugelassen, kann aber über Niederländische oder österreichische Apotheken bezogen werden.

    Dennoch kennen viele Urologen Immucothel nicht und somit auch nicht, wie sie das für Ihre Patienten bei den Krankenkassen beantragen können.


    Hier findest du nähere Erläuterungen dazu: https://www.forum-blasenkrebs.…ichen-harnblasenkarzinom/


    Gruß

    AndreasW

    Liebe Petra,


    ist dies die Rente für "langjährig beschäftigte" oder erreicht sie das normale Renteneintrittsalter und bekommt eine Rente ohne Abschläge?


    Warum die Frage auf den Tisch kommt:

    Deine Schwester hat Anspruch auf einen Schwerbehindertenausweis - damit ist auch ein frühere Renteneintritt möglich.

    Bekommt sie ab September eine Abschlagsfreie Rente, spielt das weniger eine Rolle ... würde sie dann aber mit z.b. 10% Abschlag pro Monat in Rente gehen, kann es besser sein, erst die Bewilligung des Schwerbehindertenausweises abzuwarten und danach den Rentenantrag zu stellen.


    Gruß

    AndreasW

    Kann ein Harnleitertumor anhand einer Blasenspiegelung entdeckt werden? Nein, wenn dann nur dann, wenn der Tumor sehr nah am Blaseneingang sitzen würde


    oder sieht man diesen nur bei der TURB? Nein


    Wenn der verdacht auf einen Tumor im Harnleiter besteht, wird eine Spiegelung des Harnleiters vorgenommen.


    Tu Dir einen gefallen - nimm Dich etwas zurück und bringe nicht laufend neue "Was wäre Wenn Szenarien auf den Tisch".

    Liebe Heike,


    leider sind wir alle nur Beifahrer in der Achterbahn, die sich Leben nennt. Wir denken und hoffen zwar, das wir vieles Planen und beeinflussen können - aber das ganze nennt sich "Spiel des Lebens" und wir sehen und kennen die Karten nicht, die man uns zu Beginn unseres Lebens in die Hand gedrückt hat.

    Wir können nur das beste daraus machen.


    Gruß

    AndreasW

    Solange die Nebenwirkungen noch nicht da sind, spielt es ja weniger eine Rolle, aber wenn dann man die gewünschten und unerwünschten Nebenwirkungen beginnen, dann ist es eben besser, wenn man sie am Nachmittag hat und nicht am Abend.

    Auch wegen der Blasenspülung ist es eben besser, wenn man dies dann am Vormittag / Nachmittag macht und nicht dann am frühen Abend damit beginnen muss.


    Gruß

    AndreasW

    Liebe Ute,


    dennoch muss man ehrlich sein, die Ansprechrate bei der Immuntherapie mit PD-1 Hemmer etc. liegt bei ca. 25 bis max 30% - daher darf man keine Wunder erwarten, wo es vielleicht keine Wunder mehr geben kann.

    Es ist eine weitere Behandlungsmöglichkeit, wenn Bestrahlung und Chemo nicht angschlagen haben ... aber es ist eben nicht mehr als eine weitere Option. Ob diese erfolgreich ist, ist wie beim Lotto, der eine hat einen sechser - der andere nicht.


    Mojo Mutter hatte Hirntumoren, die erst bestrahlt wurden, dann gab es Nivolumab als Immuntherapie - aber letztlich hat dies nur etwas lebensverlängernd gewirkt.


    Gruß

    AndreasW

    Versuch es mal so zu erklären:


    Im Urin sammeln sich sehr sehr viele Schadstoffe, die wir täglich zu uns nehmen. Daher müssen wir, die schon eine Erkrankung an den Harnableitenden Wegen haben, sehr darauf achten, dass der Urin nicht zu stark Konzentriert ist, denn ein Konzentrierter Urin enthält auch "Anteilmässig mehr Schadstoffe" ... ist der Urin aber gut verdünnt, dann ist der Anteil von Schadstoffen im Urin geringer.

    Also - viel Trinken

    Gerade auch im Sommer, wenn es wärmer ist, kann und sollte man noch etwas mehr trinken, denn wir verlieren ja auch reichlich Flüssigkeit über die Haut - sodass auch hier weniger bei den Nieren und der Blase ankommt.


    Gruß

    AndreasW

    Nun,

    dann mal ein herzliches Willkommen hier bei uns im Forum.


    Dein erster Urologe muss wohl eine wahrhaftiges Prückstück seiner Art gewesen zu sein, derartig viele "Tumore" zu übersehen und dann noch eine wirklich "Schwachsinnige Aussage" wie: „wenn sie nie geraucht haben, bekommen sie keinen Blasenkrebs“ zu treffen, da bedarf es schon viel Ignoranz .


