Beiträge von Blasius

    Moin Doreen,

    du musst auf die


    Anlage zu § 2 der Versorgungsmedizin-Verordnung:

    Teil B: GdS-Tabelle

    12.2 Schäden der Harnwege

    12.2.3 Nach Entfernung eines malignen Blasentumors ist eine Heilungsbewährung abzuwarten.

    Satz 2:

    GdS während einer Heilungsbewährung von fünf Jahren

    nach Entfernung im Stadium Tis oder T1 (Grading ab G2)


    beziehen.

    Da steht unzweideutig im Gesetzestext: Grading ab G2


    Vor jedem Sozialgericht bekommst du Recht!


    Laß dich nicht abwimmeln, die meisten Sachbearbeiter auf diesen Stellen haben von der umfassenden Sozialgesetzgebung nur marginal Ahnung.


    Viel Erfolg und beste Gesundheit!

    LG - Blasius

    Moin Doreen,

    falls du noch was ändern lassen kannst (Widerspruchsfrist noch nicht abgelaufen), solltest du dich beim Amt melden und die Heilungsbewährung = 5 Jahre einfordern.
    Denn nicht nur die Eindringtiefe des Tumors (Ta - T1), sondern in erster Linie die Gefährlichkeit des CA (G2 - G3) ist für die Bewertung ausschlaggebend.
    Und ab einem G2 (highgrade) ist die Heilungsbewährung von 5 Jahren zu gewähren.

    Anrufen, nett mit dem "Amtsschimmel" plaudern (deren Wissen oft nicht den Erfordernissen ihres Jobs entspricht) und eventuell mit einer längeren Heilungsbewährung belohnt werden.


    Viel Erfolg und bleib gesund

    Blasius

    Moin Montetey.52, bester Ralf,

    bei einem pTa/G1 gibt es normaler Weise nur 2 Jahre Heilungsbewährung. Der Fehler steckt im Detail deiner Befundung: der Pathologe hätte sich auf das G3 beschränken sollen. Das Amt geht nun von der weitaus geringgefährlicheren Variante G1 aus und kommt dir mit 3 Jahren Heilungsbewährung schon entgegen.

    Mein Vorschlag: ruf da mal an und löchere den/die SachbearbeiterIn. Nachfragen kostet nichts und manchmal merkt das unbekannte Wesen in der Amtsstube, dass es sich bei den Antragstellern um kranke Menschen handelt (und nicht um eine dicke Akte).

    Da du ja im VdK Mitglied bist, befrag die doch auch mal nach ihrer Einschätzung.


    Weiterhin beste Genesung und bleib hoffnungsfroh!

    Blasius

    Moin Reinhard,


    nur mal so zur Erinnerung: das Moster wirst du nie mehr los! Du bleibst dein restliches Leben ein "Verdachtsfall", der lebenslang überwacht werden muss.

    Also nach Beendigung der Mitomycin-Therapie weiterhin 1/4 jährliche Spiegelung für die nächsten 2 Jahre, dann 1/2 jährlich 3 Jahre lang, danach bis zur Kiste 1x jährlich Zystoskopie, möglichst mit PSA-Test und Urin-Zythologie.


    Bleib gesund und denk dran - Leben ändern, stressfrei werden, gesund ernähren.


    Grüße - Blasius

    Moin Rene72,


    da dein Fall bereits bei Gericht gelandet ist, wird es für dich höchste Zeit, dich nach den von dir verwendeten Farben zu erkundigen.

    Denn es ist von höchster Wichtigkeit, dass sie Aromatische Amine oder wasserloösliche Azofarbstoffe enthielten.

    Du must unbedingt versuchen, an die jeweiligen Sicherheitsdatenblätter zu gelangen. Nur der gesicherte Nachweis über die Zusammensetzung der von dir verwendeten Farben garantiert Erfolg.

