Beiträge von rainer

    Nun, nach meiner Neoblasenoperation haben mich diese Teile links und rechts genervt. Rauskommen tun sie etwas oberhalb des Schambereichs mittig, dort werden sie direkt in einen Urinbeutel geführt. Ich konnte nur auf dem Rücken liegen, links und rechts ging nicht, fühlte sich an wie Stacheldraht in der Lende.. wie gesagt, das fühlt jeder anders, einige bemerken sie gar nicht, jeder Chirurg hat da so seine Ideen.


    Gruss

    Hallo Moos1408 ,

    Um auf deine Frage bezüglich der Harnleiterschienen zurück zu kommen. Diese Schienen sind dünne Schläuche aus Plastik welche von den Nieren nach außen in einen Beutel münden. Eingesetzt werden diese nach einer Operation (Neoblase, Pouch, vermutlich auch Stoma) um die neue Harnableitung für einige Tage (ca. 10) zu schonen. Harnleiterschienen werden auch gesetzt wenn der Abfluss Harn aus Niere in die Neoblase gestört ist, nicht richtig verheilt, undicht ect..

    Hoffe, das langt als Erklärung.


    Gruß Rainer


    Siehe auch


    Harnleiterschiene

    Hallo karl_dd ,

    Das Mitglied JT137 war hier schon seit 14 Tagen nicht mehr online, er wird wahrscheinlich, wie so viele hier, nach einem Beitrag auch nicht mehr auftauchen und somit deine Frage nicht beantworten.


    Warum in einigen Fällen eine Neoblase katheterisiert werden muss könnte zwei Gründe haben.

    Erstens, es bleibt zu viel Restharn in der Neoblase zurück, das wird in den meisten Fällen durch ein Ultraschall festgestellt.

    Zweitens, es hat sich eine Darmfalte der Neoblase vor die Harnröhre gelegt und versperrt somit den Ausgang. Das kann passieren durch Überdehnung der Blase, zu starke Beanspruchung z.B. Extremsport oder eben auch durch eine nicht sauber durchgeführte Operation.


    Wie man das feststellt, ich denke das hat jeder im Gefühl, ein Druck, ein Ziehen..


    Gruß Rainer

    Hallo JuHen ,

    ich selbst wurde offen operiert, damals gab noch kein DaVinci. Vor einigen Jahren hab ich mir aber eine DaVinci OP (als Film) im Aachener Uniklinikum angesehen. Vorgeführt und im Detail erklärt wurde das ganze von Herrn Dr. C. Bach.


    Siehe auch hier: Hier klicken


    Ob die eine oder andere Methode zu besseren Ergebnissen führt hängt ganz vom Einzelfall ab. Grob gesagt, ab pT3 , pT4 ist eine offene Operation wegen dem Sichtfeld besser geeignet.. Die OP Dauer ist in beiden Fällen etwa gleich, der Blutverlust ist bei DaVinci auf jeden Fall geringer, insgesamt eine geringerer Patientenbelastung, keine große Narbe, weniger Schmerzen und damit zu schnellerer Erholung. Das Ergebnis der Kontinenz ist in beiden Fällen gleich, aber wie gesagt, alles ist individuell je Patient, je Diagnose zu betrachten.

    Hallo MatUlm ,

    du hast Blasenkrebs und du hast uns im Internet gefunden. Wir sind die größte Blasenkrebs Community im deutschsprachigen Bereich, eine Community die sich gegenseitig mit Rat und mentaler Unterstützung hilft.. Wir sind keine Ärzte, kein Fachpersonal, wir sind Betroffene wie ihr selbst. Egal ob du Angehöriger oder Betroffener bist, wir sind füreinander da.


    Deine OP ist gerade mal 18 Tage her, da kann man noch nichts großes erwarten. Jetzt solltest du dich erst einmal darauf konzentrieren das der Darm zur Ruhe kommt, vorher hat das mit den Übungen überhaupt keinen großen Zweck. Wie du das hinbekommst, sorry, ich denke das ist relativ individuell. Eventuell melden sich hier noch andere die ähnliche Probleme hatten, eigentlich haben alle Neoblasen operierten anfänglich Probleme mit dem Darm die jeder unterschiedlich in den Griff bekommen hat.


    Ich selbst hatte auch erhebliche Probleme, selbst noch in der Anschlussheilbehandlung (Bad Wildungen), nach 3 Tagen Schonkost gings mir richtig übel, Krämpfe und Verstopfungen, erst als ich die Küche um Vollkost gebeten hatte und auch bekommen habe (das war mein Darm gewöhnt) gings mir Tag für Tag besser.

