Beiträge von Mannyb

    Guten Tag Uli,

    normal hat jeder Lungenfacharzt solch ein Gerät.Jedes Krankenhaus sollte das können,manchmal aber auch Urologen oder sehr selten auch einige Hausärzte.


    Bei mir wird hier ein Tropfen Blut aus dem Ohrläppchen genommen und der Teststreifen in das Messgerät geschoben.Zusammen dauert das nicht mehr als 10 Minuten.


    Gruss Manny

    Guten Abend @

    ewa i walla


    Zuerst:

    Es tut mir leid, wie viel Angst du gerade tragen musst. Man merkt beim Lesen total, wie lange du schon unter Anspannung, Sorgen und gesundheitlicher Angst stehst. Dass dich das jetzt komplett in Panik versetzt, ist wirklich nachvollziehbar.


    Aber ich finde wichtig zu sagen: Im Moment lese ich bei Dir noch gar keine Krebsdiagnose. Es gibt bisher nur eine auffällige Stelle in der Blase, die abgeklärt werden soll. Genau dafür ist die TUR-B da — damit man endlich Gewissheit bekommt und nicht mehr nur googeln und spekulieren muss.....

    Es gibt aber auch Dinge, die eher beruhigend klingen:

    • die Urinzytologie war unauffällig
    • Ultraschall war wohl ohne auffälligen Befund
    • die Blutung trat im Zusammenhang mit einer nachgewiesenen E.-coli-Entzündung auf
    • du hattest vorher nie typische Blasenprobleme
    • selbst der Urologe spricht von einer „Rötung“ und nicht von einem eindeutigen großen Tumor

    Natürlich KANN CIS dahinterstecken — aber Google zeigt leider fast immer die schlimmsten Beispiele. Viele entzündliche Veränderungen oder Reizungen können bei der Spiegelung ähnlich aussehen. Und selbst wenn es etwas Frühstadienartiges wäre, dann ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt entdeckt worden.


    Was mir außerdem auffällt: Deine Angst springt sofort zum schlimmstmöglichen Szenario („metastasiert“, „Niere befallen“, „ich sterbe bald“). Das klingt sehr nach der Angstspirale, die du ja selbst schon von Depressionen und Krankheitsängsten kennst ,wie Du schreibst. Das heißt nicht, dass du dir alles einbildest — aber die Gedanken gehen verständlicherweise direkt in den Katastrophenmodus.......


    Und wegen der Spinalanästhesie,ich hatte die auch,schon mehrmals und ich kann Dir sagen: Eine dauerhafte Lähmung dadurch ist extrem selten. Die Anästhesistin hätte dir das Verfahren sicher nicht empfohlen, wenn bei dir ein besonderes Risiko bestünde. Dass du Angst davor hast, ist allerdings trotzdem total verständlich.....

    Fürs Krankenhaus empfehle ich:

    • bequeme Kleidung
    • lange Handy-Ladekabel
    • Lippenpflege/Wasser
    • leichte Snacks (Salzstangen, Cracker, Banane etc.)
    • warme Socken
    • etwas zur Ablenkung (Serie, Musik, Hörbuch)

    Versuch bis Donnerstag bitte wirklich, nicht weiter nach Bildern von CIS oder Horrorgeschichten zu googeln. Das macht die Angst massiv schlimmer, gibt dir aber keine echte Vorhersage für deinen eigenen Befund......


    Ich drücke dir die Daumen, dass es am Ende deutlich harmloser ist, als dein Kopf dir gerade erzählt....


    Nur Mut!!


    Gruss Manny

    Liebe Ilona,

    als ich deine Zeilen gelesen habe, konnte ich deine Unruhe richtig spüren. So kurz vor einer Blasenentfernung zu stehen, ist einfach beängstigend – und mit 64 steckt man ja mitten im Leben. Deine Angst ist absolut nachvollziehbar und nichts, wofür du dich schämen musst.Und glaube mir, ich weiß wovon ich rede.....


    Ich glaube, viele hier würden dir sagen: Die Zeit vor der Operation ist oft die schlimmste, weil die Gedanken ständig kreisen. Man malt sich alles Mögliche aus. Wenn man dann in der Klinik ist, läuft vieles Schritt für Schritt – und man ist nicht mehr allein mit den Sorgen.....