    Im BK-Report 1/2019 Nr. 11.4 bis 11.4.9 (S. 95 - 103) wird auf die zeitliche Abfolge der den Farben zugesetzten Azofarbstoffe und auf die unterschiedliche Benennung der verwendeten Farben hingewiesen. Dies macht den Nachweis der Belastung sehr schwierig.

    Für dich und deinen Anwalt, den du hoffentlich hast und der vor allem Erfahrung in der Durchsetzung von Ansprüchen gegenüber der BG hat, vielleicht hilfreich ist folgendes Urteil:

    Blasenkrebs als Berufskrankheit auch bei nur geringer beruflicher Belastung mit aromatischen Aminen


    Auch bei nur geringer beruflicher Belastung mit aromatischen Aminen kann eine berufsbedingte Krebserkrankung vorliegen. Dies hat das Sozialgericht Karlsruhe entschieden.


    Der Wortlaut der BK Nr. 1301 der Anlage zur BKV (Schleimhautveränderungen, Krebs- oder andere Neubildungen der Harnwege durch aromatische Amine) setzt keine berufliche Mindestbelastungsdosis voraus. In der medizinischen Wissenschaft besteht derzeit auch kein Konsens über Grenzwerte für eine Exposition gegenüber aromatischen Aminen, bei deren Einhaltung Erkrankungen nicht zu befürchten sind bzw. bei deren Unterschreitung die Kausalität im Einzelfall auszuschließen ist.


    Deshalb ist, da ein exakter Beweis für eine berufsbedingte Krebserkrankung meist nicht zu erbringen ist, eine Indizienkette aufzubauen. In deren Rahmen kann mithin bei einer beruflichen Einwirkung sog. K1-Stoffe auch im Niedrig-Dosis-Bereich die Wahrscheinlichkeit einer berufsbedingten Erkrankung bestehen (Anschluss an Hess. LSG vom 03.11.2004 - L 3 U 1613/97 -).


    Mit dieser Begründung hat das Sozialgericht Karlsruhe eine Berufsgenossenschaft verurteilt, dem Kläger unter Feststellung eines operierten Urothelkarzinoms der Harnblase und einer Nierenfunktionsstörung als Begleitschaden Verletztenrente aus der Gesetzlichen Unfallversicherung zu zahlen.



    * Referenz:

    o Sozialgericht Karlsruhe, Urteil vom 20.02.2008

    [Aktenzeichen: S 1 U 812/07]


    Außerdem hier noch ein Aufsatz:


    Universität Rostock - Medizinische Fakultät

    Institut für Arbeitsmedizin_

    _

    Merkblatt zur BK Nr. 1301:

    Schleimhautveränderungen, Krebs oder andere Neubildungen der Harnwege durch aromatische Amine


    Home BK-Liste

    Schleimhautveränderungen, Krebs oder andere Neubildungen der Harnwege durch aromatische Amine

    Merkblatt zu BK Nr. 1 der Anl. 1 zur 7. BKVO

    (Bek. des BMA v. 12.6.1963, BArbB1 Fachteil Arbeitsschutz 1964,129f)



    I. Vorkommen und Gefahrenquellen

    Wichtige hierhergehörende chemische Verbindungen, die insbesondere Krebs oder andere Neubildungen der Harnwege hervorrufen können, sind:

    Beta-Naphthylamin (C10H7 • C6H4 • NH2),


    Benzidin (H2N • C6H4 • C6H4 • NH2),


    4-Aminodiphenyl (Xenylamin).

    An den abführenden Harnwegen bewirken Toluidine (o-Toluidin, p-Toluidin), Chlortoluidin u. a. vorwiegend nur Schleimhautveränderungen im Sinne einer Reizung oder Entzündung. Dichlorbenzidin und Dianisidin können als Homologe und Substitutionsprodukte des Benzidins gleichfalls Ursache der genannten Erkrankungen sein.