    Aber es bringt jetzt nichts, darauf weiter herum zu reiten, sondern jetzt heißt es den Blick nach vorn zu richten - und das wird nicht einfach werden.


    Bei derartig viel "Tumormasse" in der Blase, ist es für mich schwierig, Dir wirklich die BCG-Therapie zu empfehlen. Ja, es ist eine mögliche Therapie mit der versucht werden kann, die Blase zu erhalten - aber auch diese Therapie ist nicht ohne.

    Deshalb hier nähere Informationen zur BCG-Therapie, damit du abschätzen kannst, was Dich erwarten kann (nicht muss).


    Nun aber zur BCG-Therapie:

    Die BCG-Therapie ist eine enorm anstrengende Therapie die sich über 36 Monate erstreckt und dabei ca. 27 mal lebendige Tuberkulosebakterien in die Blase gegeben werden - die dann eine "gewollte" Blasenentzündung und eine Immunreaktion auslösen. Daher nennt man diese Therapieform auch "Immuntherapie mit BCG".


    Informationen zur BCG-Therapie:

    Die BCG - Therapie ist in den meisten Fällen auch kein Spaziergang, hierbei handelt es sich im abgeschwächte aber dennoch lebendige Tuberkulosebakterien, die per Katheter in die Blase gegeben werden, dort müssen die Bakterien ca. 2 Stunden verbleiben und können dann ausgeschieden werden.

    Durch diese Bakterien kommt es in der Blase zu einer Immunreaktion, was eine Blasenentzündung auslöst. Diese Immunreaktion des Körpers soll dazu führen, dass die körperlichen Antikörper auch Krebszellen in der Blase bekämpfen und so neue Tumoren verhindern helfen.


    Therapieplan wird sich wie folgt aufteilen:


    1. eine 6 wöchige Initialtherapie mit je einer Therapie pro Woche


    2. der Erhaltungstherapie mit 3 Instillationen in wöchentlichem Abstand in den Monaten 3, 6, 12, 18, 24, 30 und 36 (gerechnet nach der letzten TUR-B). In diesem Schema werden insgesamt 27 Instillationen über einen Zeitraum von 3 Jahren verabreicht.


    Nebenwirkungen:

    Bei einer immunologischen Behandlung mit BCG kann die Harnblase in den Tagen nach der Behandlung gereizt sein. Dies kann insbesondere beim Wasserlassen zu Schmerzen (Krampfartig) führen und Harndrang verursachen. Die Patienten können auch etwas Blut im Urin und leicht erhöhte Temperatur haben und an Müdigkeit leiden.

    Weiterhin kann die Therapie grippeähnliche Symptome wie Schüttelfrost, Fieber, Muskelschmerzen, Schwäche, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall verursachen.

    All diese Nebenwirkungen betreffen Großteils die ersten 48 Stunden nach der Instillation des BCG - danach sollten sie deutlich abklingen. Der verstärkte Harndrang aber, kann noch Monate nach der Behandlung auftreten (Reiz - und Schrumpfblase).


    Hygiene:

    Am Tag und Folgetag der Instillation sollte man verstärkt auf die Hygiene achten und nicht nur nach jedem Toilettengang die Hände waschen, sondern auch desinfizieren, ebenso ist es hilfreich die Toilette selbst mit Desinfektionsspray nach jedem Toilettengang zu reinigen.

    Durch den verstärkten Harndrang sollte man ebenso darauf achten immer eine Toilette in der Nähe zu haben, aus eigener Erfahrung weiß ich, das man oftmals keine 20 Meter weit kommt, wenn man erst mal merkt das man mal "muss".

    Durch die Blutbeimengungen im Urin, der dann auch Gelleeartig sein kann, bietet es sich an am Tag der Instillation und dem Folgetag Einlagen zu tragen, sodass man sich die Unterwäsche nicht versaut.

    Diese Inkontinenzeinlagen kann der Urologe als so genanntes Hilfsmittel verschreiben, sollte dies geschehen sein, sollte man mit der Krankenkassen in Kontakt treten und sich das Sanitätshaus nennen lassen mit denen sie zusammenarbeiten. Danach dann das Sanitätshaus aufsuchen, dort findet eine Beratung statt und eine Abklärung der Kostenübernahme durch die Krankenkasse.


    Nach der Instillation:

    ca. 1 1/2 Stunden nach der Instillation kann man beginnen mit trinken, das Beste sind Tee´s oder stilles Mineralwasser. Kohlensäurehaltige Getränke können die Blase zusätzlich reizen. Je mehr man trinkt, je besser wird die Blase gespült, Anhaltspunkt ist ein Liter Flüssigkeit pro Stunde das sollte man dann ca. 4 Stunden lang machen und ab dann kann weniger getrunken werden.

