Beiträge von AndreasW

    Liebe Carmen,


    warum ist es so lukrativ für Urologen eine Instillations-Therapie durchzuführen:


    - Kosten hat der Urologe bei dieser Therapieform kaum bis keine, denn alles was er benötigt wird ja "mitgeliefert", einzig wird ein paar Gummihandschuhe + etwas Desinfektionsmittel. Zeit selbst braucht er oftmals garnicht einzuplanen, da in sehr vielen Fällen seine Arzthelferin diese Instillation durchführen darf.


    Abrechen kann der Urologe aber 2 Stunden, zwar handelt es sich zwar um eine ambulante Therapie - aber die Krankenkassen verlangen, dass der Betroffene Patient eben noch zwei Stunden unter der Kontrolle der urologischen Praxis ist - dies würd aber von 99,99% aller Urologen nicht eingehalten - somit sollte es klar sein: Der Urologe kann gutes Geld mit einem Patienten der BCG bekommt verdienen.


    Bezüglich Aufklärung der Patienten, bisher habe ich von keinem Urologen gehört, der "jüngere Patienten" vor eine BCG-Therapie auf folgendes Hinweist:


    bcg-spermien.png



    Gruß

    AndreasW

    Bettina,


    bei einer Harnblasenentfernung einfach mal auf die Nachsorge-Planung schauen:


    nachsorge ab pt2.jpg


    Und darin ist festgehalten, dass eben der B12 Status nach 3 Jahren kontrolliert werden sollte - warum erst nach 3 jahren:

    Weil der Körper Vitamin B12 in der Leber speichert . Erwachsene speichern in ihrer Leber 2000–5000 µg Vitamin B12, da der durchschnittliche tägliche Bedarf an Vitamin B12 etwa 2 µg beträgt - kommt man auf die besagten 3 Jahre.


    Gruß

    AndreasW

    wolfgangm ,


    das andere Thema ist verschwunden, da ich den Beitrag hier rein kopiert habe (hier jetzt Beitrag Nr. 11).


    Mauerblume ,


    von einer Neoblase im Alter von 75 Jahren, würde ich erstmal abraten!


    Warum:

    Zum einen ist die OP-Zeit und damit auch die Narkosezeit bei einer Neoblase fast doppelt so lang, wie bei einem Urostoma - ja auch das sollte man in diesem Alter mit bei der Entscheidung einbeziehen und das vollkommen unabhängig, wie Fit man ist.

    Weiterhin wird es im Anschluss an die OP zu massiven Problemen mit der Darmtätigkeit kommen, sodass dein Mann hier deutlich an Gewicht verlieren wird (zw. 10 und 15 kg sind keine Seltenheit).

    Aber das wohl wichtigste Entscheidungskriterium ist die zumindet teilweise zu erwartende Inkontinenz, denn die gesamte Kontinenz wird dann nur noch über den Beckenboden geregelt. Nur wenn dein Mann wirklich auch heute noch viel Sport macht, könnte man davon ausgehen, dass der Beckenboden gut trainiert ist.

    Aber sobald dies nicht der Fall ist - wird es dann schwierig eine Inkontinenz zu vermeiden - da man diese Muskulatur im hohen Alter nur schwer trainieren kann.


    Weiterhin, muss man sich im klaren darüber sein, dass man die Neoblase auch in der Nacht erstmal aller 2 Stunden entleeren muss - sodass an durchschlafen nicht zu denken ist.


    Zitat aus den Leitlinie:

    "Es zeigt sich allerdings, dass diese Form der Harnableitung bei älteren Patientinnen und Patienten äußerst selten eingesetzt wird und das Gros der Patientinnen und Patienten jünger als 70-75 Jahre war.


    Insgesamt halte ich ein Urostoma in diesem Alter für die weitaus bessere Lösung einer neuen Harnableitung.


    Gruß

    AndreasW

    Nun Lini,


    du kannst Die sehr gern die Zusammenfassung durchlesen, dort steht alles drin, von Dosierung, Nebenwirkungen usw. insgesamt 112 Seiten.