    Diese Stoffe kommen als Zwischenprodukte in der chemischen Industrie, vor allem in Betrieben der Farbstoffsynthese vor; auch in bestimmten Laboratorien u. a. können sie eine Gefahrenquelle sein. Arbeiten mit dem fertigen Farbstoff und den gebrauchsfertigen Farben sind ungefährlich, falls nicht infolge Zersetzung oder Zerstörung aromatische Amine, die die betreffenden Krankheiten verursachen können, frei werden.


    Dem reinen Anilin und reinen Alpha-Naphtylamin wird eine cancerogene Wirkung abgesprochen; im Einzelfall können diese - wie auch sonstige Substanzen - mit krebserzeugenden aromatischen Aminen verunreinigt sein.

    II. Aufnahme und Wirkungsweise

    Durch berufliche Beschäftigung können die genannten Stoffe vorwiegend durch Hautresorption, aber auch in Dampf oder Staub über die Atemwege aufgenommen werden. In den Harnwegen, insbesondere in der Harnblase, seltener in Harnleiter und Nierenbecken, wo sie - teilweise nach chemischem Umbau - längere Zeit verweilen, kann es zu den genannten Erkrankungen kommen.

    III. Krankheitsbild und Diagnose

    Entzündliche Veränderungen der Harnwege mit Harndrang, krampfartigen Beschwerden in der Gegend der Harnblase, häufigem Wasserlassen und occulter oder sichtbarer Hämaturie treten auf. Lokalisiert oder multipel können sich Papillome bilden. Häufige und hartnäckige Recidive sowie die Entstehung einer Pyelonephritis sind möglich.


    Immer wiederkehrende Blutungen und zunehmende Blasenstörungen weisen auf eine Neubildung in der Blasenschleimhaut hin, die sowohl gutartig, papillomatös als auch bösartig, knotig oder infiltrierend sein kann. Die Umwandlung gutartiger Geschwülste in bösartige kommt vor.


    Krebs der Harnwege kann sich auch ohne stärkere vorausgehende Symptome entwickeln.


    Die Veränderungen finden sich bevorzugt im Blasengrund und in der Umgebung der Einmündung der Harnleiter in die Harnblase, seltener in der Blasenkuppe. Auch im Harnleiter und Nierenbecken können sie auftreten, hier insbesondere in Verbindung mit lang anhaltenden Stauungen im Harnabfluß.


    Zur Sicherung der Diagnose sind bei verdächtig klinischen Anzeichen Harnsedimentuntersuchungen, Blasenspiegelungen und ggf. Entnahme von Geschwulstpartikeln für die histologische Untersuchung erforderlich.

    IV. Hinweise für die ärztliche Beurteilung

    Schleimhautveränderungen, Krebs oder andere Neubildungen, bedingt durch aromatische Amine, sind weder klinisch, histologisch noch nach ihrem Verlauf von solchen Erkrankungen anderer Ursachen abzugrenzen; daher ist für die ärztliche Beurteilung eine eingehende Arbeitsanamnese von besonderer Wichtigkeit.


    Krebs oder andere Neubildungen der Harnwege können im allgemeinen nach mehrjähriger, gelegentlich auch mehrmonatiger Exposition mit aromatischen Aminen entstehen; noch Jahrzehnte nach Aufgabe des gesundheitsgefährdenden Arbeitsplatzes können sie in Erscheinung treten.


    Sofern durch Einwirkung aromatischer Amine andere Krankheiten entstanden sind, ist zu prüfen, ob diese unter Nr. 5, Nr. 41 oder Nr. 46 der Anlage zur 7. Berufskrankheiten-Verordnung fallen.*)


    *) Diese Verweise beziehen sich auf die BK-Liste der VII. BkVO

    Frühere BK Nr. 5: jetzt BK Nr.1304 Erkrankungen durch Nitro- oder Aminoverbindungen des Benzols oder seiner Homologe oder ihrer Abkömmlinge

    Frühere BK Nr. 41: jetzt BK Nr.4302 Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte obstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

    Frühere BK Nr. 46: jetzt BK Nr.5101 Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können


    Wir haben das Merkblatt für Sie abgeschrieben und versucht, den Originalwortlaut ganz genau zu übertragen.

