Beiträge von g.dezember

    Liebe Heike,


    solche "Durchhänger" kommen immer wieder mal und sie zeigen uns (ich meine jetzt als Kollegen) , daß wir nicht nur rational mit Erkrankungen umgehen wie so oft behauptet wird. Ich habe auch oft Patienten und deren Angehörige näher an mich herangelassen sowohl in guten als auch in schlechten Zeiten, stets verbunden mit einer großen emotionalen Bereitschaft ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Von Umarmungen sowie Tränen des Abschieds erfuhr ich in meiner aktiven Zeit aber eine Wertschätzung, die ich nicht missen möchte. Genau das macht ja unseren Beruf aus, auch wenn es an die Grenze der Belastbarkeit geht.


    Da du natürlich jetzt familiär voll gefordert bist macht es die Sache nicht gerade leichter. Da möchte man am liebsten in den Wald und laut schreien, wie ungerecht doch diese Welt ist - vielleicht tust du es einfach mal. Den Anfang hast du bereits gemacht in dem du hier deine Sorgen niederschreibst.

    Jetzt wollen wir hoffen, daß das CT am Freitag nur gute Ergebnisse bringt, hierfür drücke ich ganz fest die Daumen.


    LG Gabi

    Ja klar, Dirk, das hatte ich gar nicht bedacht, daß du das Kurzdarmsyndrom hast. Da hast du jetzt die bessere Erfahrung gemacht, denn die Kapseln sollen ja wirken.

    Oh man, da wäre es wirklich von Vorteil, daß man das Stoma wieder zurückverlegen kann.

    Ja ich war in der Klinik am Kurpark. Ich habe mich da sehr wohlgefühlt und wurde sehr gut betreut.

    Die engmaschigen Kontrollen sind schon wichtig, vielleicht nimmst du dir deinen Hausarzt mit ins Boot und/oder wechselst den Urologen. Ich kann aber auch verstehen, daß du so langsam eine Phobie gegen Ärzte im Allgemeinen entwickelst.


    So langsam geht es aufwärts mit dir, sicherlich wird es trotzdem immer wieder kleine Rückschläge geben wie z.B. einen immer wiederkehrenden Harnwegsinfekt, ich kann davon auch ein kleines Liedchen singen. Bleib stark und lass dich nicht unterkriegen.


    LG Gabi

    Hallo Dirk,


    wie freue ich mich, von dir zu lesen.

    Da hast du ja wahrlich eine Odysee hinter dir.

    Ich verstehe dich sehr gut, daß du dein Stoma gerne wieder los haben willst. So ein Ileostoma beinhaltet ja Dünndarmstuhl, also noch im flüssigen Zustand, da verlierst du klar jede Menge an Flüssigkeit und Elektrolyten, was natürlich außer deiner Neoblase auch Einfluss auf deine Blutgase hat.

    Hier habe ich noch einen Tip für dich:

    Statt Nephrotrans 500 mg kannst du auf Bicanorm 1000 mg umstellen. Mich wundert es, daß sie dir das noch nicht angeboten haben. Ich selbst nehme tgl. 5 gr. (5x1 Tbl.) Natriumhydrogencarbonat zum Ausgleichen des BE ein. Anfangs war ich auch mit Nephrotrans eingestellt, mein Bedarf war aber hoch und so empfahl man mir in Bad Wildungen das Bicanorm. Damit sparst du dir tgl. die Einnahme von 10 Kapseln.

    Ja, es ist schon richtig, wenn du so viel trinkst, solltest du tatsächlich alle 3 Std. die Neoblase leeren, ich katheterisiere mich auch alle 3 Stunden, damit ich den BE so einigermaßen im Gleichgewicht halte, ist aber bei mir stets im Minusbereich, weil ja für den Pouch Dickdarm verwendet wurde und der resorbiert natürlich ordentlich die saueren Substanzen aus dem Urin zurück.