    Handelsname: Keytruda® Target: PD-1 EMA-Zulassungen: Erstlinie: Melanom (2015), NSCLC (2017), Urothelkarzinom (2017) Zweitlinie: Melanom (2015), NSCLC (2016), cHL (2017), Urothelkarzinom (2017)

    Indikationen:

    • Pembrolizumab-Monotherapie zur Behandlung des fortgeschrittenen (nicht resezierbaren/metastasierten) Melanoms.
    • Pembrolizumab-Monotherapie zur Erstlinienbehandlung des metastasierten nichtkleinzelligen Bronchialkarzinoms (NSCLC) mit PD-L1-Expression (Tumor Proportion Score [TPS] ≥ 50 %) ohne EGFR- oder ALK-positive Tumormutationen.
    • Pembrolizumab-Monotherapie zur Behandlung des lokal fortgeschrittenen/metastasierten NSCLC mit PD-L1-Expression (Tumor Proportion Score [TPS] ≥ 1 %) nach vorheriger Chemotherapie. Patienten mit EGFR- oder ALK-positiven Tumoren sollten vor der Therapie mit Pembrolizumab eine mutationsspezifische zielgerichtete Therapie erhalten haben.*
    • Pembrolizumab-Monotherapie zur Behandlung des rezidivierten/refraktären klassischen Hodgkin-Lymphoms (HL) nach Versagen einer autologen Stammzelltransplantation (auto-SZT) und einer Behandlung mit Brentuximab Vedotin (BV); oder nach Versagen einer Behandlung mit BV, wenn eine auto-SZT nicht in Frage kommt.
    • Pembrolizumab-Monotherapie zur Behandlung des lokal fortgeschrittenen/metastasierten Urothelkarzinoms nach vorheriger Platin-basierter Therapie.
    • Pembrolizumab-Monotherapie zur Behandlung des lokal fortgeschrittenen/metastasierten Urothelkarzinoms bei Erwachsenen, die nicht für eine Cisplatin-basierte Therapie geeignet sind.

    * PD-L1-Testung bei Patienten mit NSCLC:

    NSCLC-Patienten sollten nach ihrer Tumor-PD-L1-Expression selektioniert werden. Für die Erstlinientherapie: Tumor-PD-L1-Expression ≥ 50%; für die Zweitlinientherapie: Tumor-PD-L1-Expression ≥1%.

    Dosierung:

    Pembrolizumab sollte alle 3 Wochen als intravenöse Infusion über 30 Minuten verabreicht werden. Die empfohlene Dosis beträgt:

    • 200 mg/kg bei nicht mit Chemotherapie vorbehandeltem NSCLC, bei klassischem HL oder bei Urothelkarzinom.
    • 2 mg/kg Körpergewicht bei mit Chemotherapie vorbehandeltem NSCLC oder bei Melanom.

    In klinischen Studien bei Patienten mit Melanom oder vorbehandeltem NSCLC zeigte sich bei Vergleich der Dosierungen von Pembrolizumab 2 mg/kg alle 3 Wochen, 10 mg/kg alle 3 Wochen sowie 10 mg/kg alle 2 Wochen eine ähnliche Wirksamkeit und Sicherheit. Die empfohlene Dosis beträgt 2 mg/kg alle 3 Wochen.


    Alles andere hat schon Rainer gesagt - sodass ich dies nicht nochmals wiederholen muss.


    Gruß

    AndreasW

    Eine Frage noch,

    Kann man bei der turb ,die ja schon gemacht wurde, sehen ob die Lymphknoten befallen sind? Oder erst wenn die Blase raus ist

    Nun Thomas,


    bei der TUR-B kann es ab und an vorkommen, dass man bei dieser "Ausschabung" des Tumors zeitgleich auch Lymphgefäße mit erfaßt - dann ließe sich zumindest schon einmal feststellen, ob der Tumor Anschluss an das Lymphsystem hat - aber auch, wenn das eben bei der TUR-B noch nicht der Fall war - so muss man immer im Hinterkopf behalten, dass man einen pT2 - Tumor nicht vollständig entfernen konnte sich also Tumorreste in der Blase befinden und damit eben auch die Möglichkeit gegeben ist, dass der Tumor

    Anschluss an das Lymphsysten und / oder Vene gefunden hat.