    Vielleicht hilft dir ja der Gedanke, dass diese Operation ein Weg ist, dir wieder Sicherheit zu geben und den Krebs loszuwerden. Die Ärzte machen solche Eingriffe regelmäßig, und du bist dort in erfahrenen Händen.So waren meine Gedanken damals und daran hielt ich mich fest....

    Was mir in soch schweren Momenten sehr hilft:

    Ganz bewusst ruhig atmen. Einatmen und dabei bis 4 zählen, langsam ausatmen bis 6. Das beruhigt tatsächlich den Körper. Und ich versuche mir zu sagen: Ich muss jetzt nicht die ganze Zukunft bewältigen. Nur den nächsten kleinen Schritt......


    Natürlich darfst du Angst haben. Und gleichzeitig darfst du dir auch zutrauen, dass du das schaffst.....


    Wenn du magst, erzähl doch, wovor du am meisten Angst hast – vor der OP selbst? Vor der Zeit danach? Manchmal wird es leichter, wenn man es ausspricht.....darüber spricht..


    Ich wünsche dir, auch in dieser Situation, ganz viel Kraft , Mut und Stärker aber auch liebe Menschen an deiner Seite, die dich gut begleiten können-und - vergiss nicht,du darfst auch Angst haben.....


    Du packst das,das weiss ich...

    Alles Gute

    Manny

    Hallo Hardy ,


    erst einmal: Es ist völlig verständlich, dass du gerade zwischen sachlicher Nüchternheit und innerer Panik schwankst. Diese Diagnose kommt aus dem Nichts – vor einer Woche noch blutiger Urin, jetzt OP-Termin. Das ist eine enorme mentale Belastung.....


    Dass dein Urologe direkt ins Krankenhaus überwiesen hat, zeigt vor allem eins: Es wird zügig gehandelt. Das ist bei Blasentumoren sehr wichtig und grundsätzlich positiv. Die erste Operation (TUR-B) dient ja nicht nur dazu, den Tumor zu entfernen, sondern vor allem auch, um genau festzustellen, wie tief er in die Blasenwand eingewachsen ist. Erst danach weiß man wirklich, womit man es zu tun hat....


    Ich kann gut nachvollziehen, dass du gedanklich schon beim „Worst Case“ – also einer möglichen Blasenentfernung – angekommen bist. Das geht wahrscheinlich den meisten hier so. Aber im Moment ist das einfach noch nicht entschieden. Auch größere Tumoren sind nicht automatisch muskelinvasiv. Die Größe allein sagt noch nichts über die Eindringtiefe aus.....


    Deine gute Gesamtkonstitution und dass du noch sportlich aktiv bist, sind auf jeden Fall Pluspunkte – egal wie der weitere Weg aussieht. Körperliche Fitness hilft bei Operationen und bei der Erholung enorm,das habe ich damals am eigenem Leibe erfahren.......


    Vielleicht hilft dir bis Dienstag ein kleiner mentaler „Rahmen“:

    Im Moment steht nur ein Schritt an – die TUR-B.Das ist ein minimalinvasiver Eingriff bei dem wird Tumorgewebe durch die Harnröhre mit einer elektrischen Schlinge entfernt. Das Gewebe wird dann untersucht und daraus ergibt sich eine Anfangsdiagnose-wie weit der Tumor schon eingewachsen ist, wie gross er ist und wie aggresiv er ist.


    Alles Weitere ergibt sich aus diesem dem Befund. Schritt für Schritt ist psychisch deutlich besser zu bewältigen als alle Szenarien gleichzeitig.....

    Für das Vorgespräch könntest du dir z. B. notieren:

    • Wird eine einmalige Frühinstillation (z. B. Mitomycin) geplant?

    • Wie groß schätzt der Operateur die Wahrscheinlichkeit ein, dass der Muskel betroffen ist?

    • Wann ist mit dem histologischen Befund zu rechnen?

    • Falls es nicht muskelinvasiv ist: Wie sähe die weitere Therapie aus (z. B. BCG)?