    Alles in allem hast du aber vollkommen recht - immerhin kannst du leben, versuch es dir so schön wie möglich zu machen und melde dich immer wieder mal hier.

    Lass es dir gut gehen.


    LG Gabi

    Liebe Maggi,


    13 Jahre ohne grossartige Komplikationen - ich kann dir nur gratulieren.


    Trotzdem lese ich mit Interesse über die Probleme, die uns Pouchis immer wieder mal treffen. Gerade das Einführen des Katheters gestaltet sich bei den Pouchis öfters mal schwierig, weil der Stomaeingang vernarbt und/oder zu eng wird durch wiederholte Schleimhautverletzungen und kleinen Blutungen durch den Katheter. Auch kann sich der gesamte Pouch mit der Zeit etwas verlagern, z.B. durch Verwachsungen im Bauchraum, was dann zu einem anderen Einführungswinkel für den Katheter führen kann.


    Narbenhernien treffen aber nicht nur uns Pouchis, genauso betroffen können alle Patienten sein, die im Bauchraum operiert worden sind. Oft ist schwaches Bindegewebe oder schweres Heben über einen längeren Zeitraum die Ursache dafür.


    Deine Ausführungen haben mich schon etwas zum Nachdenken gebracht, da ich ja selbst eine Narbenhernie unterhalb des Nabels habe, die zum Glück noch nicht mit Darmschlingen gefüllt ist, sondern nur Fettgewebe enthält, d.h. die innerste Schicht ist noch intakt.

    Es gibt wenige Mitglieder hier, die bisher keine Probleme/Komplikationen hatten.

    Aber wir haben unserem Mitbewohner die Stirn gezeigt und gekämpft. Alles andere erledigen wir doch mit einem Augenzwinkern ;), auch wenn es dem ein oder anderen manchmal schwer fällt und im Moment nicht gerade zum Lachen zumute ist. Wir dürfen leben und hoffen, daß dieser Krebs sich nie mehr wieder blicken lässt.

    Genießen wir das Leben so wie es ist, jeder Tag ist ein Geschenk.


    Ich wünsche dir alles erdenklich Gute für die bevorstehende OP.index.jpg LG Gabi


    Hallo Mopedfahrerin,

    rauchfrei bin ich seit mir der Urologe im Januar 2013 noch vor der TUR-Blase wörtlich ins Gesicht gesagt hat:

    Sie haben Blasenkrebs, die Blase muss raus, die linke Niere ist tot, die muss auch raus.

    Rauchen Sie?

    Ich sagte ja, er darauf: Dass alles kommt vom Rauchen, Sie werden mindestens 1/2 Jahr ausfallen.

    Ich war so geschockt, dass ich ab diesem Moment keine Zigarette mehr geraucht habe, meine angefangene Packung liegt noch heute im Schrank. Bis dato rauchte ich ca. 15 Zigs täglich. Ich hatte keine Entzugserscheinungen und bis heute kein Verlangen nach Zigs.

    Bei mir hat es einfach "klick" gemacht - zum Glück. Eine Nebenwirkung: Mein Gewicht ging nach oben ?(;), nun ja, damit kann ich leben.

    Halte durch, es tut einfach gut auf diese Glimmstängel zu verzichten.

    " Jede Zigarette bedeutet einen weiteren Sargnagel" diesen Spruch sagte mein Onkel sehr oft zu mir, der als Krankenpfleger auf einer Station für Lungenkrebspat. arbeitete.

    Daran muss ich oft denken.

    Für mich hat sich der Verzicht schon gelohnt, immerhin habe ich schon 5 Jahre seit meiner Diagnose überlebt.


    LG Gabi

    Bei Irmgard K. sehe ich vorwiegend das Problem mit den Augen und das Alter.


    rainer , ein pT2, G3 schliesst grundsätzlich die Pouchanlage nicht aus ( bei mir war es ja letztendlich sogar ein pT4a)

    Ich war sehr froh darüber, eine Klinik gefunden zu haben, die mir damals mit 53 Jahren diese Alternative angeboten hat. Nicht jeder kann in jungen Jahren mit einem Urostoma umgehen.