    Daher muss man hier wirklich abwarten, was letztlich der histologische Befund nach der Blasenentfernung ergibt.


    Gruß

    AndreasW

    Nochmals zum Befund,




    Hinsichtlich des Tumorstadiums pT1 hat es Versuche gegeben, eine weitere Unterteilung

    vorzunehmen.

    So schlugen beispielsweise Cheng et al. (1999) eine Subklassifikation in

    Abhängigkeit von der am histologischen Schnittpräparat messbaren Infiltrationstiefe der

    Tumorzellen vor (=1 mm: pT1a; 1-4 mm: pT1b; >4mm: pT1c).

    In der vorliegenden Arbeit wurde diese Subklassifikation (Cheng et al., 1999) mitberücksichtigt, um ihre prognostische Relevanz zu erproben.


    Letztlich hat sich dies aber nicht durchgesetzt und es blieb bei den Tumorstadien, wie du sie links in der Graphik siehst.

    Es ist auch so, dass es eben bei jedem Menschen auch anatomische Unterschiede gibt und auch das Bindegewebe der Blase wird nicht bei allen Menschen gleich stark aufgebaut sein. Daher halte ich die Messung der Infiltrationstiefe für wenig aussagekräftig - wichtiger wäre es "zu Messen", wieviel Millimeter der pT1 noch von einem muskelinvasiven Wachstum also pT2a entfernt war.









    Gruß

    AndreasW

    Liebe Siggi,


    die Knappschaft sitzt mit ihrem Hauptstandort in Bochum (NRW) - und somit übernimmt die ARGE Krebs (NRW) diese Aufgaben, die normalerweise der Rententräger übernehmen sollte. (Arbeitsgemeinschaft für Krebsbekämpfung der Träger der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung im Lande NRW)


    Z.B. in Bad Wildungen arbeitet die ARGE nur mit der Quellental-Klinik zusammen !!!


    https://www.argekrebsnw.de/Sta…icht-Karte.16.0.html?&S=b


    Wenn du dann eine andere Klinik in Bad Wildungen ausgesucht hattest - wird diese dann natürlich nicht berücksichtigt - da man mit diesen eben keine Verträge hat!!!


    Gruß

    AndreasW

    Liebe Zar,


    am 11. Dezember hatte ich hier eine Graphik mit den unterschiedlichen Tumorstadien gepostet.


    Ein pT3b hat dabei die äussere Fettschicht, die die Blase umgibt schon durchbrochen und stand damit kurz davor, auch andere Organe (wie z.B. Bauchfell, Darm usw.) zu befallen


    pN0 - das sagt aus, dass keiner der 23 entnommenen Lymphknoten befallen war


    M0 - sagt aus, dass keine Fernmetastasen nachweisbar sind


    L1 - sagt aus, dass der Tumor schon Anschluss an das Lymphsystem gefunden hat (microskopisch)


    V0 - sagt aus, dass der Tumor noch keinen Anschluss an eine Vene gefunden hat


    Pn0 - Tumorzellen befallen auch das Gewebe, das Nerven umgibt: Pn0 = keine Krebszellen in den Nervenscheiden, Pn1 = Krebszellen in den Nervenscheiden.


    R0 - der Tumor konnte vollständig entfernt werden und es sind keine Tumorreste mehr vorhanden.


    Warum L1 wenn keine Lymphknoten befallen sind?


    Unser Körper ist durchzogen mit Lymphbahnen / Lymphgefäßen (ähnlich unserem Blutkreislauf, wo unser Körper mit Venen, Adern und Äderchen durchzugen ist) - das L1 sagt aus, dass der Tumor eben Anschluss an eine oder mehrere derartige Lymphbahnen gefunden hat. Hier muss es erstmal nicht zwangsläufig zu einem sofortigen Lymphknotenbefall kommen - aber es besteht eben die Möglichkeit, dass noch Krebszellen in den Lymphgefäßen befinden und später Lymphknoten befallen können.


    Daher wird man bei einer Lymphgefäßinvasion immer eine "vorbeugende" Chemotherapie durchführen - vorbeugend deshalb - um eine Ausbreitung der Krebszellen, die sich noch in den Lymphgefäßen befinden können (nicht müssen) zu verhindern.