    • Falls doch: Wie schnell müsste weiter entschieden werden?

    Du bist hier definitiv nicht allein. Viele hier haben genau diese Phase durchlebt – mit denselben Gedanken, denselben Ängsten......


    Melde dich gern nach der TUR-B wieder.


    Für Dienstag drücke ich dir fest die Daumen – und vor allem wünsche ich dir einen klaren Kopf für das Gespräch morgen.......


    Alles Gute


    Gruss Manny

    Hallo Fritz,

    als ich deinen Beitrag gelesen habe, war ich sofort wieder im Jahr 2006. Gleiche Diagnose: pT1, G3 high grade. Mehrere OPs. Und dann die Ansage: Blase und Prostata raus, Neoblase.


    Ich weiß noch genau, wie sich das angefühlt hat. Als würde dir jemand den Stecker ziehen oder als wäre ich in Watte gepackt.. ..Man steht da und soll so eine Entscheidung und so eine Operation „begreifen“. Das geht nicht von heute auf morgen.


    Ich habe mich damals für den Kampf entschieden nach 14Tagen - nachdenken mit Wut und auch Trauer . Nicht gegen Ärzte oder die Situation – sondern für mich. Ich wollte stärker aus dieser Sache rausgehen, als ich hineingegangen bin.


    Nach der OP habe ich mir ein klares Ziel gesetzt: zurück in den Sport. Schritt für Schritt. Erst kleine Spaziergänge. Dann leichtes Training. Später wieder Kraftsport. Und irgendwann bin ich wieder lange Strecken gelaufen – bis hin zu Marathon-Distanzen.


    Der Sport war für mich Therapie im Kopf und im Körper. Krafttraining hat mir das Gefühl gegeben, Stabilität zurückzugewinnen. Das Laufen hat meinen Kopf frei gemacht und mir gezeigt: Mein Körper funktioniert. Ich lebe. Und ich bestimme die Richtung....


    War es leicht? Nein. Es gab Phasen, da lief gar nichts. Geduld zu lernen war wahrscheinlich die größte Herausforderung. Aber die Neoblase hat mich nicht daran gehindert, wieder leistungsfähig zu werden.


    Heute kann ich sagen: Die Operation war ein harter Einschnitt – aber sie war nicht das Ende von Lebensqualität, Kraft oder Zielen.

    Vielleicht hilft dir der Gedanke, dir selbst ein Ziel zu setzen. Etwas, worauf du hinarbeiten kannst. Der Körper braucht Zeit. Der Kopf auch. Aber es geht mehr, als man am Anfang glaubt.


    Ich lebe nun fast 20 Jahre mit der Neoblase-mir geht es prächtig....Ich bin sicher,Dir auch bald wieder....


    Viel Glück Fritz....

    Gruss Manny

    Lieber Heinz ,


    der Satz „mach dir keine Sorgen“ ist verständlich gemeint.......


    pT1 G3 ist jedoch ein nicht-muskelinvasiver Hochrisiko-Tumor mit erhöhter Rezidiv- und Progressionswahrscheinlichkeit. Entsprechend sind eine leitliniengerechte Therapie sowie eine engmaschige Nachsorge erforderlich......


    Die klinischen Verläufe können erheblich variieren – von langfristigem Organerhalt bis hin zu invasiveren Therapieoptionen......


    Eine sachliche Einordnung sollte daher immer auch Teil der Aufklärung sein......


    Ich jedenfalls wünsche Dir alles Gute für den weiteren Verlauf....


    Liebe Grüsse

    Manny

    Liebe Loreley712


    das sind wirklich erfreuliche Nachrichten. Dass das Thorax-Abdomen-CT keine Hinweise auf Fernmetastasen gezeigt hat und die Zweitmeinung in Köln so positiv verlaufen ist, spricht für eine gute Ausgangssituation.....


    Die geplante Immuntherapie klingt nach einem strukturierten und zeitgemäßen Vorgehen, vor allem wenn das empfohlene Medikament seit 2024 bereits gute Ergebnisse erzielt hat. Auch die Einschätzung „nicht ernst“ durch den behandelnden Arzt ist ein beruhigendes Signal......