    Insofern muss ich Löwe recht geben.


    Natürlich hast du recht, entscheiden tut der Patient und der Operateur schaut, was machbar ist.


    Schönen Sonntag noch. Ich geh jetzt meine 1000 mtr. schwimmen ;-)


    LG Gabi

    Liebe Irmgard,


    grundsätzlich rate ich dir in Anbetracht deines Alters und auch deiner schlechten Augen ebenso zum Urostoma. Viele Mitglieder hier kommen damit bestens zurecht und die Operation an sich ist auch nicht so belastend - es kommt auch auf deinen eigenen Gesundheitszustand an.


    Ich will dir hier nur kurz die Pouchvariante erläutern:

    Bei Befall der Harnröhre und/oder Scheide sind Pouchoperationen eine Alternative zum Urostoma (gerade wenn man jünger ist) und wenn man keine Neoblase mit natürlichem Ausgang bilden kann. Die Pouchanlage ist eine sehr schwierige, aufwendige und langandauernde Operation, bei der eine neue Blase (Pouch) aus einem Darmsegment und ein neuer, dichter Ausgang sogenannter Nippel (meist Nabelstoma) hergestellt werden muss. Diese Operationstechnik beherrschen immer weniger Urologen, die Tendenz geht hier eindeutig zum leichter händelnden Urostoma.

    Die Komplikationsrate, Revisionsoperationen und Probleme (lt. meinem Operateur) sind beim Pouch aber deswegen nicht höher als bei anderen Ableitungen.

    Hier gibt es sehr gute Beispiele von Löwe und HansS , der auf der ganzen Welt unterwegs ist und sehr gut mit dem Pouch zurecht kommt.

    Ich persönlich finde es schade, daß man gerade jüngeren Patienten diese Alternative nicht mehr so gerne anbietet, sondern gleich auf ein Urostoma ausweicht.


    Ich selbst habe einen Indiana-Pouch mit 53 J. bekommen. Mein Befund nach der TUR-Blase war wie bei dir mind. pT2, G3 (weiteres s. meine Signatur unten). Der aufklärende Urologe sagte damals zu mir, daß ich bestimmt wieder im Meer baden will und sie nach Möglichkeit versuchen werden, mir eine Pouchblase zu basteln. Nun heute bade ich im Meer, 1000 Meter schwimmen ist bei mir tägliches Trainingsprogramm, ich gehe wandern und fahre Fahrrad und bin auch so recht aktiv. Den Pouch muss ich alle 3-4 Std. über das Nabelstoma (Nippel) katheterisieren. Gelgentlich ist das Nabelstoma bei mir undicht, damit kann ich aber gut umgehen.


    Ich wünsche dir weiterhin alles Gute.



    LG Gabi

    Es ist eben ein Urothelkarzinom. Die sprechen insgesamt nicht so gut an auf Gem/Cys. Da die HIPEC auch daraus besteht überlege ich noch.

    Liebe Claudia,

    wer hat denn diese Aussage getroffen?


    Ich selbst hatte ebenso ein Urothelkarzinom, es war ein Pt4a, G3, L1, V1 und Pn1 und ich bekam 4 Zyklen GEM/Cis adjuvant, das ist jetzt 5 Jahre her. Meine bisherigen engmaschigen Labor- und MRT/CT Kontrollen waren bis jetzt immer in Ordnung.


    Es mag zwar vorkommen, daß Chemotherapien bei einzelnen Personen nicht mehr ansprechen, aber verallgemeinern kann man diese Aussage nicht. Eine platinbasierte Chemotherapie wird bis heute immer noch empfohlen und das ist ja in dem GEM/Cisplatin Schema gegeben.


