Beiträge von Mannyb

    Liebe Loreley712


    das sind wirklich erfreuliche Nachrichten. Dass das Thorax-Abdomen-CT keine Hinweise auf Fernmetastasen gezeigt hat und die Zweitmeinung in Köln so positiv verlaufen ist, spricht für eine gute Ausgangssituation.....


    Die geplante Immuntherapie klingt nach einem strukturierten und zeitgemäßen Vorgehen, vor allem wenn das empfohlene Medikament seit 2024 bereits gute Ergebnisse erzielt hat. Auch die Einschätzung „nicht ernst“ durch den behandelnden Arzt ist ein beruhigendes Signal......


    Es ist schön zu hören, dass Dein Vater seine Neoblase inzwischen gut handhaben kann und dass ihr durch die Zweitmeinung neue Perspektiven bekommen habt. Genau dafür ist sie da – und es freut mich, dass dieser Schritt für euch so hilfreich war.....


    Ich wünsche euch sehr, dass die Immuntherapie gut anschlägt und ihr damit die Metastasen im kleinen Becken erfolgreich behandeln könnt.

    Alles Gute und weiterhin viel Kraft für euch als Familie........


    Viele Grüße und Glück

    wünscht euch Manny

    Hallo chrisy

    vielen Dank für Dein Feedback – es freut mich sehr......

    Ich denke, die ganze Diskussion zeigt vor allem eines: wie unterschiedlich die Lebensrealitäten von uns Betroffenen sein können. Für manche steht der medizinische Weg im Vordergrund, für andere – besonders wenn sie mitten im Berufsleben erkranken – gehören die Auseinandersetzung mit BG, RV oder Anerkennungsverfahren untrennbar dazu.....


    Dass solche Themen hier manchmal emotional diskutiert werden, ist verständlich, aber gerade dafür ist ja so ein Forum da: um Erfahrungen auszutauschen, die man sonst nirgends bekommt. Das funktioniert aber nur, wenn man die Sichtweise des anderen gelten lässt, auch wenn man selbst sie nicht teilt oder sie einen persönlich nicht betrifft......


    Ich hätte mir an mancher Stelle-wie Du ja auch- etwas mehr Sachlichkeit und weniger vorschnelle Bewertungen gewünscht. Niemand hat die Absicht, zu missionieren oder „Stimmung zu machen“ – viele versuchen einfach nur, anderen den Weg zu erleichtern, der für sie selbst sehr hart war,vielleicht auch noch ist......


    Umso mehr freut es mich, dass Du die Bedeutung des Themas genauso siehst.


    Am Ende geht es doch darum, dass wir uns gegenseitig unterstützen können – jeder mit dem, was er beitragen kann.....


    Liebe Grüsse

    Manny

    Hallo Löwe ,


    20 Jahre seit diesem Einschnitt – das ist ein Weg, den man sich von außen kaum vorstellen kann. Umso beeindruckender ist es, dass Du heute sagen kannst: „Mein Pouch und ich verstehen uns immer noch.“ Das zeigt nicht nur körperliche Anpassung, sondern auch enorme Stärke, Geduld und Lebensmut......toll!!


    Deine Dankbarkeit nach allem, was Du damals durchstehen musstest – OP, gelähmtes Bein, AHB – berührt mich sehr. Und sie macht Mut. Gerade denen, die jetzt mitten in dieser Phase stehen und noch keinen Blick nach vorne wagen können....


    Dein Beitrag bedeutet mir auch persönlich viel, denn ich selbst habe am 6. Dezember nächsten Jahres ebenfalls 20 Jahre mit meiner Neoblase erreicht. Auch für mich ist es ein Weg mit Höhen und Tiefen gewesen – und es tut gut zu lesen, dass andere diesen langen Weg ebenfalls geschafft haben und dankbar zurückblicken können.....


    Danke, dass Du diesen Tag mit uns teilst. Er zeigt, dass nach solch einem radikalen Kapitel auch viele gute Jahre folgen können.


