Beiträge von rainer

    Jetzt frage ich erst einmal ob schon eine TUR-B durchgeführt wurde von der das Ergebnis noch nicht vorliegt.

    Wenn ja, dann warten wir erst einmal das Ergebnis ab bevor wir hier über die mögliche weitere Lebenszeit fabulieren.

    Erst nach dem Ergebnis kann man mögliche Behandlungswege aufzeigen.


    TUR-B = Die oberflächliche Abtragung des Tumors mittels Elektroschlinge.


    Gruss Rainer

    Hallo elisa ,

    es ist immer wieder erstaunlich wie mit Patienten umgegangen wird. Ein Nachweis zu erbringen das man sich selbst katheterisieren kann ist ja nun völlig absurd. Hier verlangt man einen Führerschein für die Neoblase und das auch noch in einer falschen Prüfung. Eine bessere und sinnvollere Aufgabe wäre gewesen zu prüfen wie schnell man in der Lage ist die Vorlagen zu wechseln. Unglaublich was da heute so in den Kliniken abgeht.


    Elisa, ich muß hier dem obigen Schreiber Wolfgang völlig zustimmen, einen über 70 jährigen eine Neoblase zu verpassen grenzt für mich schon fast an Körperverletzung. Dein Mann wird dann in erster Liniemit der Inkontinenz zu kämpfen haben und nicht mit der Selbstkatheterisierung. Für mich gilt: über 70 ist das Stoma die beste und kompfortableste Lösung.

    Eine nachträgliche Änderung von der Neoblase zum Stoma ist kaum möglich und wird von vielen Kliniken abgelehnt. Grund sind die Verwachsungen der gebildeten Neoblase aus Dünndarm die erst einmal sämtlich entfernt werden müssen. Um dann das Stoma zu bilden wird wieder ein neuer Darmabschnitt benötigt.. usw.. usw.. Du bemerkst, ein riesen operativer Eingriff, das dann in diesem Alter..


    Mit einem Stoma ist dein Mann besser bedient, auch in Richtung der kommenden Jahre die auch nicht einfacher werden. Kürzere Operationszeit, kürzerer KH- Aufenthalt, er kann danach alles machen, vom schwimmen übers reiten, Konzerte besuchen, eben alles was er vorher auch gerne gemacht hat. Ein Stoma ist für andere unsichtbar, leicht zu händeln und völlig hygienisch und auch später im weiteren Alter von evt. Pflegepersonal einfach und leicht zu organisieren.


    Gruß Rainer

    Hallo Monika, ( Monika Happ )

    nun hats ja doch noch geklappt. Auch ich begrüsse dich hier in unserem Forum recht herzlich. Ich hab deinen Beitrag ins Forum "Neoblase Frauen" verschoben. Ich denke da ist er besser aufgehoben.

    Nun, wir Neoblasen, egal ob Frau oder Mann haben es extrem schwer nachts völlig kontinent zu werden. Was tagsüber bei den meisten kein Problem ist kann nachts voll daneben gehen. Ich hab meine Neoblase jetzt seit 15 Jahren und es passiert mir immer noch, zwar ziemlich selten, das nachts was daneben geht.

    Aus diesem Grund trage ich auch nachts prophylaktisch eine dünne Vorlage die ich in den allermeisten Fällen morgens trocken wegwerfe.

    Dadurch, das ich mir diese Vorlage antue fühle ich mich keinesfalls behindert sondern eben abgesichert.

    Nachdem du nun deine Neoblase schon 3 Jahre dein Eigen nennst sollten allerdings mehr als 3 Stunden Schlaf am Stück herauskommen. Ich penne meisten meine 8 Stunden durch ohne das etwas passiert.


    Warte mal ab was unsere erfahrenen Neoblasenfrauen dazu sagen, als Mann kann man sich da nicht so optimal reindenken.

    bar65 , Mandelauge , Mascha u.a. können eventuell mehr dazu schreiben.


    Gruss Rainer

    Oje Luca ,

    das Hausärzte immer noch so blind sind und wochenlang an Symtomen herumdocktern wovon sie keine Ahnung haben. Blut im Urin ist nicht nur rot sondern bedeutet auch Alarmstufe rot. In den vergangenen 4 Monaten kann viel passiert sein.

    Wenn du einen Uro aufsuchst bring im möglichst die bisherige Untersuchungshistorie mit, somit muss er nicht von vorne anfangen und kann möglichst schnell mit einer Blasenspiegelung anfangen.

    Vor dieser Spiegelung brauchst du keine Angst haben, das ist Routine beim Urologen.


    Jetzt sehe zu das du möglichst schnell einen Termin bekommst, sag denen das du sporadisch dunkles Blut im

    Urin festgestellt hast und möglichst schnell einen Termin benötigst weil Verdacht auf Blasentumor besteht.


    Gruss Rainer

    Hallo Eddy1980 ,

    ich muss dem Prof. voll zustimmen. Mit einer Neoblase bist du bei dem Befund auf jeden Fall besser bedient als die jahrelange Quellerei mit BCG, wobei hier noch nichtmals ein Erfolg vorher gesagt werden kann.