    Es ist schön zu hören, dass Dein Vater seine Neoblase inzwischen gut handhaben kann und dass ihr durch die Zweitmeinung neue Perspektiven bekommen habt. Genau dafür ist sie da – und es freut mich, dass dieser Schritt für euch so hilfreich war.....


    Ich wünsche euch sehr, dass die Immuntherapie gut anschlägt und ihr damit die Metastasen im kleinen Becken erfolgreich behandeln könnt.

    Alles Gute und weiterhin viel Kraft für euch als Familie........


    Viele Grüße und Glück

    wünscht euch Manny

    Hallo chrisy

    vielen Dank für Dein Feedback – es freut mich sehr......

    Ich denke, die ganze Diskussion zeigt vor allem eines: wie unterschiedlich die Lebensrealitäten von uns Betroffenen sein können. Für manche steht der medizinische Weg im Vordergrund, für andere – besonders wenn sie mitten im Berufsleben erkranken – gehören die Auseinandersetzung mit BG, RV oder Anerkennungsverfahren untrennbar dazu.....


    Dass solche Themen hier manchmal emotional diskutiert werden, ist verständlich, aber gerade dafür ist ja so ein Forum da: um Erfahrungen auszutauschen, die man sonst nirgends bekommt. Das funktioniert aber nur, wenn man die Sichtweise des anderen gelten lässt, auch wenn man selbst sie nicht teilt oder sie einen persönlich nicht betrifft......


    Ich hätte mir an mancher Stelle-wie Du ja auch- etwas mehr Sachlichkeit und weniger vorschnelle Bewertungen gewünscht. Niemand hat die Absicht, zu missionieren oder „Stimmung zu machen“ – viele versuchen einfach nur, anderen den Weg zu erleichtern, der für sie selbst sehr hart war,vielleicht auch noch ist......


    Umso mehr freut es mich, dass Du die Bedeutung des Themas genauso siehst.


    Am Ende geht es doch darum, dass wir uns gegenseitig unterstützen können – jeder mit dem, was er beitragen kann.....


    Liebe Grüsse

    Manny

    Hallo Löwe ,


    20 Jahre seit diesem Einschnitt – das ist ein Weg, den man sich von außen kaum vorstellen kann. Umso beeindruckender ist es, dass Du heute sagen kannst: „Mein Pouch und ich verstehen uns immer noch.“ Das zeigt nicht nur körperliche Anpassung, sondern auch enorme Stärke, Geduld und Lebensmut......toll!!


    Deine Dankbarkeit nach allem, was Du damals durchstehen musstest – OP, gelähmtes Bein, AHB – berührt mich sehr. Und sie macht Mut. Gerade denen, die jetzt mitten in dieser Phase stehen und noch keinen Blick nach vorne wagen können....


    Dein Beitrag bedeutet mir auch persönlich viel, denn ich selbst habe am 6. Dezember nächsten Jahres ebenfalls 20 Jahre mit meiner Neoblase erreicht. Auch für mich ist es ein Weg mit Höhen und Tiefen gewesen – und es tut gut zu lesen, dass andere diesen langen Weg ebenfalls geschafft haben und dankbar zurückblicken können.....


    Danke, dass Du diesen Tag mit uns teilst. Er zeigt, dass nach solch einem radikalen Kapitel auch viele gute Jahre folgen können.


    Ich wünsche dir von Herzen noch viele weitere davon aber mindestens nochmal 20 wenn Du willst – und dass die kalte Heide bald wieder ein wenig Wärme abgibt-wobei-auch eine kalte Heide ist schön anzuschauen..


    Liebe Grüsse zu Dir


    Manny

    Guten Tag liebe Mitlesende,nun will ich zu diesem Thema auch einmal kommentieren.


    Ich halte es für einen grundlegenden Fehler zu behaupten, das Thema BG oder Anerkennung habe „nichts im Forum zu suchen“. Blasenkrebs endet nicht an der Kliniktür. Für viele Betroffene beginnt der schwierigste Teil nach der Behandlung: der Kampf um berufliche Zukunft, finanzielle Sicherheit und die Anerkennung der eigenen Erkrankung als berufsbedingt. Wer das ausblendet, blendet einen zentralen Teil der Realität vieler Erkrankter aus.