    Ich wünsche dir von Herzen noch viele weitere davon aber mindestens nochmal 20 wenn Du willst – und dass die kalte Heide bald wieder ein wenig Wärme abgibt-wobei-auch eine kalte Heide ist schön anzuschauen..


    Liebe Grüsse zu Dir


    Manny

    Guten Tag liebe Mitlesende,nun will ich zu diesem Thema auch einmal kommentieren.


    Ich halte es für einen grundlegenden Fehler zu behaupten, das Thema BG oder Anerkennung habe „nichts im Forum zu suchen“. Blasenkrebs endet nicht an der Kliniktür. Für viele Betroffene beginnt der schwierigste Teil nach der Behandlung: der Kampf um berufliche Zukunft, finanzielle Sicherheit und die Anerkennung der eigenen Erkrankung als berufsbedingt. Wer das ausblendet, blendet einen zentralen Teil der Realität vieler Erkrankter aus.

    Es ist geradezu anmaßend und unverschämt wenn hier einige User behaupten es interessiere in diesem Blasenkrebsforum niemanden-falsch-mich schon.


    Blasenkrebs ist eben nicht nur Medizin, sondern auch ein sozialrechtliches Problem – besonders für Menschen, die durch ihre berufliche Tätigkeit einem höheren Risiko ausgesetzt waren. Und genau diese Menschen haben ein Recht darauf, sich auszutauschen, Informationen zu erhalten und Erfahrungen zu teilen. Das ist kein „Kampf gegen die BG“, sondern ein Kampf ums Überleben unter veränderten Lebensbedingungen.


    Gerade weil viele von uns am Anfang völlig überfordert sind, ist es wertvoll, wenn jemand, der diesen Weg schon gegangen ist, seine Erfahrungen teilt. Diese Informationen können darüber entscheiden, ob jemand zu seinem rechtmäßigen Anspruch kommt oder in Existenznot gerät. Und das ist ganz sicher kein Randthema, sondern Teil der Krankheitsbewältigung.


    Wer das nicht lesen möchte, kann es ignorieren. Aber anderen abzusprechen, dass dieser Teil ihres Lebens hier Platz hat, ist nicht angemessen – und widerspricht dem Grundgedanken eines Forums: Erfahrungen zu teilen, die anderen weiterhelfen.


    Danke AH100BN6 füber das Aufmachen auch dieser Thematik hier...


    Herzlicher Gruss und viel Erfolg bei Deinem Kampf....aber vor allem bleibe gesund....


    Manny

    Liebe Susi89 ,


    Dein Beitrag hat mich sehr bewegt... Es ist schwer, einen geliebten Menschen auf einem solchen Weg zu begleiten, vor allem, wenn so vieles ungewiss ist und es ist schwer auf Deinen Beitrag adäquat zu antworten....


    Die Situation, die Du beschreibst, ist leider typisch für eine fortgeschrittene Krebserkrankung mit Knochenmetastasen – der Körper wird schwächer, selbst wenn einzelne Therapien noch einmal kurz wirken sollten....


    Dass Dein Vater jetzt auf der Palliativstation ist, bedeutet nicht, dass sofort das Ende bevorsteht, sondern dass sein Wohlbefinden und die Linderung von Beschwerden jetzt im Mittelpunkt stehen.


    Manche Patienten stabilisieren sich dort für einige Zeit, andere werden langsam schwächer. Niemand kann den genauen Verlauf voraussagen, aber das Team dort wird alles tun, um ihm die Zeit so angenehm und schmerzfrei wie möglich zu gestalten....


    Dass Du diese Zeit als belastend und angstvoll empfindest, ist völlig verständlich. Wichtig ist, dass Du Dir selbst auch Pausen gönnst und Dir Unterstützung holst, wenn Du sie brauchst – ob bei Freunden, in der Familie oder auch im Palliativteam. Dein Dasein und Deine Nähe sind meines Erachtens für Deinen Vater das Wichtigste, auch wenn Du Dich oft hilflos fühlen wirst.