    Dennoch können uns Fehler unterlaufen sein, wofür wir Sie um Verzeihung bitten.

    Verbindlich ist nur der im Bundesarbeitsblatt veröffentlichte Wortlaut.


    Universität Rostock - Medizinische Fakultät

    Institut für Arbeitsmedizin_

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    Merkblatt zur BK Nr. 1301:

    Schleimhautveränderungen, Krebs oder andere Neubildungen der Harnwege durch aromatische Amine


    Home BK-Liste

    Schleimhautveränderungen, Krebs oder andere Neubildungen der Harnwege durch aromatische Amine

    Merkblatt zu BK Nr. 1 der Anl. 1 zur 7. BKVO

    (Bek. des BMA v. 12.6.1963, BArbB1 Fachteil Arbeitsschutz 1964,129f)



    I. Vorkommen und Gefahrenquellen

    Wichtige hierhergehörende chemische Verbindungen, die insbesondere Krebs oder andere Neubildungen der Harnwege hervorrufen können, sind:

    Beta-Naphthylamin (C10H7 • C6H4 • NH2),


    Benzidin (H2N • C6H4 • C6H4 • NH2),


    4-Aminodiphenyl (Xenylamin).

    An den abführenden Harnwegen bewirken Toluidine (o-Toluidin, p-Toluidin), Chlortoluidin u. a. vorwiegend nur Schleimhautveränderungen im Sinne einer Reizung oder Entzündung. Dichlorbenzidin und Dianisidin können als Homologe und Substitutionsprodukte des Benzidins gleichfalls Ursache der genannten Erkrankungen sein.


    Diese Stoffe kommen als Zwischenprodukte in der chemischen Industrie, vor allem in Betrieben der Farbstoffsynthese vor; auch in bestimmten Laboratorien u. a. können sie eine Gefahrenquelle sein. Arbeiten mit dem fertigen Farbstoff und den gebrauchsfertigen Farben sind ungefährlich, falls nicht infolge Zersetzung oder Zerstörung aromatische Amine, die die betreffenden Krankheiten verursachen können, frei werden.


    Dem reinen Anilin und reinen Alpha-Naphtylamin wird eine cancerogene Wirkung abgesprochen; im Einzelfall können diese - wie auch sonstige Substanzen - mit krebserzeugenden aromatischen Aminen verunreinigt sein.

    II. Aufnahme und Wirkungsweise

    Durch berufliche Beschäftigung können die genannten Stoffe vorwiegend durch Hautresorption, aber auch in Dampf oder Staub über die Atemwege aufgenommen werden. In den Harnwegen, insbesondere in der Harnblase, seltener in Harnleiter und Nierenbecken, wo sie - teilweise nach chemischem Umbau - längere Zeit verweilen, kann es zu den genannten Erkrankungen kommen.

    III. Krankheitsbild und Diagnose

    Entzündliche Veränderungen der Harnwege mit Harndrang, krampfartigen Beschwerden in der Gegend der Harnblase, häufigem Wasserlassen und occulter oder sichtbarer Hämaturie treten auf. Lokalisiert oder multipel können sich Papillome bilden. Häufige und hartnäckige Recidive sowie die Entstehung einer Pyelonephritis sind möglich.


    Immer wiederkehrende Blutungen und zunehmende Blasenstörungen weisen auf eine Neubildung in der Blasenschleimhaut hin, die sowohl gutartig, papillomatös als auch bösartig, knotig oder infiltrierend sein kann. Die Umwandlung gutartiger Geschwülste in bösartige kommt vor.


    Krebs der Harnwege kann sich auch ohne stärkere vorausgehende Symptome entwickeln.


    Die Veränderungen finden sich bevorzugt im Blasengrund und in der Umgebung der Einmündung der Harnleiter in die Harnblase, seltener in der Blasenkuppe. Auch im Harnleiter und Nierenbecken können sie auftreten, hier insbesondere in Verbindung mit lang anhaltenden Stauungen im Harnabfluß.


