Liebe Sonne000 ,
mach Dir keine Sorgen, ich bin mir recht sicher, dass Du Dir mit Curcumin nicht geschadet hast. Den verlinkten Beitrag der Heilpraktikerin finde ich nicht ganz unproblematisch, da sie von einem Einzelfall eine so nicht belegbare Schlussfolgerung macht ("Curcumin wirkt so stark antientzündlich, dass es sozusagen der Therapie des Arztes entgegengewirkt hat"). Aber mal der Reihe nach:
1. Es ist immer gut, die behandelnden Ärzte über alle pflanzlichen Therapien zu informieren. Insbesondere, wenn (im Ggf. z.B. zu Standard-Homöopathie) wirklich Wirkstoffe enthalten sind und nicht nur der Placeboeffekt wirkt (und der wirkt oft erstaunlich gut, daher bin ich kein Gegner von Homöopathie).
2. Es gibt, soweit ich das recherchieren kann, keine Studien, wonach Curcumin die BCG-Wirkung in der Harnblase abschwächt. Eher im Gegenteil, könnte es sogar unterstützend wirken nach folgenden Studien (Achtung, bisher nur Tierversuche, aber teilweise mit menschlichen Zelllinien). Das soll aber bitte nicht heißen, dass ich dazu anraten würde, Curcurmin zu BCG zu nehmen. Dazu ist die Studienlage viel zu dünn. Ich würde eher dazu raten, es nicht zu nehmen. Ich will Dir nur Deine Sorge erleichtern, dass Du etwas falsch gemacht und Dir geschadet hast.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19903839/
Curcumin—A Viable Agent for Better Bladder Cancer Treatment - PMC
3. Mein Rat: Während BCG-Behandlung möglichst keine hochdosierten Präparate mit pflanzlichen Wirkstoffen nehmen, ohne diese vorher mit den Ärzten abgesprochen zu haben. Aber geschadet hast Du Dir ziemlich sicher durch Curcumin nicht.
4. Die Aussage der Heilpraktikerin, wonach Curcumin wegen einer starken antientzündlichen Wirkung der BCG-Therapie entgegenwirkt, halte ich in der Pauschalität für nicht vertretbar. Aber das Ergebnis, im Zweifel lieber darauf zu verzichten, finde ich dann doch wieder gut.
Alles Gute!
JoFo76