    Gönne Dir am Tag der Instillation + dem Folgetag ruhe, auch wenn du wahrscheinlich nach den ersten Instillationen kaum Nebenwirkungen verspüren wird, werden die Nebenwirkungen von Behandlung zu Behandlung mehr werden, teilweise kann es auch Aufgrund der Nebenwirkungen zu einem Therapieabbruch kommen.

    Ebenso muss der Arzt bei der Instillation aufpassen, dass z.B. die Harnröhre nicht verletzt wird und somit BCG in die Blutbahn kommt, denn dann kann es zu einer Bcgitis kommen (Tuberkulose).


    Sexualität während der BCG-Therapie:

    Hier empfehle ich bis ca. 6 Wochen nach der letzten Instillation einen Kondom zu nutzen, denn die BCG-Bakterien können recht lange in der Blase "überleben".


    MedacBCG-Fachinformationen


    Ließ Dir diese Fachinfo wirklich sehr gut durch - um dann auch die Nebenwirkungen einschätzen zu können. Vorallem aber sollte der Urologe über die Nebenwirkungen informiert werden (vorallem dann, wenn sie verstärkt auftreten).


    weitere Nebenwirkungen (kann bis zu 1 Behandelten von 100 betreffen)


    • Schwere systemische BCG-Reaktion/-Infektion, BCG-Sepsis (weitere Informationen finden Sie weiter unten)


    • Mangel an Zellen im Blut (Zytopenie)


    • Anämie (Abnahme des Hämoglobins im Blut)


    • Reiter-Syndrom (Arthritis mit Entzündung der Haut, der Augen und der Harnwege)


    • Lungenentzündung (miliare Pneumonie)


    • entzündliche Reaktionen der Lunge (Lungengranulomatose)


    • Leberentzündung (Hepatitis)


    • Hautabszesse


    • Hautausschlag, Entzündung der Gelenke (Arthritis), Gelenkschmerz (Arthralgie).


    In den meisten Fällen sind diese Nebenwirkungen Zeichen einer allergischen Reaktion (Überempfindlichkeitsreaktion) gegenüber BCG. In einigen Fällen kann es erforderlich sein, die Behandlung abzubrechen.


    • Harnwegsinfektion, Blut im Urin (Makrohämaturie)


    • ungewöhnlich kleine Blase (Einschränkung der Blasenkapazität), ungewöhnlich geringe Urinmengen (Harnstauung), Schrumpfblase


    • Entzündung der Hoden (Orchitis)


    • Entzündung der Nebenhoden (Epididymitis)


    • entzündliche Reaktion der Prostata (symptomatische granulomatöse Prostatitis)


    • niedriger Blutdruck (arterielle Hypotonie)


    Gruß

    AndreasW

    Was denn nun Anja oder Jenny??


    naja egal - dein Vater sollte viel trinken und das wird er seit der letzten TUR-B eben nicht getan haben ... ich denke, der Urologe wird in 2 Wochen den nächsten Versuch machen mit der BCG-Therapie zu beginnen.

    Warum sollte dein Vater viel trinken:

    Bakterien kann man auch aus der Blase spülen ... und das funktioniert eben nur, wenn ich viel trinke. Das ist auch ein Grund, warum wir auch bei einer BCG-Therapie immer sagen, sehr sehr viel trinken. Damit eben die Baketrien gut raus gespült werden.

    So verhält es sich mit allen Bakterien, die in der Blase sind - durch gutes spülen der Blase kann ich dort Probleme verringern bzw. vermeiden.


    Gruß

    AndreasW

    Liebe Ute,


    sprecht ebenfalls die Immuntherapie an, hier gibt es verschiedene Medikamente die eingesetzt werden können.


    Als Immuntherapie die dafür in Frage kommen wären zu nennen (Aufzählung nicht vollständig):


    - Tecentriq


    - Atezolizumab


    - Pembrolizumab


    - Nivolumab


    Bei der Immuntherapie wird in die "Kommunilation" zwischen dem Tumor und den T-Zellen eingegriffen. Bisher haben sich Tumore vor den Körpereigenen T-Zellen "versteckt",

    sodass das Immunsystem und die T-Zellen die Tumoren nicht erkannt und somit auch nicht bekämpft hatte. Die neue Immuntherapie setzt dort an - und macht praktisch die

    Tumoren für das Immunsystem und die T-Zellen "sichtbar".