    Zur Sicherung der Diagnose sind bei verdächtig klinischen Anzeichen Harnsedimentuntersuchungen, Blasenspiegelungen und ggf. Entnahme von Geschwulstpartikeln für die histologische Untersuchung erforderlich.

    IV. Hinweise für die ärztliche Beurteilung

    Schleimhautveränderungen, Krebs oder andere Neubildungen, bedingt durch aromatische Amine, sind weder klinisch, histologisch noch nach ihrem Verlauf von solchen Erkrankungen anderer Ursachen abzugrenzen; daher ist für die ärztliche Beurteilung eine eingehende Arbeitsanamnese von besonderer Wichtigkeit.


    Krebs oder andere Neubildungen der Harnwege können im allgemeinen nach mehrjähriger, gelegentlich auch mehrmonatiger Exposition mit aromatischen Aminen entstehen; noch Jahrzehnte nach Aufgabe des gesundheitsgefährdenden Arbeitsplatzes können sie in Erscheinung treten.


    Sofern durch Einwirkung aromatischer Amine andere Krankheiten entstanden sind, ist zu prüfen, ob diese unter Nr. 5, Nr. 41 oder Nr. 46 der Anlage zur 7. Berufskrankheiten-Verordnung fallen.*)


    *) Diese Verweise beziehen sich auf die BK-Liste der VII. BkVO

    Frühere BK Nr. 5: jetzt BK Nr.1304 Erkrankungen durch Nitro- oder Aminoverbindungen des Benzols oder seiner Homologe oder ihrer Abkömmlinge

    Frühere BK Nr. 41: jetzt BK Nr.4302 Durch chemisch-irritativ oder toxisch wirkende Stoffe verursachte obstruktive Atemwegserkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

    Frühere BK Nr. 46: jetzt BK Nr.5101 Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können


    Wir haben das Merkblatt für Sie abgeschrieben und versucht, den Originalwortlaut ganz genau zu übertragen.

    Dennoch können uns Fehler unterlaufen sein, wofür wir Sie um Verzeihung bitten.

    Verbindlich ist nur der im Bundesarbeitsblatt veröffentlichte Wortlaut.


    Falls du noch mehr Literatur benötigst, melde dich bitte. ansonsten wünsche ich dir viel Erfolg und einen langen Atem. Mein Fall dauerte von von der Meldung an die BG im Jahr 2006 bis zur Ablehnung der Revision durch das Bundessozialgericht im Jahr 2014, also 8 Jahre.


    Beste Grüße

    Blasius

    Moin Caro,


    die Woche hat sechs Werktage. Wenn du an einem Samstag arbeiten sollst, muss dir dafür ein anderer Wochentag freigegeben werden. Dein Arbeitsvertrag läuft über 40 Wochenstunden. Theoretisch kann dein Arbeitgeber diese 40 Stunden Leistung innerhalb einer Woche einfordern. Gibt es denn in deinem Arbeitsvertrag eine Klausel (Paragraph) bezüglich bezahlter oder unbezahlter Mehrarbeit? Oft wird sowas sozusagen im Kleingedruckten versteckt.

    Du solltest deinen Arbeitgeber unter Bezugnahme auf deine Schwerbehinderung von der Unzumutbarkeit der Mehrarbeit hinweisen.

    Hole dir Rat und Hilfe bei der Personalvertretung, der Gewerkschaft oder aber, weil kompetenter, beim SOvD oder VDK.


    Viel Erfolg, bleib gesund und sei gegrüßt

    Blasius

    Moin jokei,


    in deinem Widerspruch musst du expliziet auf die Diazotypie hinweisen :


    Die Diazotypie ist ein Positiv-Verfahren, bei dem dunkle Linien der Vorlage auf einem hellen Träger ebenfalls dunkel werden. Es bildet sich ein Polymer mit Azofarbstoff. Es wird ohne Emulsion gearbeitet; die Färbung entsteht in einem trockenen Prozess unter Ammoniakdämpfen unmittelbar auf dem Träger.


