Beiträge von Grayhawk

    Abendstern

    Ich will dir wirklich helfen. Darum bestehe darauf, daß dein Mann eine AHB macht. Er kann sich das heute nicht vorstellen, aber wenn er aus der betreuten Situation der Klinik hilflos daheim ist, wird er damit nicht fertig werden und zusammenklappen. Ich formuliere das so drastisch, um dir den Ernst der Lage vor Augen zu führen. Ich war genau so wie dein Mann, habe auch alles besser gewusst und das Ende vom Lied war ein weiterer zweiwöchiger Krankenhausaufenthalt mit anschließender dreiwöchiger AHB ausgerechnet über Weihnachten und Neujahr: schlimmer ging’s nimmer.

    Alles Gute

    Grayhawk

    sylt313

    Ich will dir sagen, daß ich deine Ansicht vollkommen teile und unterstütze. Ich begreife dieses Forum in erster Linie als Hilfe in sehr schweren Lebenslagen. Daher finde ich es unterirdisch, wenn in einigen Posts mit dem Rechenschieber argumentiert wird. Einem Hilfesuchenden sollte man m.E. niemals lebenserhaltende Maßnahmen ausreden, sondern ihn in seiner Unsicherheit unterstützen auch die minimalste Chance zu nutzen um am Leben zu bleiben.

    Lass dich nicht beirren in deiner Argumantation.

    Das Gleiche gilt auch für g.dezember .

    Grayhawk

    Abendstern

    ….zerbreche dir nicht den Kopf, jeder Mensch reagiert individuell. Mit dem Essen ist das auch so eine Sache: Ich habe in den 3 Wochen Krankenhaus auch nichts gegessen, alles hat salzig geschmeckt, fürchterlich. Ich wurde dann mit Astronautennahrung wieder aufgepäppelt.

    Hab Geduld und gib deinem Mann Zeit und Zuversicht, höher ihm zu, sei bei ihm. Alles andere richtet sich von selbst, sicher. Heute, 15 Jahre später, ist alles vergessen.

    Grayhawk

    Pauwela und Co

    eure Kritik trifft mich überhaupt nicht weil sie ins Leere läuft. Im Gegenteil, ist sie ein Beweis für die allgemeine Oberflächlichkeit. Lest nochmals den ursprünglichen Post und macht euch Gedanken über die Situation. Vielleicht kommt der, oder die Eine dann dahinter, was mein Gedanke bei der Antwort war.

    Mir liegt jedwegige Bosheit fern, nur verbiegen lasse ich mich nicht.

    Grayhawk

    Abendstern ….

    ich kenne dein Problem nicht, aber wenn ich du wäre würde ich mich nicht darauf verlassen, hier ausschließlich auf verständnisvolle Mitglieder zu stoßen. Wenn du Kritik nicht erträgst, und auch nicht parieren kannst, solltest du das Weite suchen.

    Grayhawk

    GuiBe1310

    …..um einen seriösen Ratschlag zu geben muß man auch das berufliche Umfeld des Patienten berücksichtigen, und das geschieht hier i.d.R. nie. Ich, z.B. bin mit meiner Neo inzwischen befreundet, das liegt daran, daß ich mich voll auf sie konzentrieren kann, weil ich im Ruhestand bin. Wäre ich noch in meinem Beruf tätig, wäre die Neoblase nie in Frage gekommen und ich hätte mich für ein Stoma entscheiden müssen.

    Grayhawk

    Mandelauge

    Liebe Mandelauge, da bin ich aber ganz anderer Meinung. Hier geht es darum Unsicherheit zu säen, Mißtrauen aufzubauen. Das kann man jetzt nicht, um des lieben Friedens Willen einfach mal so vom Tisch wischen.

    Eine gesunde Portion Skepsis ist im Leben immer angebracht. Aber von vorne herein die Kompetenz der Ärzteschaft so in Frage zu stellen wie geschehen, finde ich, gelinde ausgedrückt, fahrlässig. Das geht in einem Forum von absoluten Laien garnicht. Deshalb unterstütze ich den Post von bar65 auf das Eindringlichste.

    Gruß Grayhawk

    hubert-xx

    ....also: von "bequemen Weg" zu sprechen im Zusammenhang mit eine Neo erweckt vollkommen falscheErwartungen und produziert Enttäuschungen. Außerdem stellt es unter Beweis, daß man selbst keine Neo hat und nur theoretisch darüber spricht.

    Eine Neoblase ist Geschmacksache und erfordert viel Lernbereitschaft und Geduld. Natürlich ist sie optisch die beste Lösung, die jedoch nur funktioniert, wenn man sich mental an sie anpasst.