    Viel Kraft und immer doch wieder bessere Momente wünsche ich Deinem Papa,Dir und Eurer Familie...

    Ihr werdet das nun gemeinsam tragen....


    Liebe Grüsse


    Manny

    Liebe @Lisa


    ich kann gut verstehen, dass Dich das verunsichert – das ist alles nicht leicht nachzuvollziehen, besonders wenn man sich Sorgen um die Mama macht.....


    Bei einer Blasenspiegelung mit Gewebeproben werden wirklich nur winzige Stückchen aus der Blasenschleimhaut entnommen. Das blutet meist nur ganz wenig, und eine Spülung wie nach einer TUR-B ist da nicht nötig. Die Gefahr, dass Krebszellen dadurch „in die Blutbahn geraten“, besteht meines erachtens praktisch nicht....


    Eine TUR-B ist ein richtiger Eingriff im Krankenhaus, bei dem Tumorgewebe abgetragen wird – da wird viel mehr verletzt, deshalb braucht es dort aus sicherheitsgründen diese Spülung.


    Dass der Urologe zur Kontrolle Biopsien in der Praxis machen will, ist also grundsätzlich nichts Ungewöhnliches.....finde ich sogar sehr umsichtig von ihm....


    Ich wünsche Deiner Mutter alles Gute für die Untersuchung – und Dir von Herzen, dass du dich ein bisschen weniger sorgen musst....


    Liebe Grüsse

    Manny

    Guten Abend gaby2210


    ich kann sehr gut nachvollziehen, wie belastend diese Zeit für Dich ist. Dass Du seit der Blasenspiegelung kaum zur Ruhe kommst, ist völlig normal – viele fühlen sich genau so, wenn ein möglicher Krebsbefund im Raum steht,ich hatte lange nach der Diagnose solch ein "Wattegefühl".....


    Versuche, Dich auf Dinge zu konzentrieren, die Dir kurzfristig gut tun – Spaziergänge, Telefonate mit Familie oder Freunde, Hobbys. Auch kleine Auszeiten helfen, die Gedanken etwas zu ordnen.


    Und denke daran: Ein „Verdacht auf CIS“ bedeutet nicht automatisch, dass es schon fortgeschritten ist.


    Viele Patienten kommen damit gut zurecht, weil die Therapie oft sehr erfolgreich ist.


    Du bist damit nicht allein, und es kann helfen, Deine Fragen und Sorgen schon einmal aufzuschreiben, damit Du beim Termin alles ansprechen kannst,so habe ich das damals gemacht.


    Alles Gute für Dich – versuche, Dir kleine Ruhepausen zu gönnen.


    Herzliche Grüße,Du packst das....

    Manny

    Liebe Tochter, Loreley712


    willkommen hier im Forum und vielen Dank, dass Du die Geschichte Deines Vaters hier so offen teilst. Es ist sehr verständlich, dass Dich dieser Verlauf beunruhigt – und ehrlich gesagt macht er auch mich betroffen.


    Ein pT3-Harnleiterkarzinom ist ein

    fortgeschrittenes Tumorstadium, das nach der Entfernung des Harnleiters eine engmaschige Nachsorge erforderlich macht. Nach den aktuellen urologischen Leitlinien wären in den ersten zwei Jahren nach der Operation regelmäßige bildgebende Kontrollen (CT oder MRT von Thorax/Abdomen, ggf. Zystoskopien) in kurzen Abständen vorgesehen, um ein mögliches Rezidiv oder eine Blasenbeteiligung frühzeitig zu erkennen.....


    Dass nun nach knapp zwei Jahren eine Neoblase notwendig war, spricht leider dafür, dass die Erkrankung bereits frühzeitig in der Blase vorhanden oder sehr aggressiv war. Das wirft natürlich die Frage auf, ob bei der Nachsorge konsequent genug überwacht wurde oder ob sich der Tumor einfach sehr rasch entwickelt hat – beides ist denkbar.