    Es ist geradezu anmaßend und unverschämt wenn hier einige User behaupten es interessiere in diesem Blasenkrebsforum niemanden-falsch-mich schon.


    Blasenkrebs ist eben nicht nur Medizin, sondern auch ein sozialrechtliches Problem – besonders für Menschen, die durch ihre berufliche Tätigkeit einem höheren Risiko ausgesetzt waren. Und genau diese Menschen haben ein Recht darauf, sich auszutauschen, Informationen zu erhalten und Erfahrungen zu teilen. Das ist kein „Kampf gegen die BG“, sondern ein Kampf ums Überleben unter veränderten Lebensbedingungen.


    Gerade weil viele von uns am Anfang völlig überfordert sind, ist es wertvoll, wenn jemand, der diesen Weg schon gegangen ist, seine Erfahrungen teilt. Diese Informationen können darüber entscheiden, ob jemand zu seinem rechtmäßigen Anspruch kommt oder in Existenznot gerät. Und das ist ganz sicher kein Randthema, sondern Teil der Krankheitsbewältigung.


    Wer das nicht lesen möchte, kann es ignorieren. Aber anderen abzusprechen, dass dieser Teil ihres Lebens hier Platz hat, ist nicht angemessen – und widerspricht dem Grundgedanken eines Forums: Erfahrungen zu teilen, die anderen weiterhelfen.


    Danke AH100BN6 füber das Aufmachen auch dieser Thematik hier...


    Herzlicher Gruss und viel Erfolg bei Deinem Kampf....aber vor allem bleibe gesund....


    Manny

    Liebe Susi89 ,


    Dein Beitrag hat mich sehr bewegt... Es ist schwer, einen geliebten Menschen auf einem solchen Weg zu begleiten, vor allem, wenn so vieles ungewiss ist und es ist schwer auf Deinen Beitrag adäquat zu antworten....


    Die Situation, die Du beschreibst, ist leider typisch für eine fortgeschrittene Krebserkrankung mit Knochenmetastasen – der Körper wird schwächer, selbst wenn einzelne Therapien noch einmal kurz wirken sollten....


    Dass Dein Vater jetzt auf der Palliativstation ist, bedeutet nicht, dass sofort das Ende bevorsteht, sondern dass sein Wohlbefinden und die Linderung von Beschwerden jetzt im Mittelpunkt stehen.


    Manche Patienten stabilisieren sich dort für einige Zeit, andere werden langsam schwächer. Niemand kann den genauen Verlauf voraussagen, aber das Team dort wird alles tun, um ihm die Zeit so angenehm und schmerzfrei wie möglich zu gestalten....


    Dass Du diese Zeit als belastend und angstvoll empfindest, ist völlig verständlich. Wichtig ist, dass Du Dir selbst auch Pausen gönnst und Dir Unterstützung holst, wenn Du sie brauchst – ob bei Freunden, in der Familie oder auch im Palliativteam. Dein Dasein und Deine Nähe sind meines Erachtens für Deinen Vater das Wichtigste, auch wenn Du Dich oft hilflos fühlen wirst.


    Viel Kraft und immer doch wieder bessere Momente wünsche ich Deinem Papa,Dir und Eurer Familie...

    Ihr werdet das nun gemeinsam tragen....


    Liebe Grüsse


    Manny

    Liebe @Lisa


    ich kann gut verstehen, dass Dich das verunsichert – das ist alles nicht leicht nachzuvollziehen, besonders wenn man sich Sorgen um die Mama macht.....


    Bei einer Blasenspiegelung mit Gewebeproben werden wirklich nur winzige Stückchen aus der Blasenschleimhaut entnommen. Das blutet meist nur ganz wenig, und eine Spülung wie nach einer TUR-B ist da nicht nötig. Die Gefahr, dass Krebszellen dadurch „in die Blutbahn geraten“, besteht meines erachtens praktisch nicht....


    Eine TUR-B ist ein richtiger Eingriff im Krankenhaus, bei dem Tumorgewebe abgetragen wird – da wird viel mehr verletzt, deshalb braucht es dort aus sicherheitsgründen diese Spülung.


