Harninkontinenz

  • Hallo Leute im Forum,
    ich bitte um Unterstützung zu folgendem Problem: habe seit 7/2006 eine Neoblase. Hatte in 3/2007, 7/2007 und jetzt im April eine Harnröhrenschlitzung wegen einer entsprechenden Verengung. Vor und nach den ersten beiden OP`s war ich völlig kontonent, nach der letzten OP leider nicht mehr. Hat jemand Erfahrung damit und könnte berichten ? Habe inzwischen mein Kontinenztraining - wie in der Reha gelernt - wieder aufgenommen, aber ohne wirklich guten Erfolg. Bin für Hinweise dankbar,


    ciao, Paulo

  • Bei der Harnröhrenschlitzung ist normalerweise nicht mit Inkontinenz zu rechnen. Da wir Neoblasenträger aber nach der Neoblasen OP eine schon verkürzte Harnröhre haben könnte es sein das dies das Problem hervorgerufen hat.
    Paulo, ich kann hier nur mutmaßen da wir einen solchen Fall hier noch nicht hatten.
    Könnte es sein, das Dir bei der letzten Schlitzung der letzte verbliebene Schließmuskel beschädigt wurde ? Ich weiß es nicht, wäre aber möglich.


    Ich weiß nicht in welcher AHB du gewesen bist, welches Inkonti Training du durchführst ?


    Du und ich wissen wie mühsam es war die Kontinenz zu erreichen und kann dir nur raten das Training weiter durch zu führen.


    Vielleicht meldet sich noch jemand mit ähnlicher Erfahrung.


    Hier der Link mit den Übungserklärungen die bei mir zum Erfolg geführt haben.


    Training



    Gruß Rainer

  • Hallo Rainer,
    danke für deine Nachricht. Vielleicht ist der Muskel beschädigt worden, könnte sein. Ich werde mich beim Operateur erkundigen, was in einem solchen Fall zweckmäßigerweise zu tun wäre.
    AHB hat in Bad Wildungen, Wildetalklinik, stattgefunden. Kontinenztraining nach Ide/Vahlensieck, hatte ja bisher auch gut funktioniert.
    Vielleicht erfahre ich aus dem Forum noch was Neues.
    Tschüss,
    Paulo

  • Zitat

    Durch den Eingriff können Harnröhre und Blase gereizt werden.
    In den ersten Tagen nach dem Eingriff sind Schmerzen beim Wasserlassen und Blutungen mit Rotfärbung des Urins daher völlig normal.
    Bei manchen Patienten kommt es auch zu einer vorübergehenden Blasenschwäche mit unkontrollierbarem Harnabgang, die aber meist von selbst wieder verschwindet.


    aus : http://www.operieren.de/content/e3224/e10/e1854/e1859/e1883/


    Ich würde erst einmal abwarten, ob sich die Inko nicht gibt.
    Natürlich könnte eine zu tiefe Schlitzung den Beckenbodenmuskel beschädigen, aber es ist sehr unwahrscheinlich,
    dass dieser große Muskel derart beschädigt werden kann, um gar nicht mehr zu arbeiten.


    Wenn die Schlitzung bereits im April war, sollte diese kleine Wunde bereits verheilt sein.
    Von daher können also die Reize zur Inko nicht kommen.
    Eine Spiegelung würde hier sicherlich hilfreich sein.


    Hatte man Dir für die Dauer der Heilung einen Katheter gelegt, um die Harnröhre offenzuhalten ?


    Ich habe mir erlaubt, Dein Problem, ( nicht Deinen Beitrag !! ), einmal bei Onmeda einzustellen.
    http://www.onmeda.de/foren/forum-blasenschwaeche/list.html


    Sollte ich Antworten bekommen, werde ich dies hier kund tun.


    Denke daran :
    In der Ruhe liegt die Kraft



    Gruß
    Eck:ecke: hard

  • Guten Morgen Eckhard,
    habe dem Operateur gestern per e-mail nochmal mein Problem geschildert, und ich habe schon gestern Abend eine Nachricht von ihm erhalten. Er vermutet, dass der Schließmuskel durch die Narbe, die ja auch zum Verschliessen beigetragen hat, etwas "faul" geworden ist. Ich werde also wieder den "Verschluss" trainieren.
    Danke zunächst.
    Schöne Grüße an einem sonnigen Morgen
    Paulo

  • Guten Morgen, Paulo,


    hier die Antwort von Dr. Hollberg,
    ( falls Du die nicht längst schon gelesen hast )


    Sollte die Nahtstelle zwischen Neoblase und Harnröhrenstumpf narbig eingeengt sein, ist eine Schlitzung dieser Enge wegen
    derer Nähe zum Beckenbodenmuskel mit einem hohem Risiko bzgl. der Entstehung einer Harninkontinenz verbunden.
    Dr. Hollberg


    Ich muß gestehen, dass ich etwas überrascht bin, denn einem so großen Muskel hätte ich diese Sensibilität nicht zugetraut.
    Anscheinend ist der Schock bei einem Schnitt doch größer, als ich gedacht habe....
    Allerdings sind auch derlei Aussagen subjektiv zu betrachten.
    ( Siehe das Zitat aus "operieren.de" )
    Fragste drei Ärzte, kriegste drei Meinungen, hi, hi....


    Abwarten und Tee trinken
    ( und Beckenboden trainieren )


    Gruß
    Eck:ecke: hard

  • Dieses Thema enthält 3 weitere Beiträge, die nur für registrierte Benutzer sichtbar sind, bitte registriere dich oder melde dich an um diese lesen zu können.