    MatUlm, das soll jetzt auf keinen Fall heißen das du ab sofort Vollkost zu dir nehmen sollst, du mußt dich da langsam rantasten und ausprobieren, es ist eben ein Risiko.


    Erst wenn es dir Richtung Darm besser geht, erst dann sollte man ernsthafter mit dem Beckenbodenübungen beginnen. Lese dir das Hier klicken mal genau durch.


    Was man darf / nicht sollte in Richtung Ernährung: Hier klicken


    Gleichzeitig empfehle ich ein Protokoll (ein, zweimal am Tags sollten reichen) über deine Urinausscheidungen zu führen, also wieviel kannst du in der Neoblase halten bevor es von allein kommt. Hier wird es mal besser, dann gibts aber auch wieder Rückschläge, nur nicht aufgeben. So kontrollierst du selbst wie sich langsam aber sicher das Ergebnis verbessert. Mal sind es nur wenige Milliliter je Woche , mal gehts auch wieder rückwärts, wenn du bei 180 ml angekommen bist hast du schon sehr gute Fortschritte gemacht. Letztendlich wird es bis zu einem Dreiviertel Jahr dauern, mal kürzer mal länger, bis du bei 400-450 ml angekommen bist. Du schaffst das, und bitte, mit dem Training nicht übertreiben, das geht in die Hose. Man kann auch Zuviel machen, das ergibt dann einen Muskelkater, dann mit dem Training für 2-3 Tage aufhören.


    Gruß Rainer

    Hallo JuHen,

    zweifellos ist die DaVinci Operationsmethode die schonendere Art die Blase zu entfernen. Wir haben hier eine wesentlich kleinere OP Wunde, einen geringeren Blutverlust, die Dauer der DaVinci OP gegenüber einer offenen OP ist die gleiche, ca. 7-8 Stunden. Von einer Metastasenverschleppung bei DaVinci, also gemeint sind wohl losgelöste Krebszellen die sich dann im Körper als Micrometas auf den Weg machen, habe ich noch nie gehört. Die Blase wird im Körper zerlegt und direkt noch im Körper in Beutelchen verpackt und herausgezogen. Wäre der Tumor ein pT3x, dann wäre es eine Überlegung wert statt DaVinci die offene OP vorzuziehen, hier ist das Sichtfeld sehr entscheidend.


    Was mich wundert ist das du von Kontinenz sprichst, wollte ihr einem 71 ´jährigen noch eine Neoblase zumuten ? das wäre eine sehr sportliche Entscheidung. Eine bessere Kontinenz verspricht weder die eine noch die andere Operationsmethode, das ist völlig individuell.

    Dringender Tip von mir: Denkt noch einmal über die Harnableitung nach, in dem Alter wäre meiner Meinung nach ein Urostoma der wesentlich bessere und sichere Weg.


    Gruß Rainer

    Was sagen unsere Nutztungsregeln ? denen jeder neue User zustimmen muß bevor er Mitglied werden kann.


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    Gruß Rainer

    Nun, wollen wir mit dieser Frage nicht das Thema von Erwin verwässern. ED ? ich hab nichts anderes als ED (Medizinischer Begriff) gefunden. Ob die das bei der TUR-B festgestellt haben oder was ? keine Ahnung. Dazu sollte man eventuell den Autor befragen.

    Diese Fragen werde ich heraustrennen, extra Thema.

    Hi Akili ,

    mit 65 eine Neoblase ? ich sehe es so, das 65 hart an der Grenze liegt. Wäre ich 65, ganz erhrlich, ich würde mich fürs Stoma entscheiden. Warum? es dauert Monate bis man tagsüber zu 100% trocken wird, nachts werden 95% aller Neoblasen nie trocken.. mit eine Stoma schläft man durch, kann alles an Sport machen was man vorher auch gemacht hat, OP Zeit kürzer.. und falls du mal gepflegt werden mußt, ist ein Stoma, auch für Pflegekräfte ganz leicht zu handhaben.


    Ich war damal 54, also knappe 10 Jahr jünger als du es heute bist. Da hab ich mich für die Neoblase entschieden.. Aber wie gesagt, entscheiden mußt du, ich will dir die Neoblase nicht ausreden.


    Gruß Rainer

    Hallo Akili ,

    das erging hier vielen anderen genauso. Das trifft einen wie der Blitz aus heiterem Himmel. Erst etwas Blut, Hausarzt, Antbiotika, anders AB, dann Uro, Ultraschall, Blasenspiegelung, TUR-B. Blase futsch, Hurra wir leben noch. Bei mir ist es jetzt 17 Jahre her das ich Besitzer einer Neoblase wurde. Bis jetzt hat sie gut durchgehalten und bin äusserst zufrieden mit ihr.

    Gruß Rainer