    Dass der Urologe zur Kontrolle Biopsien in der Praxis machen will, ist also grundsätzlich nichts Ungewöhnliches.....finde ich sogar sehr umsichtig von ihm....


    Ich wünsche Deiner Mutter alles Gute für die Untersuchung – und Dir von Herzen, dass du dich ein bisschen weniger sorgen musst....


    Liebe Grüsse

    Manny

    Guten Abend gaby2210


    ich kann sehr gut nachvollziehen, wie belastend diese Zeit für Dich ist. Dass Du seit der Blasenspiegelung kaum zur Ruhe kommst, ist völlig normal – viele fühlen sich genau so, wenn ein möglicher Krebsbefund im Raum steht,ich hatte lange nach der Diagnose solch ein "Wattegefühl".....


    Versuche, Dich auf Dinge zu konzentrieren, die Dir kurzfristig gut tun – Spaziergänge, Telefonate mit Familie oder Freunde, Hobbys. Auch kleine Auszeiten helfen, die Gedanken etwas zu ordnen.


    Und denke daran: Ein „Verdacht auf CIS“ bedeutet nicht automatisch, dass es schon fortgeschritten ist.


    Viele Patienten kommen damit gut zurecht, weil die Therapie oft sehr erfolgreich ist.


    Du bist damit nicht allein, und es kann helfen, Deine Fragen und Sorgen schon einmal aufzuschreiben, damit Du beim Termin alles ansprechen kannst,so habe ich das damals gemacht.


    Alles Gute für Dich – versuche, Dir kleine Ruhepausen zu gönnen.


    Herzliche Grüße,Du packst das....

    Manny

    Liebe Tochter, Loreley712


    willkommen hier im Forum und vielen Dank, dass Du die Geschichte Deines Vaters hier so offen teilst. Es ist sehr verständlich, dass Dich dieser Verlauf beunruhigt – und ehrlich gesagt macht er auch mich betroffen.


    Ein pT3-Harnleiterkarzinom ist ein

    fortgeschrittenes Tumorstadium, das nach der Entfernung des Harnleiters eine engmaschige Nachsorge erforderlich macht. Nach den aktuellen urologischen Leitlinien wären in den ersten zwei Jahren nach der Operation regelmäßige bildgebende Kontrollen (CT oder MRT von Thorax/Abdomen, ggf. Zystoskopien) in kurzen Abständen vorgesehen, um ein mögliches Rezidiv oder eine Blasenbeteiligung frühzeitig zu erkennen.....


    Dass nun nach knapp zwei Jahren eine Neoblase notwendig war, spricht leider dafür, dass die Erkrankung bereits frühzeitig in der Blase vorhanden oder sehr aggressiv war. Das wirft natürlich die Frage auf, ob bei der Nachsorge konsequent genug überwacht wurde oder ob sich der Tumor einfach sehr rasch entwickelt hat – beides ist denkbar.


    Ich kann Euch daher nur ausdrücklich raten, eine Zweitmeinung in einem uroonkologischen Zentrum einzuholen, idealerweise an einer Universitätsklinik mit interdisziplinärer Tumorkonferenz (Urologie, Onkologie, Radiologie, Pathologie). Dort kann das bisherige Vorgehen kritisch geprüft und die optimale weitere Therapie (z. B. Chemo-, Immun- oder Kombinationstherapie) individuell geplant werden.


    Euer Eindruck, dass ihr „nicht richtig an die Hand genommen“ werdet, ist absolut nachvollziehbar. Gerade bei dieser Erkrankung ist eine klare Kommunikation und kontinuierliche Betreuung entscheidend. Zögert also nicht, aktiv nachzufragen und gegebenenfalls den Behandlungsort zu wechseln, wenn ihr kein Vertrauen habt.


    Ich wünsche Euch von Herzen viel Kraft, Zuversicht und ein gutes, engagiertes Ärzteteam an Eurer Seite.,das ist jetzt sehr wichtig...


    Liebe Grüsse und alles Gute

    Manny

    Hallo bar65

    Nun will ich hier auch einmal meinen Senf dazu geben.