    Hier der Link zum Leitlinienprogramm Blasenkrebs (ab Seite 212 findest du alles über neoadjuvante und adjuvante Chemotherapie) nur zur INFO

    https://www.google.de/url?sa=t…Vaw0-X4gl9BqfwNF48ao92NIO


    Inwieweit bei dir dieses Chemoschema anspricht,kann ich nicht beurteilen. Hier hilft wirklich nur ein ausführliches und beratendes Gespräch mit deinen behandelnden Ärzten.


    Ich drücke dir hierfür die Daumen und wünsche dir alles, alles Gute.


    LG Gabi

    Mich überrascht es doch sehr, wie schnell hier über einen Menschen geurteilt wird, dessen Operation gerade erstmal 4 Wochen zurückliegt.

    Nicht immer gelingt es, diese schwere Operation (und wir wissen alle, daß dies eine der größten urologischen Eingriffe ist) seelisch und auch körperlich sofort zu verarbeiten. In diesem Fall trifft ja Beides zu: einmal die große Gewichtsabnahme und die Appetittlosigkeit und zum anderen dieses Unverständnis und Wut- und Schreiattacken gegenüber Elli.

    Ich habe solche Situationen sehr häufig in meinem Beruf erlebt, gerade ältere Menschen erkennt man in ihrer Verhaltensweise nicht mehr wieder, die Angehörigen sind geschockt und reagieren mit Unverständnis, ich kann das sehr gut verstehen und auch nachvollziehen. Dennoch geht es hier um einen 70jährigen, der eigentlich als lieber Mensch beschrieben wird, und jetzt in eine Ausnahmesituation gekommen ist. Im Moment wird er sehr mit seinem Schicksal hadern und nicht begreifen, warum ausgerechnet ihm das Ganze passiert ist. Ich glaube, er fühlt sich selbst nicht wohl.

    Wir kennen diese Ohnmachtsgefühle, dieses "nicht - begreifen - wollen", dieses "warum - gerade - ich". Ich will damit das Verhalten nicht entschuldigen und kann es auch nicht tolerieren, aber ich kann es auch ein Stück weit nachvollziehen und verstehen.

    Viele hier werden jetzt den Kopf schütteln, es ist eine andere Sichtweise - ich weiß das.

    Ich selbst kann mich noch sehr gut an das Jahr nach der Operation erinnern. Ich dachte damals, ich erlebe das Jahr 2014 nicht mehr, teilweise war ich zutiefst traurig und dann wieder so voller Fragen und hilflos der Situation ausgeliefert. Zum Teil entwickelte ich einen Tatendrang, wollte dies und das noch erleben und dann wieder zog ich mich zurück oder reagierte empfindlich und zickig auf meine Umwelt. Ich hatte oft so ein Ohnmachtsgefühl, hing irgendwie in der Luft, fragte mich, wozu das alles gut sein soll. Mein Mann und meine Kinder merkten schon, daß ich mich veränderte. Mir halfen viele Gespräche, auch mit dem Hausarzt, Onkologe und Urologe. Das Beste war und ist bis heute aber tatsächlich meine Familie - mein Mann, die Kinder, die Enkelkinder - die verständnisvoll und liebevoll hinter mir standen/stehen wie ein Fels in der Brandung.

    Liebe Elli,

    ich bin froh, daß du dich hier angemeldet hast. Hier kannst du dir vieles von der Seele reden und bekommst Verständnis - auch von mir, das darfst du mir glauben.

    Ja, nimm dir die Auszeit und genieße sie, schalte einmal ab und habe dabei kein schlechtes Gewissen. Dein Lebensgefährte ist in der AHB gut aufgehoben und bekommt dort sicherlich auch die nötige Hilfe und Ansatzpunkte, die er braucht, um das Ganze zu verarbeiten.

    Bitte bleib stark.