    Ich wünsche dir operativen Erfolg, gute Heilung und Genesung. Mit 39, junger Spund sozusagen, wirst du das recht schnell in den Griff bekommen.


    Gruss

    Moin Viktor,

    nicht nur in der Presse, Naphthalin ist anerkannter Maßen, auch von der Berufsgenossenschaft ein hochgradiger Auslöser von Blasenkrebs.

    Ich hab dir mal folgendes PDF angehängt: bgliche Aspekte.pdf


    Zum besseren Verständnis hab ich deine 2 Themen mal zusammengefasst.


    Wie man nun weiter vorgeht sollte dir eigentlich unser Moderator Blasius erklären können.


    Gruß Rainer

    Guten morgen stewen ,

    die Frage ist doch, will er weiter und noch länger leben oder hat er sich schon aufgegeben ? Wenn er weiter und länger leben möchte sollte er alles dafür tun den weiteren körperlichen Verfall aufzuhalten und auf jeden Fall zu verbessern. Das musst du ihm klar machen.

    Nierenkatheder bedeuten ja nichts hoffnungsvolles, entweder schon Tumorbedingt oder wegen anderer Ursachen sind das allerhöchste Alarmzeichen.

    Wie war den die Histologie der letzten TUR Blase ?


    Alles in allem ein schwierige Frage, COPD , dazu schlechte körperlicher Verfassung, damit eine mindestens 3-4 stündige Operation zu überstehen, wie das ausgeht kann ich nicht beantworten.

    Wenn dazu noch muskelinvasiv kommt steht auch eine Chemo an, wie man hier was raten soll, so ohne Histologie.. das geht nicht.


    Gruss Rainer

    Hallo Michi15711 ,

    die Chemo auf jeden Fall machen. So macht man alles was einem in der Macht steht um ein erneutes Wiederaufflammen des Tumors zu verhindern. ihr solltet hier das Pn1 nicht aus dem Auge verlieren.

    Gruss Rainer

    Guten morgen allerseits,

    muss ich jetzt überall Synonyme (Heidi, Susi) für die weibliche Neoblase einführen (Lexikon, Mitgliderberichte usw.). Wenn dann auch noch männliche (Paul, Herbert, Klausi) kommen fahr ich nach Hause..

    Also, wöchentlich um 15 Min. ?? ich habs einfach so lange angehalten bis es anfing zu tropfen.. Am Anfang ist ja noch die Darmperestaltik richtig stark im Gang, ist die Neoblase voll, oder fast voll gibts so einen richtigen Schub. In die AHB ging ich mit 50 ml.. (also so gut wie gar nichts) , raus ging ich mit ca. 220 ml..

    Irgendwie muss jeder für sich herausfinden wie es am besten funktioniert.. da gibts kein Geheimrezept. Falsch ist nur, einfach laufen lassen.. Das einkneifen ist ja schon Beckenbodengymnastik. Ich denke, Frauen können mehr dazu sagen.


    Mascha , gibts auch einen Superbericht von der AHB ? eventuell mit Bildern vom Gebäude, der Umgebung, den Zimmern, den sanitären Einrichtungen ? Kannst mir die Bilder auch per WhatApp schicken.. meine Handy Nummer findest du im Impressum. (ganz unten links auf der Seite)


    Gruß Rainer

    Wenn es sich dann um eine andere Klinik handeln würde noch einmal eine TUR B durchgeführt werden um R0 zu erreichen. Da laufen aber Informationen Mutter / Tochter nicht richtig. Da können wir hier viele Überlegungen anstellen, es läuft dann doch anders.

    Gruss

    Mahlzeit Leute,

    von einer RadioChemo zum hinauszögern bis zur radikalen Zystektomie habe ich noch nie gehört. Es gibt hier ein entweder RCT oder Zystektomie. Es gib die

    neoadjuvante Therapie, meistens als Chemotherapie die zur Reduktion der Tumormasse vor einem geplanten operativen Eingriff durchgeführt wird. Sie wird deswegen auch präoperative Therapie genannt und häufiger durchgeführt, wenn ein Tumor primär nicht operabel ist. Durch die neoadjuvante Therapie kann eine Verkleinerung des Tumors erreicht werden mit dem Erfolg, dass eine chirurgische Tumorentfernung doch noch möglich wird.

    Und bei einem pT2 sehe ich nicht unbedingt die Maßnahme einer neoadjuvante Therapie.. das wäre eher der Fall bei einem T3, T4.

    Klar, die Möglichkeit einer RCT (Radiochemotherapie) bei einem T2 besteht durchaus, bei einem Tumor von der Größe 5x6 cm kann man durchaus mal fragen ob da von innen 30% der Blase verbrannt werden sollen. Die Folgen sind dann absehbar, eventuell ist der Tumor weg, dafür gibt es dann eine Schrumpfblase, von den Nebenwirkungen der Chemo mal ganz abgesehen.