    Du brauchst Dich hier wirklich nicht zu entschuldigen. Du hast keinen Fehler gemacht, sondern dafür gesorgt, dass die Angaben hier korrekt sind – gerade bei Bewertungen einer Klinik oder Diagnosen ist das extrem wichtig.


    Schade ist eher, dass die Person, die den ursprünglichen Fehler verursacht hat, sich zurückzieht, statt ihn einfach zuzugeben. Fehler passieren – aber Verantwortung übernehmen zeigt Respekt und Größe. Das hat nicht jeder.


    Danke, dass Du auch hier für Genauigkeit gesorgt hast. Genau das macht dieses Forum verlässlich und gute Moderation aus.


    Es ist schön und es ist gut, dass es so jemanden wie Dich hier gibt.....


    Mit bestem Gruss

    Manny

    Hallo RoterBaron  ebi60


    Du hast natürlich völlig recht: Eine Neoblase hat keine eigene Kontraktionskraft, weil sie aus Darmgewebe besteht und keinen echten Blasenmuskel besitzt.


    Allerdings ist der innere Druck in einer jüngeren Neoblase meist höher als in einer älteren. Das liegt wohl daran, dass das Gewebe anfangs noch straff und weniger gedehnt ist. Dadurch entsteht beim Füllen ein stärkerer Druck, der die Entleerung erleichtert, war zumindest bei mir so.


    Mit den Jahren dehnt sich das Gewebe durch den täglichen Gebrauch immer mehr aus, wird weicher und „nachgiebiger“. Der Druck in der Neoblase nimmt dadurch ab, und sie entleert sich oft nicht mehr ganz so leicht oder vollständig wie früher.Ich merke das seit einiger Zeit auch.


    Das meinte ich mit nachlassender Kontraktionskraft.


    Natürlich völlig falsch ausgedrückt von mir, sorry.Danke für die Korrektur.... RoterBaron und Dir ebi60 für Dein Feedback und die lieben Wünsche....


    Gruss Manny

    Hallo ebi60


    es freut mich sehr zu lesen, dass Du mit deiner Neoblase seit so vielen Jahren gut zurechtkommst, aktiv bist und das Leben mit Familie und Enkelkind genießt – das klingt wirklich nach einer sehr gelungenen Bilanz,die auch ich ähnlich nach fast 20 Jahren mit Neoblase vorzuweisen hätte😀 .


    Zu Deinen Fragen:


    1. Selbstkatheterisierung :

    Viele Neoblasenträger:innen kennen das Thema. Mit der Zeit kann es passieren, dass sich die Entleerung etwas verändert – sei es durch Schleimbildung, eine verengte Harnröhre oder eine nachlassende Kontraktionskraft der Neoblase. Wenn nach dem Wasserlassen ein Restharn bleibt, kann eine intermittierende Selbstkatheterisierung (ISK) helfen, Infekte und Harnstau zu vermeiden.

    Einige Mitglieder hier führen sie regelmäßig durch, andere nur bei Bedarf, zum Beispiel wenn sie merken, dass der Urinfluss schwächer wird oder sich die Blase nicht vollständig leert. Der Umgang damit ist anfangs ungewohnt, wird aber mit etwas Übung Routine. Wichtig ist, dass dein Urologe dir genau zeigt, wie du hygienisch und schonend vorgehst.Bei mir zum Beispiel klappt das seit 2008 völlig Problemlos.


    2. Nierenproblematik bei Neoblase:

    Langfristig ist die Nierenfunktion ein wichtiger Punkt. Durch Restharn, Harnwegsinfekte oder Rückstau kann es auf Dauer zu einer Belastung der Nieren kommen. Deshalb sind die regelmäßigen Kontrollen, die du ohnehin machst (Sono, BGA, Kreatinin, ggf. Röntgen), sehr wichtig.

    Einige Forumsmitglieder berichten von stabilen Nierenwerten über viele Jahre, andere mussten wegen wiederkehrendem Harnstau genauer beobachtet oder behandelt werden. Wenn Dein Urologe etwas angedeutet hat, lohnt es sich, das beim nächsten Termin direkt anzusprechen – lieber einmal mehr nachfragen, bevor sich etwas verschlechtert.Bei mir wird alle halbe Jahre ein Ultraschall der Nieren gemacht und es wurde nie etwas festgestellt.Warum auch wenn alles glatt abläuft und arbeitet.