    Und noch etwas am Anfang hieß es ja es sei mindestens pt2a.

    Zwischen dieser Diagnose und der Op sind 4 Wochen vergangen. War das zu lange und ist jetzt deswegen pt3b geworden?

    Deswegen sagen wir auch immer, bei der Diagnose muskelinvaiver Blasenkrebs, nicht zu lange mit der OP zu warten - denn mit der TUR-B konnte der Tumor ja nicht vollständig entfernt werden. Und dieser "Tumorrest" hat dann Zeit, weiter zu wachsen und damit weiteren Schaden anzurichten.

    Wir haben es schon erlebt, dass aus einem Anfangsbefund pT2x innerhalb von wenigen Wochen ein pT4b geworden ist - aber 4 Wochen "Wartezeit" zwischen Diagnode und der OP ist ein noch vertretbarer Zeitraum - da eben eine derartige OP durch die Krankenhäuser immer "Langfristig" geplant werden muss!!!


    Und letztlich, wissen wir eben nicht, ob nicht schon die Diagnose "mindestens pT2a" zu optimistisch waren - daher auch der "Zusastz mindestens" - weil sich der Pathologe nicht sicher war, ob es nicht doch schon ein pT2b oder pT3 war.


    Wie stehen die Chancen mit der Chemo, die er dann nach der AHB machen wird?

    Liebe Zar,

    wie die Chancen stehen, kann Dir niemand wirklich seriös beantworten - was wir sagen können, dass dein Bruder durch die Harnblasenentfernung jetzt sehr gute Chancen hat weiter Leben zu können. Diese Tumor - und Krebsfreiheit sollte er geniessen - sich aber dennoch an den Nachsorgeplan halten.


    Gruß

    AndreasW

    Nun Gerhard,


    das ist vollkommen normal, dass man nach einer TUR-B oft auf die Toilette muss, du mußt begreifen, dass man bis auf die Blasenmuskulatur geschnitten hat - und damit die Muskulatur mit dem Urin in kontakt kommt.

    Der Urin ist aber nicht pH-Neutral, sondern es hängt direkt damit zusammen, was wir trinken und essen. Nun versuch mal folgendes:

    Schneide dich mal in den Finge - und lege dann mal eine Scheibe Zitrone drauf - was passiert? Es brennt!

    Was passiert - wenn du Dich mit einer fast pH-Neutralen Seife wäscht? Es brennt ebenfalls

    Und genau das passiert auch, wenn dein Urin basisch sein würde.


    Wenn die Wunde in der Blase in Kontakt mit dem Urin kommt, brennt es ... die Blase verkrampft - und das ist eben die Ursache für den sehr starken Harndrang - ist der Urin aber konzentrierter - dann wird es noch schlimmer - daher hilft nur: Trinken, Trinken und noch mehr trinken.

    Lieber Gerhard,


    wenn du Blasenkrämpfe hast - dann trinkst du viel zu wenig!!!


    Hier Infos zu der TUR-B, ließ sie dir genau durch und befolge diese:



    TUR-B ist die Abkürzung für "Transurethrale Resektion der Harnblase", hierbei wird über die Harnröhre eine Optik und eine "Elektroschlinge" in die Blase eingeführt - mit dieser Elektroschlinge wird dann versucht den Tumor zu entfernen - im allgemeinen wird dabei bis hinunter auf die Harnblasenmuskulatur "geschnitten" - nur dadurch läßt sich dann später für den Pathologen zweifelsfrei feststellen, ob es sich um einen oberflächlich oder bereits muskelinvasiv wachsenden Tumor handelt.


    Die reine OP-Zeit beträgt je nach Tumorgröße ca. 30 Minuten ... bei größeren Tumoren kann es aber auch etwas länger dauern.


    Noch im OP-Saal wird Dir dann ein Katheter gelegt - dieser Katheter hat meißt zwei Eingänge und einen Ausgang. An einem der Eingänge wird er an eine Spülflüssigkeit angeschlossen, diese Flüssigkeit ist nichts anderes als Kochsalzlösung - mit dieser wird die Blase über Nacht gespült. Der Urin + die gebrauchte Spülflüssigkeit wird zu einem Bettbeutel geleitet und wird regelmässig geleert.

