Beiträge von Michaela W.

    Liebe Sonja,


    danke für Deine tröstenden Worte. Ich kann Dich und Deine Situation so gut verstehen, sehe gerade viele Parallelen und natürlich hoffe und wünsche ich auch für euch alles Gute und viel Kraft.


    So einen Notrufknopf hat meine Mutter auch schon :-) Leider hat sie bei ihrem letzten schweren Sturz nicht daran gedacht und es total vergessen. Aber glücklicherweise kamen ihr Nachbarn zu Hilfe.


    Ansonsten kommt täglich mindestens 2 - 3 Mal jemand bei ihr vorbei, Pflegedienst morgens und abends plus wir Kinder, Putzfrau oder Freunde. Tägliche anrufe sowieso.


    Natürlich spreche ich ständig mit meiner Mutter über ihre Situation und mache weitere Hilfsangebote, die sie aber leider schon oft abgelehnt hat. Da sie das Haus nicht mehr verlassen kann habe ich ihr zum Beispiel angeboten einen Rollstuhl zu besorgen und sie spazieren zu fahren wenn ich da bin. Aber ich glaube ihr Stolz hindert sie daran. Sie sagt dann immer "ach, jetzt noch nicht, lass mal noch ein paar Tage abwarten", ich denke mir dann nur meinen Teil, auf was will sie warten, es wird nicht besser werden.


    Aber es ihr Wunsch und ich respektiere das.


    Euch alles gute!

    Liebe Sana,


    vielen Dank für deine sehr lieben Worte. Ja, die Diagnose kam vor etwa 3 Jahren, kurz vor Weihnachten. Da hieß es, meine Mutter hätte noch etwa 3 Monate, wenn sie sich nicht operieren lässt. Es sind nun fast drei Jahre mit Höhen und Tiefen geworden.


    Meine Mutter war leider noch nie eine besonders Lebensbejahende Person. Sie hat viele Tiefschläge im Leben erlebt.


    Ich bin da Gott sei Dank anders. Ich liebe das Leben und versuche aus allem die positiven Seiten zu sehen. Auch wenn es mir jetzt gerade schwer fällt. Aber irgendwann wird es auch wieder besser :-)


    Liebe Grüße

    Michaela

    Hallo,


    vielen Dank für euren tollen Zuspruch, es hilft ein bisschen für Klarheit zu sorgen wenn man sich mit ebenso betroffenen austauschen kann.


    kalif : Nein, es ist für mich nicht "in Ordnung" wenn meine Mutter irgendwo hilflos liegt, bitte lies meinen Post noch einmal genau. Ich schrieb das mir nicht wohl dabei ist, das ich aber auch nicht über ihren Kopf hinweg entscheiden möchte.

    Meine Mutter hat selbst ihre Eltern gepflegt und weiß genau was Masse ist. Da ist sie noch bei sehr klarem Verstand und weiß genau was sie will.


    Ja, es gibt eine Vorsorgevollmacht aber solange sie noch klare Entscheidungen treffen kann, werde ich sie nicht entmündigen!


    Sie hat Angst vor Ärzten und Krankenhäusern, zu viel ist schon passiert mit ihr in den letzten Jahren, wenn sie nur weiß das wir in zwei/drei Tagen einen Arzttermin haben und sei er auch noch so harmlos, verfällt sie in Depressionen. Ist der Termin vorbei blüht sich regelrecht auf.


    Wir haben es ja jetzt schon so organisiert das sie nie den ganzen Tag alleine ist, sondern das mindestens 2-3 Mal am Tag jemand nach ihr schaut. Zusätzlich telefoniere ich einmal am Tag mit ihr.


    Ich weiß über die verschiedenen Möglichkeiten Bescheid, es ist für mich aber keine Option Pflegezeit oder ähnliches zu nehmen. Ich brauche meine Arbeit auch für mich, sonst drehe ich durch.

    Ich habe schon einige liebe Menschen beim sterben begleitet, meine Großeltern mit gepflegt, da war ich gerad mal um die 20 Jahre jung. Ich habe meinen Opa, meine Oma und meinen Stiefvater (Lungenkrebs) beim sterben begleitet. Ich habe Angst, einfach nur Angst vor dem was noch kommt. Es ist einfach schrecklich der eigenen Mutter beim langsamen sterben zuzusehen, wie sie immer weniger wird und leidet und zu wissen das man nichts weiter tun kann.


    Liebe Grüße

    Michaela

    Danke für eure ehrliche Einschätzung. Ja, mir ist auch nicht wohl bei dem Gedanken das sie evtl. irgendwo bewusstlos liegt, aber ich kann und will auch nicht über ihren Kopf hinweg entscheiden.