    Ich kann Euch daher nur ausdrücklich raten, eine Zweitmeinung in einem uroonkologischen Zentrum einzuholen, idealerweise an einer Universitätsklinik mit interdisziplinärer Tumorkonferenz (Urologie, Onkologie, Radiologie, Pathologie). Dort kann das bisherige Vorgehen kritisch geprüft und die optimale weitere Therapie (z. B. Chemo-, Immun- oder Kombinationstherapie) individuell geplant werden.


    Euer Eindruck, dass ihr „nicht richtig an die Hand genommen“ werdet, ist absolut nachvollziehbar. Gerade bei dieser Erkrankung ist eine klare Kommunikation und kontinuierliche Betreuung entscheidend. Zögert also nicht, aktiv nachzufragen und gegebenenfalls den Behandlungsort zu wechseln, wenn ihr kein Vertrauen habt.


    Ich wünsche Euch von Herzen viel Kraft, Zuversicht und ein gutes, engagiertes Ärzteteam an Eurer Seite.,das ist jetzt sehr wichtig...


    Liebe Grüsse und alles Gute

    Manny

    Hallo bar65

    Nun will ich hier auch einmal meinen Senf dazu geben.


    Du brauchst Dich hier wirklich nicht zu entschuldigen. Du hast keinen Fehler gemacht, sondern dafür gesorgt, dass die Angaben hier korrekt sind – gerade bei Bewertungen einer Klinik oder Diagnosen ist das extrem wichtig.


    Schade ist eher, dass die Person, die den ursprünglichen Fehler verursacht hat, sich zurückzieht, statt ihn einfach zuzugeben. Fehler passieren – aber Verantwortung übernehmen zeigt Respekt und Größe. Das hat nicht jeder.


    Danke, dass Du auch hier für Genauigkeit gesorgt hast. Genau das macht dieses Forum verlässlich und gute Moderation aus.


    Es ist schön und es ist gut, dass es so jemanden wie Dich hier gibt.....


    Mit bestem Gruss

    Manny

    Hallo RoterBaron  ebi60


    Du hast natürlich völlig recht: Eine Neoblase hat keine eigene Kontraktionskraft, weil sie aus Darmgewebe besteht und keinen echten Blasenmuskel besitzt.


    Allerdings ist der innere Druck in einer jüngeren Neoblase meist höher als in einer älteren. Das liegt wohl daran, dass das Gewebe anfangs noch straff und weniger gedehnt ist. Dadurch entsteht beim Füllen ein stärkerer Druck, der die Entleerung erleichtert, war zumindest bei mir so.


    Mit den Jahren dehnt sich das Gewebe durch den täglichen Gebrauch immer mehr aus, wird weicher und „nachgiebiger“. Der Druck in der Neoblase nimmt dadurch ab, und sie entleert sich oft nicht mehr ganz so leicht oder vollständig wie früher.Ich merke das seit einiger Zeit auch.


    Das meinte ich mit nachlassender Kontraktionskraft.


    Natürlich völlig falsch ausgedrückt von mir, sorry.Danke für die Korrektur.... RoterBaron und Dir ebi60 für Dein Feedback und die lieben Wünsche....


    Gruss Manny

    Hallo ebi60


    es freut mich sehr zu lesen, dass Du mit deiner Neoblase seit so vielen Jahren gut zurechtkommst, aktiv bist und das Leben mit Familie und Enkelkind genießt – das klingt wirklich nach einer sehr gelungenen Bilanz,die auch ich ähnlich nach fast 20 Jahren mit Neoblase vorzuweisen hätte😀 .


    Zu Deinen Fragen:


    1. Selbstkatheterisierung :

    Viele Neoblasenträger:innen kennen das Thema. Mit der Zeit kann es passieren, dass sich die Entleerung etwas verändert – sei es durch Schleimbildung, eine verengte Harnröhre oder eine nachlassende Kontraktionskraft der Neoblase. Wenn nach dem Wasserlassen ein Restharn bleibt, kann eine intermittierende Selbstkatheterisierung (ISK) helfen, Infekte und Harnstau zu vermeiden.