    Azofarbstoffe sind in der BK-Liste für die Bk1301 aufgeführt.
    Dein Widerspruch muss sich auf die Anerkennung einer Berufskrankheit nach BK1301, hilfsweise nach 1304 richten. Verweise auf die bei der Herstellung der Lichtpausen entstehenden Azofarbstoffe und die dabei freiwerdenden Dämpfe.

    Versuche beim

    Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA)

    Referat Gefahrstoffinformationen

    Alte Heerstr. 111, D-53754 Sankt Augustin, Germany


    Informationen über die verwendeten Chemikalien und deren Wechselwirkung (Kodak E3, E4, E6, Agfa Cu410, Ra4) zu erhalten oder du kannst selbst noch die einzelnen Agenzien definieren.

    Such dir einen guten Fachanwalt (Spez. Berufskrankheit), z.B. klick hier


    Viel Glück und die nötige Ausdauer (ca. 5-12 Jahre bis Anerkennung)

    Blasius

    Moin Ole,

    hast du schon deine Schwerbehinderung anerkannt bekommen?

    Hast du schon Kontakt zum Integrationsamt aufgenommen?

    Dieses Amt soll nämlich von Gesetzes wegen dir bei der Jobfindung als Schwerbehinderter behilflich sein.

    Und wenn du sonst noch Hilfe benötigst: der VDK oder der SoVD haben sehr gute Fachleute an der Hand, die sich im Schwerbehindertenrecht bestens auskennen.

    Aber jetzt erst mal ein angenehmes Weihnachtsfest!

    LG - Blasius

    Moin conga,

    in den meisten Kliniken wird bei einem papillärem Karzinom, also einem noch auf der Harnblasenschleimhaut aufsitzendem Tumor, bei der ersten TUR-B nur geschnitten und dann der Bericht der Pathologie abgewartet. Denn erst die genaue Klassifizierung des Tumors führt zu weiteren Therapien.

    In der nach etwa 4 - 6 Wochen später erfolgenden Nachresektion (2. TUR-B) wird dann, wenn es erforderlich ist, die Mitomycin-Frühinstallation gemacht und, sofern die Klinik über die Technik verfügt, auch unter Blaulicht operiert.


    Enspann dich und wartet erst mal ab, wie das Ergebniss der 1. TUR-B und des pathologischen Befundes ist.


    LG - albius

    Moin Anderl,


    eine BCG-Therapie in voller Länge dürfte deine Mutter höchstwarscheinlich nicht durchstehen. 1. zu lange und 2. in dem Alter sicher Quälerei.

    Wenn man nichts macht, kann es schmerzfrei sicher noch max. ein Jahr gutgehen, danach kommt eine sehr schmerzhafte Phase, die aber meist nicht mehr lange dauert.

    Die beste Variante wäre die Zystektomie mit Anlage eines Uro-Stomas. Das geht mit einer relativ kurzen OP einher und dann ist Ruhe mit Krebs (weil rausgeschnitten). Um die OP zu vermeiden, bliebe der Versuch mit Mitomycin, der aber bei einem CIS sicher wenig bringen dürfte.

    Ihr könnt es ja versuchen mit BCG, aber ich wage zu bezweifeln, dass deine Mutter die ersten 6 Installationen durchhält.


    LG

    Blasius

    Moin berti57 Berti,


    du must bei deinem Urologen und deinem Hausarzt vorstellig werden und mit ihnen zusammen eine Aufstellung deiner Beschwerden machen:


    Neoblase = Verlust der Libido! Ergo psychische Probleme, weil keine Erektion, kein Mann mehr!