    Deine Mutter ist 59, sie sollte sich genau überlegen was sie da anstrebt. Entweder will sie noch einige Jahrzehnte gut und gerne leben oder sie lebt mit Blase aber ein nicht mehr so schönes Leben, Inkontinenz, Schrumpfblase, ständiger Harndrang usw..


    Gruß Rainer


    Hallo Ini , willkommen in unserem Forum.

    Ein Pta G2 gehört zwar noch zu den oberflächlichen Tumoren, ist aber wegen dem Grading (G2) nicht zu unterschätzen, das heißt, erkönnte, nicht muß, noch gefährlich werden. Jetzt wollen wir mal hoffen das di Mito Instillation voll anschlägt und dem Tumor den Garaus macht.

    Lese dich hier und da ein, wenn du Fragen hast, melde dich wieder.


    Gruss Rainer

    Hallo helmutac ,

    da haben wir das gleiche Alter und wohnen auch noch dicht beieinander (Stolberg-Mausbach). Ein willkommen hier im Forum. Die Klinik in Aachen (Urologie) hat ja einen guten Ruf.

    Das Teil ist zwar ein Moloch, eine Gesundheitsfabrik. Mir war es einfach zu unpersönlich, da kann man sich ja verlaufen. Aus diesem Grund hab ich die Urologie in Eschweiler vorgezogen, mit Professor Dr. med. Joachim Steffens auch eine erste Adresse in Deutschland.

    Wo wurdest du operiert ? Das dieser pT3a über bestimmt einen langen Zeitraum unendeckt blieb ist mir ein Rätsel.


    Gruß Rainer

    Hallo Mascha ,

    ich habe deinen Bericht unter den Mitgliederberichten zusammengefasst und vertont.

    Grund: Hier im Forum rutscht er Datumsmäßig immer weiter nach unten bis er irgendwann auf der letzten Seite steht. Dazu ist Dein Bericht zu wertvoll für neue Mitglieder die sich an deinen Erfahrungen orientieren können. Nochmals vielen Dank dafür, auch an Heidi :emojiSmiley-12:.


    Den Bericht findest du Hier klicken


    Gruß Rainer

    Hallo ABL ,

    Bicanorm ist Beihilfefähig und muss erstattet werde. Durch die Neoblase die meist zu 100% aus Dünndarm besteht werden Urinstoffe verstoffwechselt und gelangen ins Blut welches dann sauer wird. Bicanorm wirkt diesem dagegen..


    Potenzpillen dagegen sind nicht mehr Beihilfefähig, Obwohl es da verschiedene Urteile hat das Oberverwaltungsgericht in Münster ein letzes Wort gesprochen.


    Das Fürsorgeprinzip begründe Fürsorgepflichten des Staates gegenüber seinen Beamten für Fälle der Krankheit, der Geburt oder des Todes. Dagegen verpflichte das Fürsorgeprinzip den Staat nicht, seine Beamten bei bloßen Einbußen der Lebensqualität durch eine Potenzschwäche zu unterstützen (OVG Münster, Urteil v. 10.12.2010, 1 A 565/09)


    Den kompletten Text kannst du Hier nachlesen


    Gruß Rainer

    Nun, Pouch's werden immer seltener gemacht. Die OP ist komplizierter und der Operateur muss sein Handwerk verstehen, allzuschnell kann da was in die Hose gehen. Desweiteren kommt es bei den Pouchis oft zu Verwachsungen so das das kathedern schwierig bis schmerzhaft wird.

    Da Vinci ab einer gewissen Eindringtiefe nicht mehr, in Aachen machen sie es bis zu einem pT2, wenns tiefer geht wird offen operiert.

    Ein Stoma ist einfach zu händeln, auch später wenn man mal gepflegt werden muss, da gestaltet sich der Pouch schon schwieriger, im liegen ist kathedern kompliziert oder gar nicht möglich.

    Intensiv, maximal 1-2 Tage, danach Normalstation, am 4. oder 5. Tag ist spazieren gehen angesagt.


    Gruss

    Hallo Christine,

    jeder empfindet nach einer TUR-B anders, ziehen, stechen, drücken, jder ist halt anders. Einge stecken das auch so weg. Es kann durchaus sein das man mehrere Proben, auch aus der Harnröhre genommen hat, das kann schon mal beim Wasserlassen schmerzen. Nimm ein paar Tage die Novalgin, so wie es dir der Arzt verordnet hat.. dann sehen wir weiter.

    Mit dem pTa G3 hats du ja noch mal Glück im Unglück gehabt, ein noch recht oberflächlicher Tumor den man locker in den Griff bekommen sollte. Weil jetzt in der Nachresektion nichts gefunden wurde wird es wohl auch glücklicherweise auch keine Chemo in die Blase geben. Regelmäßige Nachkontrolle ist aber auf jeden Fall geboten.

    Hier siehst du das entsprechende Nachsorgeschema nach den Leitlinien für Blasenkrebs.


    Gruß Rainer