    Einige Mitglieder hier führen sie regelmäßig durch, andere nur bei Bedarf, zum Beispiel wenn sie merken, dass der Urinfluss schwächer wird oder sich die Blase nicht vollständig leert. Der Umgang damit ist anfangs ungewohnt, wird aber mit etwas Übung Routine. Wichtig ist, dass dein Urologe dir genau zeigt, wie du hygienisch und schonend vorgehst.Bei mir zum Beispiel klappt das seit 2008 völlig Problemlos.


    2. Nierenproblematik bei Neoblase:

    Langfristig ist die Nierenfunktion ein wichtiger Punkt. Durch Restharn, Harnwegsinfekte oder Rückstau kann es auf Dauer zu einer Belastung der Nieren kommen. Deshalb sind die regelmäßigen Kontrollen, die du ohnehin machst (Sono, BGA, Kreatinin, ggf. Röntgen), sehr wichtig.

    Einige Forumsmitglieder berichten von stabilen Nierenwerten über viele Jahre, andere mussten wegen wiederkehrendem Harnstau genauer beobachtet oder behandelt werden. Wenn Dein Urologe etwas angedeutet hat, lohnt es sich, das beim nächsten Termin direkt anzusprechen – lieber einmal mehr nachfragen, bevor sich etwas verschlechtert.Bei mir wird alle halbe Jahre ein Ultraschall der Nieren gemacht und es wurde nie etwas festgestellt.Warum auch wenn alles glatt abläuft und arbeitet.


    3. BicaNorm:

    BicaNorm wird gegeben, um den Säure-Basen-Haushalt zu stabilisieren, da die Neoblase aus Darmgewebe besteht und über die Zeit zu einer leichten Übersäuerung (metabolische Azidose) führen kann. Wenn deine Werte stabil sind, kann die Dosis manchmal reduziert werden – so wie bei dir jetzt getestet wird. Die Kontrolle über die Blutgasanalyse (BGA) ist hier genau der richtige Weg.Ich selbst habe nur die ersten Monate nach der OP.BicaNorm nehmen müssen weil mein BE-Wert unter 2,5 lag,danach nicht mehr,hatte und habe immer einen Wert zwischen minus 1 und plus 1.Ich beobachte das aber sehr genau.


    Ich wünsche Dir weiterhin stabile Werte, eine gut funktionierende Neoblase und viel Freude mit deinem Enkelkind! 😊

    Schön, dass Du Deine Erfahrungen hier teilst – sie sind für viele Menschen sehr hilfreich, die mit Ihren Neoblasen oder der OP. noch am Anfang stehen.


    Herzliche Grüße von mir und bleibe gesund....

    Manny

    Lieber Manfred, liebe Beate,


    schön, dass Ihr hierher gefunden habt und so offen von eurer Situation erzählt. Es ist völlig verständlich, dass Euch diese Zeit sehr belastet – so eine OP mit Stoma bringt riesige Veränderungen mit sich. Ihr macht das schon jetzt großartig, weil Ihr die Herausforderung gemeinsam angeht.


    Das Manfred 10kg.an Gewicht verloren hat ist nach einer solch schweren und grossen OP.völlig normal,manche verloren noch mehr.


    In der Reha wirst Du, Manfred, nicht allein gelassen – dort sind Fachleute, die Dir Schritt für Schritt zeigen, wie Du mit dem Stoma zurechtkommst. Viele hier im Forum teilen Euer Schicksal, auch ältere Menschen, und geben ihre Erfahrungen weiter. So merkt Ihr schnell: Ihr seid nicht allein.


    Ich bin sicher,nach einiger Zeit werdet Ihr wieder gemeinsam in Euer vorheriges Leben zurückkehren.

    Mit den besten Wünschen für Euch


    Manny

    Lieber Dennis carper82


    bei Dir wurde im ersten Eingriff für eine Tur-B tatsächlich viel zu wenig Gewebe entnommen – damit kann man keine verlässliche Diagnose stellen. War das vielleicht nur eine Blasenspiegelung?