    Wenn man das verinnerlicht hat, kann eine einigermaßen harmonische Beziehung zu ihr entstehen, die ein nicht ganz schlechtes Leben mit ihr ermöglicht. Aber zu glauben, das Leben mit ihr wird genau so sein wie früher, erliegt einem großen Irrtum: früher hast du bestimmt wo es langgeht, danach gibt die Neo den Takt vor.

    Ich finde die Neo auch als die beste Lösung, nur sollte man sich vor falschen Hoffnungen hüten.

    Grayhawk

    StefanVossbrecher

    ....ich muß dich leider korrigieren: du sollst dir an Betroffenen kein Beispiel nehmen, sondern lernen. Das ist etwas ganz anderes. Betroffene können dir mit ihren Erfahrungen helfen, damit dein Leben lebenswert bleibt. Eines muß dir klar sein: egal welche Ableitung man bekommt, das Leben danach ist auf jeden Fall ein anderes als vor der Op. Du kannst dir überhaupt nicht vorstellen, was sich alles ändert oder anders anfühlt. Es macht auch keinen Sinn zu glauben, wenn man sein Leben ändert ( wie?) wird alles Gut ( was ist denn gut?). Du wirst dein Leben auf die neue Situation anpassen müssen. Das bedeutet aber auch: lernen. Dann ist es ein Glücksfall, wenn du Menschen kennst, die ähnliche Situationen schon durchlebt haben und dir mit eigener Erfahrung helfen können. Ich, z.B. hatte seinerzeit, außer meinem Top-Urologen niemanden mit spezifischer Erfahrung, außer meiner Frau, die mich, wie ein Baby, aufgepäppelt hat.

    Ich will mit diesem Beitrag versuchen, dich in die Realität zu holen, damit die Fallhöhe später nicht so hoch ist.

    Alles Gute

    Grayhaw

    StefanVossbrecher

    ....was du gerne haben willst ist eine präzise Antwort auf deine Frage, aber die gibt es nicht: es kommt immer auf die individuellen Umstände an.

    Zunächst einmal:entgegen anderslautender Aussage musst du natürlich deinen Arbeitgeber unterrichten, denn du wirst schwerbehindert sein und hast entsprechende Rechte und es wird sich nicht leugnen lassen, daß du eingeschränkt bist. Außerdem hast du einen erweiterten Kündigungsschutz und mehr Urlaubsanspruch. Das zum arbeitsrechtlichen.

    Ob du überhaupt deiner Arbeit in gewohntem Umfang weiterhin nachgehen kannst, kann man nicht mit einem Satz beantworten. Hier kommt es auf verschiedene Faktoren an, die ich in der Kürze nicht aufführen kann. Einzig du kannst entscheiden, welche Einschränkungen tolerabel sind, welche nicht, wobei natürlich die Art deiner Beschäftigung ausschlaggebend ist.

    Ich, z.B. hätte meine berufliche Tätigkeit mit einer Neoblase schlecht vereinbaren können, denn du musst bei allen Unternehmungen einplanen: wo ist die nächste erreichbare Toilette, und das immer für 2 Stunden, Tag und Nacht. Auch der Stomabeutel muß regelmäßig geleert werden, ich kenne jedoch deren Intervalle nicht. Dazu musst du die Frage beantworten: habe ich die Möglichkeit ( Zeit, Gelegenheit) alle zwei Stunden den Arbeitsplatz zu verlassen und die Arbeit zu unterbrechen? Das sind nur die dringendsten Fragen zur Arbeit. Andere Aspekte betreffen das Reisen: Flugzeug: enge Toiletten und sehr unbequem, DB fällt wegen schmutziger Toiletten für mich komplett aus, also bleibt nur noch der PKW.

    Du siehst an diesen Beispielen, daß nur du diese Entscheidung treffen kannst, weil du mit dem Ergebnis lebenslang zurecht kommen musst.

    Du musst entscheiden, welche Nachteile akzeptabel sind, womit du leben kannst. Ich bin mit meiner Situation völlig zufrieden, habe aber den Vorteil selber meinen Tagesablauf bestimmen zu können: wenn ich müde bin, weil ich nachts nicht mehr einschlafen konnte, kann ich mich auch am Tag mal hinlegen; das geht im Beruf nicht. Andererseits bist du mit der Neo fein raus: funktioniert bei mir seit 2011 problemlos mit kleinen Unfällen hier und da: man lernt damit zu leben und hat nicht die vielen Schwierigkeiten, die Stomaträger hier zu hauf berichten. Dafür können diese Menschen durchschlafen, sind wohl auch ausgeruhter.

    Du siehst: es gibt für alles ein für und wieder.

    Nimm dir die Zeit, und informiere dich eingehender.

    Alles,Gute

    Grayhawk