    Ihre Meinung ist, dass wenn sie irgendwo liegt, das dann eben so ist und es dann vielleicht ja auch "endlich" zu Ende mit ihr ist. Sie hat keinen Lebensmut mehr. Irgendwie kann ich das auch verstehen, sie möchte sterben, sie hat genug gelitten. Immerhin konnte ich sie jetzt überreden nochmal ihren Hausarzt aufzusuchen, ein kleiner Hoffnungsschimmer in der Hoffnungslosigkeit.


    Dieser Schritt in ein Hospiz zu gehen fällt so unendlich schwer, man weiß eben genau das es die letzte Station im Leben sein wird und das ist verdammt hart, auch für mich.


    Ihre Wohnung ist so klein, da kann keine zweite Person wohnen und zu mir kommen möchte sie nicht. Sie will uns nicht noch mehr belasten, was ich ihr auch irgendwie hoch anrechne. Denn auch bei mir zu Hause könnte ich nicht 24 Stunden für sie da sein, ich bin berufstätig und kann/möchte das nicht aufgeben denn für mich geht das Leben danach auch irgendwie weiter, selbst wenn das egoistisch gedacht sein sollte aber so ist es nun mal.

    Lieber Wolfgang,


    vielen Dank trotzdem für Deinen Input. Im Moment bin ich einfach ziemlich down, ich merke das meine Belastbarkeit auch nicht unendlich ist.


    Ja es war vor vielen Monaten schon einmal jemand vom ambulanten palliativ Team bei meiner Mutter zu Hause. Da ging es ihr aber noch relativ gut.


    Vielleicht sollte ich noch etwas zu unserer (Wohn)-Situation sagen. Meine Mutter wohnt leider nicht im gleichen Ort wie ich. Ich bin Vollzeit Berufstätig, habe Mann, Haus mit Garten und zwei Hunde die ich versorgen muss. Mein Mann ist im Außendienst tätig und hat teilweise sehr lange und auch nicht vorhersehbare Arbeitszeiten, weshalb viel an mir hängt.


    Meine Fahrtzeit zu meiner Mutter beträgt etwa 25 Minuten. Ist jetzt keine riesige Entfernung jedoch hin und zurück auch immer ein gewisser Aufwand.


    Mir ist es leider nicht möglich täglich bei meine Mutter rein zu schauen, dies würde eine völlige Aufgabe meines eigenen Lebens bedeuten und das funktioniert einfach nicht. Auch wenn sich das für den ein oder anderen evtl. hart anhört aber wem nutzt es wenn ich auch zusammen breche.


    Wir haben einen Pflegedienst der morgens und abends bei meiner Mutter vorbei schaut. Ich telefoniere täglich mit ihr und besuche sie zweimal die Woche und unterstütze wo ich kann. Da sie leider nicht mehr aus dem Haus kann werden die einfachsten Dinge schwer. Einfach mal an den Müllcontainer oder an den Briefkasten gehen um nur wenige Beispiele zu nennen. Mein Bruder fährt zusätzlich auch 1-2 mal Wöchentlich zu ihr. Er wohnt auch nicht im Ort. 1x wöchentlich kommt eine Putzfrau und sie bekommt regelmäßig Besuch von einer Freundin.


    Ich glaube daher das eine vollständige palliative Versorgung im häuslichen Umfeld meiner Mutter nicht möglich ist. Sie wäre ja den Tag über immer alleine. Die Vorstellung das ich sie in eine palliative Einrichtung geben muss fällt mir sehr schwer.


    LG

    Hallo ihr lieben,


    ich habe mich schon lange nicht mehr gemeldet, aber immer mal still bei dem ein oder anderen mit gelesen. Es ist viel passiert in dieser Zeit.

    Im März ist meine Mutter schwer gestürzt und hat sich dabei einen Schädelbruch und Nasenbeinbruch zugezogen. Um die Ursache des Sturzes herauszufinden sind wir ständig bei Ärzten und haben immer noch kein Ergebnis. Schlaganfall wurde aber bisher ausgeschlossen.


    Ihr Zustand hat sich seither sukzessive rapide verschlechtert, sie hat Sprachstörungen ist teilweise verwirrt, hat sehr häufig Schwindelanfälle und ist auch mehrfach umgekippt, Gott sei Dank ohne sich größer zu verletzen.


    Teilweise erzählt sie mir das sie es gar nicht mitbekommen hat wenn sie umgekippt ist, einfach ein Blackout hatte und teilweise (das habe ich auch schon selbst miterlebt) fehlt ihr die Kraft und sie fällt einfach um wenn sie sich nicht schnell irgendwo hinsetzen kann.