    Ganz liebe Grüße Gabi

    Liebe Sandy,


    auf Grund deiner Vorgeschichte wird sich diese Operation voraussichtlich schwieriger gestalten. Wahrscheinlich hast du Verwachsungen im Bauchraum, die schon zu einer längeren Operationsdauer führen können. Bis diese Verwachsungen gelöst worden sind und die eigentliche OP beginnen kann ist die OP-Dauer von 10 - 12 Std. sehr realistisch.

    Lass dich aber nicht entmutigen, ein erfahrener Chirurg weiß damit umzugehen.

    Ja, futtere dir ein paar Kilo an, wenn du so zierlich bist. Jetzt im Sommer kannst du Eis, Cappuccino, Erdbeertorte mit Sahne, Grillspezialitäten, gute Salate, Bier oder Radler, Limo und alles was dir schmeckt genießen. Da beneide ich dich fast schon ein bisschen, ich muss da schon etwas aufpassen.;)

    Geh schwimmen, spazieren oder fahre Fahrrad, damit deine körperliche Beweglichkeit erhalten bleibt und dein Herz-Kreislaufsystem gestärkt wird, denn nach der Operation ist man in der Bewegung zunächst eher eingeschränkt und der Kreislauf macht schnell schlapp.

    Was das Essen betrifft:

    In der Regel kannst du bis 1 Tag vor der Operation alles essen was du möchtest. Am Tag vor der Operation findet ein Abführtag statt, hier bekommst du lediglich noch etwas Gemüsebrühe oder klare Suppe zum Essen, ansonsten nur noch Tee/Wasser.

    Nach der Operation bekommt man zunächst Tee, Zwieback, Suppe. Je nach Befinden setzt man den Kostaufbau mit leichter Schonkost weiter.

    Vielen von uns bekam der Kostaufbau nicht. Der Darm spielt "beleidigt", kein Wunder, an ihm wurde manipuliert und gezogen, da fällt es ihm zunächst nicht leicht, die normale Verdauungsfunktion aufzunehmen. So kann es nach mehreren Tagen nach der Operation zu Erbrechen und einem aufgeblähten Bauch kommen, es zeigen sich Symptome wie bei einem Darmverschluss, die dem auch sehr nahe kommen - der Darm wirkt auch wie gelähmt. Aber auch das bekommt man in einer erfahrenen Klinik wieder in den Griff.

    Ich schreibe dies aus eigener Erfahrung, es geht halt einen Schritt vor und zwei Schritte zurück, aber es ist machbar und auch zu schaffen.

    So etwa 1 Woche nach der Operation hat sich bei mir die Verdauung eingependelt, mit der Mobilisation ging es langsam aber stetig aufwärts, so nach 2 Wochen konnte ich bereits Treppen steigen und auch in den Garten gehen. Nach 25 Tagen Klinikaufenthalt wurde ich entlassen und 1 Woche später ging ich zur AHB für 3 Wochen. Alles in allem war ich nach der AHB relativ fit.

    Ich bekam anschließend eine Chemotherapie, die mich nochmals gesundheitlich zurückwarf, daß ist aber eine andere Geschichte.

    Mir geht es seit 4 Jahren richtig gut und ich genieße mein Leben mit Schwimmen, Wandern, Fahrrad fahren, Urlaub am Meer oder im Gebirge und mit meiner Familie. Natürlich war es ein großer Einschnitt in meinem Leben und auch der Pouch zickt hin und wieder und ist nicht ganz dicht, ich habe mich mit der Situation abgefunden und arrangiert und bin so froh, daß ich lebe - ANDERS aber ZUFRIEDEN.

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    LG Gabi

    Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, wenn du einen Dauerkatheter für ein paar Tage bekommst. Dann beruhigt sich alles und du kannst einen neuen Anfang mit dem ISK wagen. Achte aber darauf, daß der Urin gut abfließen kann, da ja im Pouch viel Schleim gebildet wird. Deshalb rate ich dir, den Katheter mindestens 2 x täglich durchzuspülen z. B. mit isotonischer Kochsalzlösung im Faltenbag (https://www.google.de/url?sa=t…Vaw1asVQ0cu5nGM-pe5OSKhAk)


    Falls alles nicht zum gewünschten Ergebnis führt, kontaktiere die Klinik die dich operiert hat. Die Urologen dort sollten dir weiterhelfen können.