    3. BicaNorm:

    BicaNorm wird gegeben, um den Säure-Basen-Haushalt zu stabilisieren, da die Neoblase aus Darmgewebe besteht und über die Zeit zu einer leichten Übersäuerung (metabolische Azidose) führen kann. Wenn deine Werte stabil sind, kann die Dosis manchmal reduziert werden – so wie bei dir jetzt getestet wird. Die Kontrolle über die Blutgasanalyse (BGA) ist hier genau der richtige Weg.Ich selbst habe nur die ersten Monate nach der OP.BicaNorm nehmen müssen weil mein BE-Wert unter 2,5 lag,danach nicht mehr,hatte und habe immer einen Wert zwischen minus 1 und plus 1.Ich beobachte das aber sehr genau.


    Ich wünsche Dir weiterhin stabile Werte, eine gut funktionierende Neoblase und viel Freude mit deinem Enkelkind! 😊

    Schön, dass Du Deine Erfahrungen hier teilst – sie sind für viele Menschen sehr hilfreich, die mit Ihren Neoblasen oder der OP. noch am Anfang stehen.


    Herzliche Grüße von mir und bleibe gesund....

    Manny

    Lieber Manfred, liebe Beate,


    schön, dass Ihr hierher gefunden habt und so offen von eurer Situation erzählt. Es ist völlig verständlich, dass Euch diese Zeit sehr belastet – so eine OP mit Stoma bringt riesige Veränderungen mit sich. Ihr macht das schon jetzt großartig, weil Ihr die Herausforderung gemeinsam angeht.


    Das Manfred 10kg.an Gewicht verloren hat ist nach einer solch schweren und grossen OP.völlig normal,manche verloren noch mehr.


    In der Reha wirst Du, Manfred, nicht allein gelassen – dort sind Fachleute, die Dir Schritt für Schritt zeigen, wie Du mit dem Stoma zurechtkommst. Viele hier im Forum teilen Euer Schicksal, auch ältere Menschen, und geben ihre Erfahrungen weiter. So merkt Ihr schnell: Ihr seid nicht allein.


    Ich bin sicher,nach einiger Zeit werdet Ihr wieder gemeinsam in Euer vorheriges Leben zurückkehren.

    Mit den besten Wünschen für Euch


    Manny

    Lieber Dennis carper82


    bei Dir wurde im ersten Eingriff für eine Tur-B tatsächlich viel zu wenig Gewebe entnommen – damit kann man keine verlässliche Diagnose stellen. War das vielleicht nur eine Blasenspiegelung?

    Das zumindest solltest Du in Erfahrung bringen.


    Eine TUR-B dient nicht nur dazu, einen offensichtlichen Tumor zu entfernen, sondern auch, um überhaupt sicher festzustellen, ob einer vorliegt. Deshalb ist es in Deinem Fall üblich und sinnvoll, dass eine zweite TUR-B empfohlen wird. Nur so können Pathologen genügend Material untersuchen und sicher ausschließen (oder bestätigen), ob etwas da ist.


    Dass du mit der ersten Klinik so schlechte Erfahrungen gemacht hast, ist natürlich bitter – aber es spricht für Dich, dass Du Dir eine Zweitmeinung geholt hast und Dich dort besser aufgehoben fühlst.


    Gerade mit deiner Anst vor Katheter und Schmerzen solltest Du das unbedingt offen ansprechen, damit die Ärzte sich darauf einstellen und Dich entsprechend begleiten können (z. B. bessere Aufklärung, Schmerztherapie, ggf. Narkoseverfahren).


    Unterm Strich: Ja, die zweite TUR-B ist sinnvoll und entspricht auch den gängigen Leitlinien. Wichtig ist, dass Du diesmal in einer Klinik bist, in der Du Dich ernst genommen fühlst.


    Ich wünsche Dir Glück und gute Besserung.

    Gruss Manny