    Das zumindest solltest Du in Erfahrung bringen.


    Eine TUR-B dient nicht nur dazu, einen offensichtlichen Tumor zu entfernen, sondern auch, um überhaupt sicher festzustellen, ob einer vorliegt. Deshalb ist es in Deinem Fall üblich und sinnvoll, dass eine zweite TUR-B empfohlen wird. Nur so können Pathologen genügend Material untersuchen und sicher ausschließen (oder bestätigen), ob etwas da ist.


    Dass du mit der ersten Klinik so schlechte Erfahrungen gemacht hast, ist natürlich bitter – aber es spricht für Dich, dass Du Dir eine Zweitmeinung geholt hast und Dich dort besser aufgehoben fühlst.


    Gerade mit deiner Anst vor Katheter und Schmerzen solltest Du das unbedingt offen ansprechen, damit die Ärzte sich darauf einstellen und Dich entsprechend begleiten können (z. B. bessere Aufklärung, Schmerztherapie, ggf. Narkoseverfahren).


    Unterm Strich: Ja, die zweite TUR-B ist sinnvoll und entspricht auch den gängigen Leitlinien. Wichtig ist, dass Du diesmal in einer Klinik bist, in der Du Dich ernst genommen fühlst.


    Ich wünsche Dir Glück und gute Besserung.

    Gruss Manny

    Lieber Jens B. ,

    es fällt schon auf, dass du in deinen Beiträgen sehr ausführlich über Deine eigenen Probleme schreibst (was ja auch zu verstehen ist), aber kaum wahrnimmst, dass sich andere Mitglieder Mühe geben, Dir Hinweise und Unterstützung zu geben.

    Dass Du Dich mit deiner Situation schwer tust, ist nachvollziehbar – aber wenn Du wirklich Hilfe suchst, dann gehört auch dazu, Vorschläge ernsthaft zu prüfen, anstatt sie sofort mit "geht nicht" oder "auf keinen Fall" abzublocken.


    Gerade weil Du selbst beschreibst, dass vieles schon seit Jahrzehnten in Dir „festhängt“, wäre es vielleicht hilfreicher, offener und weniger abwehrend auf Ratschläge zu reagieren.


    Nur über Deine Panikattacken und schlechten Erfahrungen zu kokettieren, ohne eine gewisse Eigeninitiative zu zeigen, bringt Dich nicht weiter – und schreckt andere eher ab, sich mit Dir Deinen und Problemen auseinanderzusetzen.


    Wenn für Dich weder Katheter noch andere Eingriffe infrage kommen – was genau siehst Du dann selbst als Lösung?

    Du blockierst jeden Hinweis, redest aber nur von Deinen Problemen. Ohne etwas Eigeninitiative und ein Mindestmaß an Dankbarkeit wird Dir hier auf Dauer niemand helfen können oder wollen.


    Unser Forum lebt vom Austausch und Respekt – auch dafür, dass andere ihre Zeit und Erfahrung einbringen. Ein „Danke“ zwischendurch würde niemandem schaden.


    Mit bestem Gruss


    Manny

    Liebe Himalaya,

    wie sehr kann ich Deine Sorgen nachvollziehen – die Diagnose Lungenmetastasen nach so kurzer Zeit ist ein harter Schlag. Doch es ist wichtig zu wissen, dass Prognosen oft nur allgemeine Richtwerte sind und nicht den individuellen Verlauf einer Überlebenszeit vorhersagen können.


    Jeder Körper reagiert anders auf Therapien, und viele Patienten erleben trotz ungünstiger Prognosen positive Entwicklungen....


    In Bezug auf die Behandlungsmöglichkeiten gibt es derzeit vielversprechende Ansätze.