    Der Tumor ist natürlich gewachsen, das hat eine Nachuntersuchung beim Urologen ergeben, wie sollte es auch anders sein.

    Schmerzen hat sie keine aber sie liegt fast nur noch weil ihr die Kraft fehlt.


    Die Wohnung kann und will sie aktuell gar nicht mehr verlassen und jetzt ist auch noch eine Inkontinenz dazu gekommen.


    Sie weigert sich einen Arzt aufzusuchen, sämtliche Hilfsangebote und Vorschläge von mir diesbezüglich werden abgelehnt, sie ist Momentan wieder depressiv und möchte eigentlich nur noch endlich sterben können. Das Leben so wie es ist, macht für sie keinen Sinn mehr, was ich auch verstehen kann.


    Ich bin nervlich momentan auch ziemlich fertig und dann gibt es auch noch dauernd Ärger mit dem Pflegedienst, Ärzten etc.


    Ich würde mir so sehr wünschen das sie einfach eines Tages/Nachts einschlafen kann und nicht noch in ein Heim/Hospiz umziehen muss.


    Viele Grüße

    Michaela

    Eine Hammer Wandlung, ich war gestern bei meiner Mutter und es ging ihr richtig gut. Sie war voller Freude und Lebenslust und ich habe nicht schlecht gestaunt als sie mir erzählte das sie sogar diese Woche mit einer Freundin in einem Shopping Center war. So habe ich sie schon lange nicht mehr gesehen.


    Die Wandlung zu vor 14 Tagen ist der Wahnsinn und daran habt auch ihr einen Anteil.


    Daher wollte ich heute einfach einmal Danke sagen, Danke das es dieses Forum gibt, das ihr immer wieder mit Antworten und Zuspruch zur Seite steht.

    Ich hoffe dieser Zustand hält noch sehr lange an :-)

    Hallo,


    lieben Dank für Euer Feedback.


    Ihr habt Recht, ich konnte gestern mit dem Arzt sprechen und habe meine Bedenken und die Ängste meiner Mutter geschildert. Er konnte alle Bedenken meinerseits ausräumen und hat mir sehr gute Erklärungen für die Änderung der Medikation gegeben. (Reden hilft ;-))Ich habe jetzt ein viel besseres Gefühl und werde versuchen das meiner Mom auch heute so rüber zu bringen.


    Und ja, der Arzt ist sehr bemüht, besorgt und auch sehr nett, er hat auch eine Zusatzausbildung in Sachen Schmerzmedikamentation (kenne den Fachbegriff leider nicht), von daher gehe ich davon aus, das er weiß was er macht.



    Liebe Grüße

    Michaela

    Guten Morgen,


    kurze Rückmeldung von mir, war gestern bei meiner Mutter, sie hatte Geburtstag, der 74. Es geht ihr wesentlich besser, sie hat wieder Appetit und auch so war sie viel besser drauf. Die Medikamente wirken ;-)


    Allerdings muss ich heute wieder mit dem Arzt sprechen, er möchte die Medikamente gegen Übelkeit absetzen und die "Stimmungsaufheller" die meine Mutter bekommt erhöhen.


    Ich bin ja kein Arzt, aber mal ganz ehrlich, warum die Medikation ändern wenn es einem Todkranken Patienten damit viel besser geht. Meine Mutter hat gestern diesbezüglich auch ihre Ängste geäußert. Ich werde heute daher mit dem Arzt wieder in Diskussion gehen. (Never Change a winning Team) so habe ich es gelernt.

    Oder spielt mir da mein Bauchgefühl einen Streich?


    Es ist anstrengend und, wie ich finde frustrierend wie alte Menschen im letzten Lebensabschnitt um ihre Lebensqualität gebracht werden. Ich werde mich dafür einsetzen das es meine Mama weiterhin möglichst gut geht.


    Grüße

    Michaela

    So, ich bin gespannt, sie bekommt jetzt eine geringere Dosis Morphin, ein Mittel gegen Übelkeit und, falls die Schmerzen zu stark sind ein weiteres Schmerzmittel welches sie nach Bedarf einsetzen kann.


    Ich hoffe es hilft.


    Michaela

    Die Beweggründe sind ständige Übelkeit die ihr das Essen unmöglich macht (sie hat 10 Kilo in den letzten Wochen abgenommen), Schwindel und ein gewisser "Dämmerzustand" der sie daran hindert aktiv zu sein. Sie schiebt das alles dem Morphin zu und hat daraufhin beschlossen es nicht mehr nehmen zu wollen.