    Weiterhin alles Gute


    LG Gabi

    Liebe luziekatze,


    am Anfang ist es häufig so, daß man mit dem Katheter sehr schwer in den Stomaeingang kommt. Da ist sehr viel Geduld und Übung erforderlich. Ich spreche aus Erfahrung, denn diese Probleme hatte ich am Anfang auch und ich habe Bl.... und Wasser geschwitzt, teilweise hat der ISK 10 Minuten gedauert bis ich endlich im Pouch war.


    Zunächst musst du mal für dich herausfinden, wie es dir leichter fällt dich zu katheterisieren - im Stehen oder im Sitzen. Mittlerweile kann ich beides, aber vorzugsweise kathetere ich mich im Sitzen.

    Auch die Richtung, wie du den Katheter einführst ist von Belang, meist geht es erst in Richtung rechte Seite zum Unterbauch hin, dann spürst einen kleinen Widerstand, hier schiebst du den Katheter vorsichtig drüber und weiter vor, aber auch das ergibt sich erst nach einiger Zeit aus Erfahrung heraus.

    Dann sollte die Größe passen, anfangs hatte ich mich auch mit 14 CH katheterisiert, bin aber relativ bald auf 12 CH umgestiegen. Da ich mit Katheter mit Nelatonspitze stets am Stomaeingang abgerutscht bin wechselte ich auf Katheter mit Tiemannspitze (gebogene Spitze), die sich besser führen lassen.

    Vielleicht kannst du dir auch ein Gleitgel, daß man in den Stomaeingang gibt, besorgen, daß erleichtert das Einführen des Katheters.

    Ich benutzte anfangs auch eine Plastikklemme, mit der ich den Anfang des Katheters besser fixieren und führen konnte.

    Zu der Urinmenge - wieviel trinkst du denn so tagsüber? Meine Trinkmenge liegt so bei 3 ltr./Tag und ich katheterisiere regelmäßig alle 3 Std., manchmal muss ich auch zwischendurch kathetern, der Pouch meldet sich, wie du schon beschrieben hast mit Druckgefühl und ich selbst fange an zu schwitzen und werde unruhig.


    Also du siehst, es gibt soviele Probleme aber auch Möglichkeiten, du musst etwas ausprobieren und habe einfach etwas Geduld. Aller Anfang ist schwer. Hör auf dein Bauchgefühl, evtl. muss du dich auch öfters katheterisieren. Und nimm dir die Zeit, die du brauchst, auch wenn es für dich lang vorkommt, rumstochern ist die weniger gute Alternative - das setzt kleine Blutungen und verursacht Schwellungen.


    LG Gabi

    Liebe Mila,

    ich kenne das Problem. Ich war letzten Sommer auch akut wegen starken rechtsseitigen Unterbauchbeschwerden in der Notaufnahme. Ich konnte wegen der starken Schmerzen kaum aufrecht gehen. Man fand keine Ursache dafür, die Laborwerte und Urin und Ultraschall waren in Ordnung. Man erklärte mir, dass durch Blähungen, Unverträglichkeit auf bestimmte Speisen oder kleinen Entzündungen der Darmschleimhaut es zu Darmirritationen kommen kann. Die betroffene Darmschlinge schwillt dann an oder verkrampft sich und dadurch wird ein Zug auf das Bauchfell ausgeübt, was dann genau solche Schmerzen auslösen kann.

    Meine Behandlung war über 3 Tage eine Dauerableitung des Pouches, um hier den Druck auf das Darmstück zu nehmen und krampflösende Schmerzmittel (Buscopan plus). Wärme hat mir auch geholfen. Seither hatte ich keine Probleme mehr.