    Inkontinenz = tagsüber Stressinkontinenz, nachts grundsätzlich (Vorlagen, Kondomurinal)

    vermindertes Fassungsvermögen der Neoblase gegenüber der gewachsenen Blase = ständiger Harndrang

    Psychische Probleme wegen der Zukunftsangst (Filiae-Carcinome), Blasenkrebs neigt zum streuen!

    Wegen der Unkonzentriertheit nur verminderte Berufschancen, es droht Hartz IV!


    Widerspruch allein ist erstmal eine Maßnahme zur Anfechtung eines Verwaltungsaktes, aber er muß auch begründet werden. Und alle angegebenen Ärzte werden um eine Stellungnahme ersucht. Wann die die dann abgeben, steht bei vielen Doktores in den Sternen (zuviel Arbeit für läppische 16,- Euro). Und sollten die Ärzte trotz Mahnung nicht reagieren, wird nach Aktenlage entschieden. Wenn dann von dir keine seitenlange Leidensbeschreibung drin ist, hast du Pech und es wird genau nach Liste beurteilt.


    Viel Erfolg und werde tätig

    LG - Blasius

    Moin Jan,


    G2 high risk:

    8 x Mitomycin wöchentlich (Initialtherapie), Kontrollzystoskopie, 36 x Mitomycin monatlich (Erhaltungstherapie)


    Im 1. und 2. Jahr 1/4 jährliche Zystoskopie, danach (ab dem 3. Jahr) für 5 Jahre 1/2 jährliche Zystoskopie, weiterhin lebenslang 1 x jährlich Zystoskopie


    Jede Zystoskopie mit Urinzytologie und PSA-Bestimmung. Die Urinzytologie erfasst auch die Harnleiter bis zu den Nieren (nicht einsehbar).


    Falls du eine Zystoskopie mit Hexvix möchtest, wird sie immer als TUR-B klinisch stattfinden (anders nicht als Kassenleistung abrechenbar).


    Mit dem CT sei sachte. Diese Art der Durchleutung ist ca. zehnmal so strahlenintensiv wie ein normales Röntgenbild (Röntgenpass!). Ein guter Urologe sieht mit Ultraschall und Zystoskop schon fast alles. Nur eben keine Merastasen irgendwo im Körper. Daher, wenn CT, dann Abdomen.


    LG - Blasius

    Moin Jan,


    leider haben deine dich behandelnden Urologen sträflichen Leichtsinn oder einfach Unkenntnis bewiesen, da sie auf die Frühinstallation von Mitomycin direkt nach der Nachresektion verzichtet haben. Nach den allgemeinen Erfahrungen und einer Behandlung nach Leitlinie wären dir die Rezidive höchstwarscheinlich erspart geblieben.

    Da du sowieso alle 1/4 Jahre zur Blasenspiegelung musst, hätte eine 8 x wöchentlich Mitomycin-Initialtherapie dir weder geschadet, noch dem Krebs weiter Gelegenheit zum Wachsen gegeben.

    Ja, ich weiß, Mito ist nicht billig, aber mit der Gesundheit vom Patienten zu pokern ist letztendlich teurer.

    Und mit Verlaub - ein G2 ist ein unberechenbares Miststück! Auch dieses, von Urologen oft noch verharmloste, Stadium des Carcinoms kann in ein in situ oder metastasieren (frag mal einen erfahrenen Onkologen!).


    LG - Blasius

    Moin Didi,


    ich, also ich persönlich, würde in Widerspruch gehen. Die Summe deiner Behinderungen rechtfertigen mind. einen GdB 50 und ein Merkzeichen G.


    Du hast nichts zu verlieren, sondern kannst nur gewinnen. Niedriger als in seinem Bescheid vom 04.04. darf das Amt nicht werden.


    Viel Erfolg und liebe Grüße

    Blasius

    Nein, Alex, ich hatte, so wie es bei mir steht, nur Mito für drei Jahre und ja, ich habe meine Ernährung, meine Lebensumstände und den Standort geändert.


    Ich bin rezidivfrei von Anfang an und in jährlicher Kontrolle.