Beiträge von Tagtraeumer

    Hallo Ina,

    bei mir ging die BCG Behandlung ein Jahr. Dann war meine Blase entzündet, was ja das Ziel der BCG Behandlung ist und nach der letzten Instillation musste ich ungefähr alle 30 Minuten auf die Toilette. Oft blieben zwischen dem Spüren des Harndrangs und dem Pinkeln nur zwei bis drei Sekunden. An einen erholsamen Schlaf, Einkaufen usw. war während dieser Woche nicht zu denken. Ich konnte glücklicherweise von zu Hause arbeiten wurde aber dann manchmal ziemlich ungeduldig wenn die Telko etwas länger gedauert hat. Alles musste in das 30 Minutenraster passen.


    Was ich noch sagen möchte:

    Während der BCG Behandlung werden die Nebenwirkungen immer wieder besprochen und dann zwischen Arzt und Patient abgewogen ob es sinnvoll ist die Behandlung weiterhin fortzusetzen oder aufzuhören. Manchmal habe ich den Eindruck, die Leute meinen, wenn sie die BCG Behandlung einmal angefangen haben muss sie auf jeden Fall bis zum Ende durchgeführt werden. Dem ist nicht so :-)


    viele Grüße

    Jürgen

    Die 5-8 fache Zahl an Besuchern gegenüber der Zahl an Mitgliedern? Das ist ja ein gewaltiger Unterschied der sich mit erstmal nur reinschnuppern und später registrieren auch nicht erklären lässt. Vielleicht sind das Leute bei denen die Blase zwickt, die dann Dr Google nach Blasenkrebs gefragt haben und deshalb hier gelandet sind?


    viele Grüße

    Jürgen

    Hallo Doris,

    BCG und Mitomycin schließen sich ja nicht gegenseitig aus. Bei mir wurde damals auch ein PT1 G3 diagnostiziert und ich habe zuerst Mitomycin und im Anschluss dann auch noch BCG bekommen. Vielleicht wäre das eine Variante um die Lieferschwierigkeiten zu überbrücken?


    viele Grüße

    Jürgen

    Bei den Instillationen kommt auch Luft in die Blase. Beim Pinkeln will die Luft wieder nach draußen und das blubbert dann etwas. Kein Grund zur Besorgnis :-)


    Du hast gefragt, ob da noch etwas kommt. Nach ein paar Mitomycin Instillationen habe ich einen juckenden Ausschlag an den Händen bekommen. Der ist glücklicherweise schnell wieder verschwunden.


    viele Grüße

    Jürgen

    Hallo Fred,


    während meiner BCG Behandlung bin ich auch nach diesem Schema verfahren:

    Instillation am Do Vormittag und bis zum Sonntag konnte ich mich dann erholen. Von unserem Sekretariat wurde ich darauf hingewiesen, dass ich mich für zwei Tag formlos krankmelden kann, ohne AU Bescheinigung vom Arzt. Das hat dann gut funktioniert. Meinen Vorgesetzten hatte ich natürlich vorher eingeweiht und die Kollegen auch. Dann hat sich auch niemand mehr gewundert, als ich beim Essen in der Kantine plötzlich auf die Toilette verschwunden war.


    Nach einem halben Jahr BCG dauerten die Zeiten des häufigen Harddrangs immer länger. Montags und dienstags (nach der Instillation am Donnerstag) konnte ich dann nur noch von zu Hause aus arbeiten.


    Nach einem dreiviertel Jahr BCG musste ich dann ein Woche lang alle 30min auf die Toilette, auch nachts. Wobei zwischen Handrang und dem Pinkeln oft nur 2-3 Sekunden lagen, da durfte auf dem Weg zur Toilette nicht viel dazwischen kommen. Diese Zeit war psychisch für mich sehr anstrengend.


    Danach wurde die BCG Therapie glücklicherweise beendet. Erstens war meine Blase ziemlich entzündet und zweitens wurden die Nebenwirkungen zu heftig.


    viele Grüße

    Jürgen

    Hallo Gerry,


    die BCG Instillationen habe ich mir immer am Donnerstag Vormittag geben lassen. Zumindest bei den ersten Instillationen hatte sich bis Donnerstagabend wieder alles wieder soweit beruhigt, dass ich durchschlafen konnte. Am Donnerstag und Freitag habe ich mich krank gemeldet, zwei Tage kann ich mich bei meiner Firma formlos krank melden. Am Wochenende konnte ich mich dann erholen und bis zum folgenden Montag war ich dann meistens wieder soweit fit, dass ich arbeiten gehen konnte.

    Meine Kollegen hatte ich auch über den manchmal plötzlich auftretenden Harndrang informiert, dann hat sich auch niemand gewundert wenn wir zusammen zur Kantine gegangen sind und ich auf einmal verschwunden war ;-)


    viele Grüße

    Jürgen

    Hallo Thomas,

    wenn du dich für eine BCG Therapie entscheiden solltest, wirst du ja keinen Vertrag unterschreiben in dem steht, dass du die Therapie in jedem Fall die vollen drei Jahre durchführst. Du kannst die Therapie jederzeit beenden.

    Ich habe die BCG Therapie nach einem Jahr beendet weil meine Blase sichtbar (bei der Blasenspiegelung) entzündet war und ich nach der letzten BCG Instillation eine Woche lang alle 30 Minuten pinkeln musste, auch nachts. Diese Woche war wirklich heftig für mich.

    Heute, ein halbes Jahr nach der letzten BCG Instillation, ist bei der Blasenspiegelung immer noch eine Entzündung zu erkennen, auch wenn ich nichts mehr davon merke.


    Ich hatte einen sehr kleinen pT1 G3, daher ist unser Situation nicht ganz vergleichbar.


    viele Grüße

    Jürgen

    Hallo Gerry


    meine Diagnose war auch ein pT1 G3. Bei mir wurde zuerst eine Chemotherapie mit Mitomycin und im Anschluss noch eine BCG Therapie durchgeführt, weil der Tumor sehr klein war. Die BCG Therapie habe ich ein Jahr gemacht, im letzten Jahr wurde die Behandlung dann eingestellt weil meine Blase Monate nach der letzten Instillation noch entzündet war und die Nebenwirkungen zu heftig wurden. Noch heute, ein halbes Jahr nach der letzten BCG Behandlung ist die Entzündung in der Blase erkennbar.


    Nur abzuwarten und regelmäßige Kontrollen durchzuführen stand bei mir nie zur Diskussion.


    viele Grüße

    Jürgen