    Heut kommt der Arzt, da sie es leider nicht mehr in die Praxis schafft. Ich bin gespannt und werde natürlich bei ihr sein.

    So, die Situation wird gerade nicht leichter. Meine Mutter hat am Donnerstag dann einfach mal beschlossen das Morphin abzusetzen (augenroll) daraufhin hatte sie natürlich am Freitag und am WE starke Entzugserscheinungen. Als ich das Thema SAPV Team am Freitag bei ihr angesprochen habe reagierte sie zunächst erstmal ablehnend und auch den von mir anvisierten Arztbesuch hat sie übers Wochenende mit der Bitte um Bedenkzeit herausgezögert.


    Nachdem es gestern Probleme mit dem Pflegedienst gab habe ich ihr nochmal ins Gewissen geredet. Ich darf heute einen Arzttermin machen, bzw. werde diesen anrufen und gleich mal fragen ob er es nicht auch für sinnvoll erachtet ein SAPV Team jetzt endlich einzusetzen. Ich werde ihn darauf drängen denn ich denke meine Mutter benötigt außerdem auch psychologische Unterstützung.


    Es geht ihr derzeit auch sehr schlecht woran natürlich auch mit der Entzug den sie sich selbst verordnet hat beiträgt. Zusätzlich ist sie sehr Depressiv und redet nur noch davon sterben zu wollen.


    Drückt mir mal die Daumen das ich alles auf den Weg bringe.

    Liebe Lini,


    ich kann dir zwar nicht mit fachlichem Rat weiter helfen, mich aber relativ gut in Deine Lage versetzen. Ich bin gerade in einer ähnlichen Situation, nur geht es um meine Mutter, mit der ich in punkto Schmerzen etc. gerade etwas ähnliches erlebe. Ich möchte versuchen ein SAPV Team einzuschalten, bisher wollte meine Mutter das leider nicht. Ich muss heute nochmal mit ihr in die Diskussion gehen.


    Dein Bericht hat mich sehr bewegt und deshalb ist es mir ein Bedürfnis, Dir und Deiner Familie einfach einmal viel Kraft für die kommende Zeit zu wünschen.


    Alles Gute für Euren Weg.

    Danke Dir! Ich kann immer nur das machen was meine Mutter auch möchte. Bisher verweigert sie sich noch ein bisschen, was ich in Teilen auch verstehen kann.

    Es geht immer einen kleinen Schritt weiter Bergab und das zu akzeptieren ist schwer :-(


    Auf jeden Fall spreche ich heute nochmal eingehend mit ihr.

    Genau den Eindruck habe ich auch, das der Hausarzt überfordert ist.


    Ich muss meine Mutter nochmal genau befragen, sie ist ja auch schon für ein Hospiz vorgemerkt, will aber natürlich aktuell noch nicht dort leben müssen und soviel ich weiß war auch schon mal jemand bei ihr zu Hause.


    Finde ich dort Leute die meiner Mutter vielleicht besser helfen können als der Hausarzt.


    An wen muss ich mich am Besten wenden, kann mir das der Arzt sagen.

    Hallo,


    ich wende mich heute mal wieder mit einer Frage an Euch, über die Suchfunktion bin ich leider nicht fündig geworden. Meiner Mutter geht es zusehends immer schlechter. Ohne Morphium Pflaster und Kortison Tabletten kommt sie nicht hoch. Mit diesen Medikamenten kommt sie zumindest noch aus dem Bett und kann ihren Tagesablauf gestalten. Wenngleich sie auch sehr viel schläft und ruht und natürlich keine großen Aktivitäten mehr leisten kann. Aber immerhin.


    Nun ist es so, dass sie die Morphium Pflaster nicht mehr haben möchte, ihr wäre schwindelig und übel (sie bekommt noch nicht die volle Dosis und das will sie auch nicht). Sie bekommt kein Essen mehr herunter ohne Brechreiz. Die Kortison Tabletten haben bei ihr wieder Blutungen aus der Blase ausgelöst, was sie natürlich sehr ängstigt.


    Habt ihr Erfahrungen mit alternativen Medikamenten (Cannabis etc.) und wollt sie mir schreiben?


    Ich habe meiner Mutter schon gesagt das ich mit ihr zum Arzt gehen will aber sie hat Angst das der sie ins Krankenhaus schickt und sie dort nur mit den selben Medikamenten versorgt wird und es ihr damit auch nicht besser gehen wird. Es ist ein bisschen zum verzweifeln....sie wird immer schwächer und leidet, der Lebensmut hat sie auch verlassen :-(

    Ich war lange nicht mehr hier und hatte nun das Bedürfnis mich mal wieder zu melden.