    Die Kombination von Enfortumab Vedotin mit Pembrolizumab hat in Studien gezeigt, dass sie das Gesamtüberleben signifikant verlängern kann. In der EV-302-Studie betrug das mediane Gesamtüberleben 31,5 Monate im Vergleich zu 16,1 Monaten mit der herkömmlichen Chemotherapie. Diese Therapieoption wird insbesondere für Patienten empfohlen, die für eine Cisplatin-basierte Chemotherapie nicht geeignet sind.


    Eine weitere Option ist die Kombination von Nivolumab mit Cisplatin und Gemcitabin. In der CheckMate-901-Studie führte diese Kombination zu einer Verlängerung des medianen Gesamtüberlebens von 18,9 auf 21,7 Monate im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie.....


    Diese Infos nur darum,um zu sagen,dass der Urologe mit seiner Prognose 6-18 Monate nicht zwingend recht haben muss....


    Deine Mutter hat die OP und die Reha so gut gemeistert, das zeigt doch ihre Stärke. Mit dieser Kraft und den modernen Therapien gibt es weiterhin Hoffnung, dass ihr (Euch)noch wertvolle gemeinsame Zeit bleibt – vielleicht sogar deutlich mehr, als es jetzt ausschaut.


    Ich wünsche Euch viel Kraft und Zuversicht für den weiteren Weg.


    Eure Liebe und Unterstützung sind ein ganz wichtiger Bestandteil bei der Heilung der Krankheit Deiner Mama.


    Alles Gute für Euch


    Manny

    Lieber Jens B. zunächst willkommen hier im Forum.


    Dein Leidensweg mit den ständigen Infekten, Schmerzen, der verkleinerten und verhärteten Blase, den Schienen und der Angst vor Tumorzellen klingt unglaublich belastend. Ich kann sehr gut verstehen, dass Dir mittlerweile die Kraft fehlt und die Angst vor dem „danach“ groß ist.


    Ich möchte Dir Mut machen: Ich selbst habe 2006 eine Neoblase bekommen. Anfangs hatte ich natürlich auch Sorgen – ob ich jemals wieder normal leben, Sport machen oder aktiv sein könnte. Heute bin ich 72 Jahre alt, führe ein ganz normales Leben, mache Sport und alles, was ich möchte.


    Viele der Probleme, die Dich jetzt quälen – unkontrolliertes Auslaufen im Liegen, ständige Blasenentzündungen, Schmerzen, die Einschränkungen durch die Schienen – verschwinden mit der kranken Blase.Das ist doch schon mal gut und es erleichtert die Entscheidung.


    Ja, man braucht etwas Geduld und die Kraft zum "Kampf" in der Anfangszeit, aber danach kann man wieder ein aktives Leben führen und deutlich mehr Lebensqualität zurückgewinnen, als es im Moment möglich ist.


    Pack es an Jens ,mit Mut, Kraft und Zuversicht. Auch Du schaffst das und wenn wieder ein Tief kommt, dann melde Dich hier,wir sind da.


    Mit den besten Wünschen für Dich


    Manny


    Ach so,ich vergaß:bitte schwärze oder lösche Deinen Namen im hochgeladenen Arztbrief.(Datenschutz)

    Liebe@Friederike,

    vielleicht hier einmal ein paar sachliche Argumente warum Du vorerst das Radfahren meiden solltest,wenigsten längere Strecken:


    der Sattel übt permanent Druck auf den Unterleib aus, jede Erschütterung oder Vibration wirkt direkt auf die frischen OP-Nähte und die Bauchwand und erhöht das Risiko für Narbenbrüche.


    Dazu kommt, dass die neue Harnableitung extrem empfindlich ist – Druck, Reibung oder Stöße können Undichtigkeiten, Infektionen oder sogar ernsthafte Schäden verursachen.


    Selbst wenn man glaubt vorsichtig zu sein, belasten schon kleinste Bewegungen den Heilungsbereich recht stark.


    Deshalb bin ich für schonende Alternativen wie Gehen, Walking oder sanftes Training – gib Du Friederike Deinem Körper die Chance, wirklich zu heilen, ohne unnötige Risiken einzugehen.Wozu denn?


    Weiterhin gute Besserung


    Gruss Manny