• Guten Morgen liebe Susanne!


    Ich zitiere aus einer in URO-NEWS erschienenen Übersicht (Zantl/Gschwend: Operative Therapie des Harnblasenkarzinoms):


    "Bei Verwendung von Ileum zur Konstruktion einer Neoblase oder eines katheterisierbaren Pouches kann es als Folge einer Kette von Resorptions- und Sekretions-Vorgängen in der Darmschleimhaut zu einer hyperkaliämischen und hypochlorämischen Azidose kommen. Diese führt wiederum durch eine Abnahme der Kalzium-Reabsorption und über einen beeinträchtigten Vitamin-D-Metabolismus zu einer Störung des Knochenstoffwechsels. Eine metabolische Azidose ist bei bis zu 50% der Patienten zu erwarten, vor allem in der frühen postoperativen Phase und in Abhängigkeit von der Nierenfunktion. Nach dem dritten postoperativen Monat benötigen in der Regel nur Patienten mit einer eingeschränkten Nierenfunktion eine Natrium-Bicarbonat- oder Citrat-Therapie."


    Leider kann ich Dir also nur Theorie bieten,
    die Deiner Schilderung widerspricht, da Du eigentlich einen erhöhten Kaliumspiegel haben müßtest.
    Also bitte die Ärzte danach fragen.


    Aber Hexe und andere Pouchträger werden hier sicherlich noch hilfreiche Ratschläge geben können!


    Liebe Grüße

  • Liebes Krümelchen,


    Kalium-, Calcium- und Natriumspiegel, kurz der gesamte Elektrolytstoffwechsel hängt zusammen.
    Eine Hypokalämie hatte ich im Gegensatz zur metabolischen Azidose noch nie. Eigentlich bräuchtest Du theoretisch noch gar kein Bicarbonat, solange der Pouch noch nicht in Betrieb ist; denn dann bleibt der Harn garnicht lang genug in der Neoblase, um Stoffwechselprobleme zu machen. Ich vermute mal, dass die Resorptionsstörungen indirekt pouchbedingt sind, indem die entsprechenden Darmabschnitte nicht mehr zur Resorption zur Verfügung stehen. Auch Durchfälle können Elektrolytverluste und -verschiebungen verursachen. Das lässt sich aber alles medikamentös regulieren, z.B. mittels "Kalinor Brausetablette".


    Liebes Krümelchen,
    wir im Forum sind stolz auf Dich und deinen Kampfgeist !!!
    Liebe Grüße


    Hexe :tanzen:

  • liebe Hexe
    danke für Deine und all die anderen natürlich auch, aufmunternden Worte. Wir hatten gestern nochmals den Blutsäurewert gemessen, und mussten nochmals mit der Dosierung vom Bicarbonat hochgehen. Ansonsten kämpfe ich immer noch mit meinem blöden Kreislauf. Mehr als zwei drei Minuten Bettrand trotz Efortiltropfen, Brühe und Cola im Vorfeld schaffe ich immer noch nicht. Heute versuchten wir in Rollstuhl zu transferieren. Ausser einem Kollaps hat es leider nichts gebracht. Dafür lag ich dann den ganzen Nachmittag im Bett auf dem Balkon in der Sonne. Am Montag bekomme ich dann hoffentlich endlich mein Stehbett. Denn wegen der Osteoporose ist immer noch nicht sicher, bis wieviel Grad ich es benutzen darf. Die Kreislaufprobleme können aber auch im Zusammenhang mit meinem immer noch sehr tiefen HB-Wert liegen, trotz Eiseninfusionen. Jetzt geniesse ich noch für den Rest des Tages die Aussicht auf den See, blühende Kirschbäume, Löwenzahnwiesen und schneebedeckte Berge.

    :rolli: Krümelchen
    Tetraplegikerin seit 1990, Mainz Pouch I seit 2007

  • Liebes Krümelchen,


    Du mußt einfach Geduld mit Dir haben!
    Eine solche OP steckt man nicht so leicht weg, was ja auch Dein schlechter HB-Wert beweist.
    Das kommt schon wieder!


    Herzlichst