    Vielleicht hilft dir meine Erfahrung weiter und ich freue mich für dich, dass bei der Untersuchung nichts Weiteres gefunden wurde.

    LG Gabi

    Liebe Heuschrecke,


    erst mal herzlich willkommen hier bei uns im Forum.


    Ich muss dir sagen, daß du Glück hast, so einen guten, aufmerksamen Hausarzt zu haben. Es muss nichts sein, aber dein HA handelt sehr verantwortungsvoll und behandelt nicht einfach auf Blasen- oder Niereninfekt mittels Antibiotika.

    Natürlich verstehe ich deine Angst und wie du schon schreibst GOOGLE ist Fluch und Segen zugleich. Du musst dich aber nicht verrückt machen - wichtig ist doch, daß du zu einem Facharzt kommst.

    Jetzt warte erst mal den Termin beim Urologen ab. Dort wird mit Sicherheit ein erneuter Urinstatus gemacht und auch ein Ultraschall der Nieren und Blase findet statt. Manche Urologen führen auch gleich eine Blasenspiegelung durch (dies geht in der Praxis). Dann werden wir sehen, was die Befunde ergeben und wir dir noch weiterhelfen können.

    Für Mittwoch wünsche ich dir erstmal alles Gute.


    LG Gabi

    Lieber Carlo,

    du machst hier niemanden verrückt oder unsicher.

    Die Chemotherapie greift nicht nur die Krebszellen an, sondern auch die gesunden Zellen. So verändern sich die Blutwerte während der Chemotherapie drastisch.

    Bei mir hatte das zur Folge, dass ich Blutkonserven und Granozyte

    ( knochenmarkstimmulierendes Medikament) benötigte und auch mein Haar dünner wurde. Ausserdem stellte ein Neurologe eine Polyneuropathie an beiden Fusssohlen

    fest, an der ich heute noch leide. Diese Sensibilitätsstörung ist ebenso auf die Chemotherapie zurückzuführen.

    Ausschliessen lassen sich solche Nebenwirkungen leider nicht.

    Dass du jetzt ausgerechnet eine Leukämie bekommst macht mich traurig und ich hoffe, dass du in guter ärztlicher Betreuung bist.

    Bleib stark

    LG Gabi

    Liebe Mona1710,


    möglich ist ziemlich viel.

    Ich denke, daß hier aber primär dein Operateur, der dir die Neoblase gebastelt hat, der wichtigste Ansprechpartner sein sollte. Er kennt dein Inneres und weiß genau, ob ein Pouch bei dir machbar ist.

    Diesen Weg kann dir niemand abnehmen und ich möchte hier auch keine unseriösen Ratschläge geben.


    Was sagt denn dein Urologe zu deiner andauernden Inkontinenz? Hat er keinen Rat für dich?


    LG Gabi

    Hallo Michaela

    Na, das geht ja schnell. Ich hätte dir gerne noch 1 Woche in der Klinik gegönnt, liebe Michaela. Da verstehe ich es ganz gut, daß es dir zum Heulen ist.

    Sieh es jetzt einfach positiv: für eine Überbrückung ist erst mal gesorgt und die Klinik, in der du die AHB machst, ist dir bekannt.


    Verliere jetzt nicht deinen Mut, du hast jetzt einiges hinter dir und es kann nur noch vorwärts und aufwärts gehen.

    https://www.forum-blasenkrebs.net/wcf/index.php?attachment/5842-betrachte-immer-die-helle-seite-jpg/ Ganz liebe Grüße Gabi

    Liebe Mila,


    akzeptiere den Bescheid nicht und lege Widerspruch ein. Einde Reduzierung von 100 auf 50 Prozent ist schon gewaltig. Die vielen Revisionsoperationen und die dadurch entstandene psychische Belastung sollte hier berücksichtigt werden.


    Ich glaube wolfgangm hat auch Widerspruch mit entsprechenden Begründungen eingelegt und den GdB von 100 % behalten können.


    LG Gabi