    Sollte am nächsten Tag kein Blut mehr in dem Beutel sichbar sein, wird die Spülung der Blase beendet und du darfst aufstehen und kannst dich bewegen.

    Ab diesem Zeitpunkt ist es sehr sehr wichtig, dass Du sehr viel trinkt!!!


    Warum ist dies Wichtig:


    Auch wenn man keine OP-Wunde / Narbe sieht, so hat man dennoch eine. Damit der Urin nicht zu konzentriert ist, muss sehr viel getrunken werden, am bestens sind Tee´s und stilles Mineralwasser - je mehr man trinkt, je besser ist es für die Blase.

    Es dürfen ruhig deutlich über 4 Liter sein ... am besten 5 bis 6 Liter - solange es dann keine Probleme mit dem Kreislauf (Blutdruck) gibt.

    Nach weiteren 2 bis 3 Tagen im Krankenhaus wirst du dann entlassen.

    Solltest Du im Krankenhaus "Blasenkrämpfe haben", was durch den Katheter ausgelößt werden kann - so laß Schmerzmittel geben lassen - ansonsten ist die OP nicht schmerzhaft.


    Wieder daheim:


    Hier auch unbedingt darauf achten, dass du Dich schonst - denn bis die OP-Wunde verheilt ist, kann es 4 Wochen dauern. Daher kann es sein, dass auch noch 2 bis 3 Wochen nach der OP Blut im Urin ist!

    Wichtig: Weiterhin sehr sehr viel trinken. Tee, stilles Mineralwasser .., ebenfalls kann Melone oder auch Gurken gegessen werden. Am Abend darf es auch eine Flasche alkoholfreies Hefeweizen sein - sonst bitte kein Alkohol.


    Nimm es bitte ernst, wir haben hier schon sehr oft "leichtsinnige Patienten" erlebt, die nach der TUR-B im Garten gearbeitet haben, Renovieren wollten - ober mal eine Kiste "Bier" in den Keller tragen wollten - all das hat nur dazu geführt, dass eine bei der OP verödete Ader aufgegangen ist - und sie in der Notaufnahme gelandet sind - wo dann in einer Not-OP die Ader wieder verschlossen werden mußte.


    Das Gewebe, welches man entnommen hat, wird in die Pathologie geschickt und dort histologisch untersucht - Der Pathologe erstellt dann einen histologischen Befund - dieser Befund ist ausschlaggebend, wie es dann weiter geht.


    Laß Dir diesen "histologischen Befund" unbedingt aushändigen, darauf hast du ein Anrecht - bewahre diesen in deinen Unterlagen auf, letzlich kannst du dann davon auch eine Kopie machen um einen Schwerbehindertenausweis zu beantragen.


    Folgen der OP:


    Zum einen wird es sich die ersten Tage (ca. ein bis zwei Wochen) so anfühlen, als hättest du eine Blasenentzündung. Es kann etwas schmerzen beim Urinieren und die Blase kann etwas verkrampfe.

    Du wirst einen sehr starken Harndrang verspüren - oftmals ist es so, dass die Toilette nicht zu weit entfernt sein sollte - und man keine "10 Meter" von dem Signal "Ich muss zur Toilette" bis "jetzt kommts" Zeit hat.

    Eine Wunde in der Blase heilt eben etwas schlechter, weil in der Blase ein "feucht-warmes" Klima herrscht und die Blase (somit auch die Wunde) ständig in Bewegung ist - denn die Blase dehnt sich, wenn der Urin aus den Nieren nachläuft und beim Urinieren zieht sie sich wieder zusammen.


    Daher wirklich beachten - es kann bis zu 4 Wochen dauern, bis die Blase soweit verheilt ist, dann man sich körperlich wieder belasten kann.


    Auch meine Hinweise, mit dem Trinkverhalten, dem Schonen usw. solltest du ernst nehmen!


    Gruß

    AndreasW

    Wenn es sich wirklich um einen V 1 - Befund handelt, dann sollte man wirklich über eine neoadjuvante Chemo nachdenken, denn durch diese Veneninvasion des Tumors, werden schon Krebszellen im Blutkreislauf umher schwimmen.