    Die letzten Wochen/Monate waren ereignisreich, meiner Mutter geht es sukzessive immer ein bisschen schlechter. Nachdem sie Schwächeanfälle hatte mussten wir einen Pflegedienst beanspruchen. Sie hat nun auch einen Pflegegrad.


    Dem Pflegedienst hat sie gesagt das sie genug gekämpft hat und gerne "gehen" möchte....sie möchte sich nicht so lange quälen...aber...nunja...leider kann man das sich ja nicht aussuchen. Ich habe ihr gesagt das ich das nicht hören will, kann es aber natürlich auch irgendwie verstehen. Wenn der Tag nur noch eine Qual ist....Sie hat starke Schmerzen und bekommt mittlerweile Morphium Pflaster.


    Trotz allem möchte ich sie natürlich noch so lange wie möglich behalten, ist das egoistisch? Ich weiß es nicht.


    Ich wünsche euch allen eine ruhige Vorweihnachtszeit.

    Liebe Flup-Flup,


    wenn ich Deinen Bericht so lese wird mein Herz schwer. Ich habe eine Mutter die schwer erkrankt ist und wenn ich lese wie schwer dieser Weg wird/werden kann bekomme ich ein bisschen Angst.


    Dennoch wollte ich es nicht versäumen Dir alles gute und viel Kraft für diese schwere Zeit zu senden.


    Verständnisvolle Grüße

    Michaela

    Hallo ihr lieben,


    ich hoffe ihr hattet ein schönes Osterfest.


    Ich konnte an den Feiertagen einmal in Ruhe mit meiner Mutter sprechen, aber leider möchte sie nichts was ich ihr vorgeschlagen habe. Ich möchte auch keinen Streit, also lasse ich sie so weiter leben wie sie das für richtig hält.

    Meine Tipps und Ratschläge werden alle abgewiegelt :-(


    Wenn ihr mich fragt, hat sie sich schon ein bisschen aufgegeben.


    Mir bleibt nur weiter meine Hilfe und Unterstützung anzubieten und ihre Entscheidung zu akzeptieren.


    Wenigstens geht sie diese Woche nochmal zu ihrem Urologen und will mit ihm über ihre Schmerzen in den Armen und Schultern sprechen. Mal sehen was der dazu sagt, vielleicht hat er ein paar gute Ratschläge und sie hört dann auf ihn.


    LG

    Michaela

    Hallo ihr lieben,


    ihr habt ja so Recht. Das sind genau die Dinge die ich mit meiner Mom auch schon besprochen habe. Sie möchte jedoch auf KEINEN Fall ins Krankenhaus und auch die ständigen Arztbesuche ist sie leid. Sie ist der Meinung das man ihr ja eh nicht wirklich helfen kann und möchte ihre restliche Lebenszeit nicht nur noch bei Ärzten verbringen.


    Auch die Beantragung einer Pflegestufe habe ich bei ihr schon angesprochen, sie ist jedoch der Meinung, dass sie noch keine bekommen würde. Ich bin da anderer Meinung. Vielleicht sträubt sie sich auch nur dagegen, weil es bedeutet das ihr wieder ein Stück ihrer Selbständigkeit verloren geht. Das kann ich auch gut verstehen :-(.


    Es schmerzt mit ansehen zu müssen wie es immer wieder ein Stück bergab geht, und man außer reden und im Alltag unterstützen, nichts tun kann.


    Wie in meinem Eingangspost erwähnt hat sie einige gesundheitlichen "Baustellen" unter anderem eine Venenkrankheit die verursacht, das ihre Beinwehnen schon mehrmals geöffnet werden mussten. Zusätzlich raucht sie, was die Sache nicht gerade besser macht.


    Sie hat schon seit längerem wieder starke Schmerzen in den Beinen da bei einer der Krebs OP´s ihre Blutverdünner abgesetzt wurden und "vergessen" wurde ihr Ersatz zu geben. Dabei hat sich eine der frisch operierten Venen wieder zu gesetzt.


    Es müsste eine neue OP gemacht werden aber die Ärzte sagen das meine Mutter erst den Krebs operieren lassen muss, was sie nicht will (s. Eingangspost).

    Ein Teufelskreis.


    Ich werde aber jetzt über die Ostertage nochmal versuchen mit ihr zu reden, vielleicht kann ich sie wenigstens überzeugen wegen ihrer Schulterschmerzen nochmal einen Orthopäden oder ähnliches aufzusuchen.


    Lieben Dank für den Austausch Sana und Tatjana, es tut gut mal mit anderen darüber zu reden (schreiben).


    Liebe Grüße

    Michaela