    Vorallem muss man bei der Immuntherapie wissen, das diese Therapie nicht sofort greift - sondern die Tumoren und Metastasen noch einige Wochen weiter wachsen können -

    denn das Immunsystem des Körpers muss erst "Antikörper" bilden und das dauert seine Zeit.

    Bisher gibt es bei uns eine betroffene, die mit Pembrolizumab behandelt wurde und mehrere, bei denen Nivolumab eingesetzt wurde.

    Soweit erstmal das allgemeine.


    Soweit unsere Erfahrungen im Forum mit der Immuntherapie, solltest du weitere Informationen zur Immuntherapie benötigen, so kann ich sie Dir gern geben.


    Gruß

    AndreasW

    Diagnose: berwiegend nicht invasives Urothelcarcinom high grade mit Übergang in ein beginnend invasives Adenocarcinom mittelgradige Differenzierung high grade.

    Dies ist der ausschalggebende Satz und hier ist eben von diesen zwei Tumoren die Rede.

    Warum das Adenokarzinom so gefährlich machen - nun diese Tumorart geht von einem Drüsengewebe aber ist eben in der Blase sehr sehr selten - daher kennen sich viele Urologen nicht so gut mit diesem Tumor aus - auch bei uns ist die Datenlage im Forum zu dieser Tumorart sehr bescheiden.

    Aber es gibt eben keine Fälle, wo es nicht zu einer Blasenentfernung oder mindestens Blasenteilentfernung gekommen ist - ich empfehle Euch dringend, hier eine Zweitmeinung einzuholen.


    Wartet damit nicht zu lange!!!


    Am besten:

    Uni-Klinik Heidelberg

    https://www.klinikum.uni-heide…ite-Meinung.113195.0.html


    Urologische Universitätsklinik Heidelberg

    Die „Zweite Meinung“

    Neben Diagnostik und Behandlung stellt die Beratung eine der wichtigen Aufgaben der großen Universitätskliniken in Deutschland dar. Insbesondere Patienten mit einem bösartigen Tumor oder vor einer geplanten Operation holen an einem entsprechenden Kompetenzzentrum eine sogenannte „Zweite Meinung“ ein. Im Rahmen einer persönlichen Vorstellung werden hierbei bereits erhobene Befunde nochmals bewertet und gegebenfalls ergänzt. Ihre Bedeutung wird den Betroffenen – und falls gewünscht ihren Angehörigen – ausführlich, genau und ohne Zeitdruck erläutert. Ebenso werden auch die sich hieraus ergebenden unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten besprochen und erklärt. Da die Entscheidung zu einer bestimmten Therapie häufig lebenslange Konsequenzen mit sich bringt, ist das Einholen einer „Zweiten Meinung“ in solchen Fällen häufig eine wichtige Bestärkung der persönlichen Sicherheit.

    Um für eine Vorstellung zur Zweitmeinung optimale Voraussetzungen zu schaffen, bitten wir Sie alle Unterlagen (siehe Checkliste) vorab per Email, FAX oder Post an uns senden. Bereits verfügbare Arztbriefe, Laborbefunde und Ergebnisse von bildgebenden Untersuchungen (Röntgen- und MRT-Bilder am besten auf Folien oder digital auf einer CD/DVD). Falls bereits eine feingewebliche Untersuchung durchgeführt wurde, ist es besonders wichtig, dass Sie sich den pathologisch-histologischen Befund kopieren lassen und zum Gespräch vorlegen können. Sollte bei Ihnen bereits eine Operation durchgeführt worden sein, bringen Sie nach Möglichkeit bitte auch den Operationsbericht mit.

    Sie brauchen keine Bedenken dabei zu haben, Ihren behandelnden Arzt um Ihre Unterlagen zu bitten. Im Sinne der Patientenorientierung wird er Ihren Wunsch nach einer „Zweiten Meinung“ vorbehaltlos unterstützen und Ihnen bei der Vorbereitung dieses Termins behilflich sein.


    Checkliste (Unterlagen nicht älter als 1 Jahr)

    • Aktueller urologischer Arztbrief
    • Aktueller Arztbrief vom Hausarzt/Internist/Kardiologe
    • Aktuelle Medikamentenliste
    • Aktuelle pathologische Befunde (feingewebliche/histologische Untersuchungen)
    • CD-ROM von durchgeführten Bildgebungen (CT/MRT/Szintigraphie/PET usw.) inklusive der schriftlichen Befunde


    Unsere Kontaktdaten:

    Email: mail.gifcm.urologie@med.uni-heidelberg.de


    Adresse:

    Urologische Universitätsklinik

    z.H. Case Management

    Im Neuenheimer Feld 110

    69120 Heidelberg


    FAX: (06221) 56 5188



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