    Daher wäre es sinnvoll, so schnell wie möglich mindestes 4 Zyklen Chemo zu beginnen um diese in der Blutbahn befindlichen Krebszellen zu bekämpfen.


    Gruß

    AndreasW

    Carmen,


    von allein geben Dir keine Ärzte Befunde, Histologien und OP-Berichte mit - man muss schon selbstständig nachfragen und sagen:


    Ich hätte gern die Histologischen Befunde und OP-Berichte ausgehändigt. Aufgrund dieser "Aufforderung" müssen die Ärzte "Zeitnah" die von Dir angeforderten Histologien / Befunde / Op-Berichte aushändigen.


    Gruß

    AndreasW

    Liebe Carmen,


    leider kennen wir den histologischen Befund nach der Blasenentfernung nicht und somit können wir auch nicht beurteilen, ob man den Tumor zuvor auch vollständig entfernen konnte oder es einen Tumorrest gab, der eben nicht entfernt werden konnte.

    Daher müssten wir jetzt Rätsel-Raten, was die Ursache für eine derartig schnelle Verschlechterung ist. Aber im allgemeinen kann man bei einem CT und Ultraschall schon den unterschied zwischen Flüssigkeit und einen Tumor erkennen.


    Ich gehe fest davon aus, dass man schon auf dem CT, was ihr an den Feiertagen habt machen lassen, etwas erkannt hat - Euch aber die "Feiertage" nicht verderben wollte.


    Versuch etwas ruhiger zu werden - und suche dann nochmals ein Gespräch mit den Ärzten.


    Gruß

    AndreasW

    Liebe Mari,


    ihr könnt z.B. die

    Firma Coloplast anrufen und Euch Muster zuschicken lassen - https://www.forum-blasenkrebs.…?item/534-coloplast-gmbh/


    ebenso bei der Firma Hollister https://www.forum-blasenkrebs.…2-hollister-incorporated/


    Die Telefonnummer findest du direkt im oben genannten Link.

    Dort einfach angeben, dass dein Vater demnächst ein Urostoma erhalten soll und ihr gern Muster hättet. Wenige Tage später habt Ihr dann die entsprechenden Muster im Briefkasten.

    Nutzt diese Möglichkeit - so kann dein Vater schon einmal selbst sehen, wie so etwas ausschaut und wie es ist, wenn das nun rechts oder Links auf Bauchhöhe am Körper klebt.


    Gruß

    AndreasW

    Liebe Daniela,


    eine Krebserkrankung ist wie eine Achterbahnfahrt - man selbst hat keinen Einfluss darauf, wo es lang geht, sondern ist nur Passagier - es ist ein ständiges Auf - und Ab der Gefühle und das macht eben auch eine Krebserkrankung zu einer enormen Herausforderung. Nicht nur für den Betroffenen selbst - auch die Familie und Angehörigen leiden darunter.


    Versucht etwas zur Ruhe zu kommen - und belohnt Euch, wenn der Onkologe morgen auch etwas positives sagt. Geht gemeinsam schön Essen, oder ins Kino - hauptsache ihr habt Freude daran.


    Gruß

    AndreasW

    Lieber Rüdiger,


    es geht weniger um den Harnleiter - sondern um die Harnröhre!!!


    Du hast einen pT4a ... welches besagt, das die Prostata ebenfalls befallen ist ... und die Harnröhre geht nunmal durch die Prostata - daher kann es durchaus möglich sein, dass die Harnöhre ebenfalls befallen ist.


    Dies schließt dann eine Neoblase aus - daher hat man dir ein Stoma (Urostoma) vorgeschlagen, welches ich auch für die für Dich bessere Alternative halte.


    Gruß

    AndreasW

    Sehr gut Clairchen,


    denn die Bakterien sollen ja auch aus der Blase gespült werden ... und das gelingt immer am besten, wenn man viel trinkt. Gerade bei einer TUR-B kann es eben passiert sein, dass man sich deswegen eine Blasenentzündung eingefangen hat. Z.B. während der OP ... beim Katheter setzen .. oder später dann, weil Bakterien am Katheter Richtung Blase gewandert sind.


    Gruß

    AndreasW