Nach langer Zeit... immernoch hier

  • Lange habe ich mich nicht mehr gemeldet. Damit ihr die alten Beitraege nicht suchen muesst fasse ich kurz den Leidensweg meiner Mama zusammen:


    Blasenentfernung (ganz nebenbei wurden gleich Gebaermutter, Eileiter und eine Niere mit entfernt: mit anschliessendem Pouch. Lymphknoten nicht befallen. Im Bein wird ein Knoetchen mit Strahlentherapie behandelt. Es wird eine leichte Chemotherapie gemacht. Als das durchgestanden war dachte wir, wir haetten's geschafft. Dann kamen enorme Rueckenschmerzen hinzu. Erneute Krankenhausaufenthalte und CT's. Heraus kommt ein verschobener Lendenwirbel. Tja, kann man nix machen, muss man durch. Wenn sie keine Schmerzen im Ruecken hatte, hatte sie welche im Bein und umgekehrt. An Weihnachten letzten Jahres faengt der Darm an Beschwerden zu machen. Ende vom Lied? Darmverschlingung, 1-monatiger Krankenhausaufenthalt, erneute Op, 15 Kilo abgenommen. Ich sehe meine Mutter nicht oft, ich lebe im Ausland und habe eine kleine Tochter. Als ich sie sah waere ich fast hinten umgekippt. Die Rueckenschmerzen halten an. Erneuter Krankenhausaufenthalt. CT's zeigen Schatten in der Leber (aber nix am Ruecken). Gestern die Leberpunktion fuer eine Biopsie und seitdem hat meine Mutter enorme Schmerzen.....
    Wie viel Leid kann ein Mensch ertragen?
    :sehr Traurig:

  • Liebe Pulcy,


    du stellst zwei Fragen in einer.
    [list=1][*]Was kann ein Krebskranker oder ein Kranker generell aushalten?
    [*]Was kann man als Angehöriger aushalten, der nicht mal in der Nähe sein kann?
    [/list=1] Beides ist sehr individuell und es gibt dafür keine Regel, Leitlinie. Schau mal bei Arevka, deren Mutter in Warendorf in Behandlung ist, sie lebt in München.Silke 1975 hat sich ziemlich bei ihrem Opa reingehängt. Ich selber habe meinen Vater - 180 km entfernt - bei Lungenkrebs versucht zu begleiten.Es kommt darauf an, wie man sich dabei fühlt, was man leisten kann, will, muss.Auch der Umgang der kranken ist sehr unterschiedlich und verläuft vielleicht auch in Phasen.Eines steht fest, deine Mutter hat schon eine Sch..ßgeschichte. Ich wünsche dir und ihr Kraft.:streicheln:

    Andy :thumbup:

  • Danke Andy. Heute sind die Schmerzen wohl besser, dafuer hat sie den ganzen Tag gebrochen und keinen Urin produziert. Morgen oder Dienstag gibt's den Befund der Biopsie.
    Ich hab halt ein kleines Baby um das ich mich kuemmern muss. Ich bin die ganze Zeit am abwaegen.

  • Liebe Gianna,


    habe mich jetzt noch mal eingelesen und dann auch wieder erinnert.


    Wie geht es deinem Kind?
    Deine Mutter ist eine starke Frau, das haben wir letztes Jahr schon festgestellt, sie kann das schaffen, was sie noch schaffen will und muss, wovon sie glaubt, dass sie es noch muss.


    Ich glaube, du machst sie schon dadurch glücklich, dass du ihr viel über das Enkelkind sagst.


    Warten wir erst Mal ab, was genau die Ursachen für die Schmerzen sind.


    Und Du, die Aufgabe als Mutter ist die unmittelbare und das weiß la Nonna ganz sicher und denkt auch sicher genauso.


    Lieben Gruß

    Andy :thumbup:

  • Meinem Kind geht es gut :-) und meine Mama sagt klipp und klar, dass das Baby an erster Stelle kommt. Ich habe nur angst, dass ihre Kraefte immer mehr schwinden. Ach es ist schon alles zum heulen....

  • Hallo Gianna,


    die Probleme, die bei Deiner Mutter auftauchen, sind leider nicht selten. Wichtig ist nur früh genug gegenzusteuern.
    Auch ich habe Rückenprobleme durch Wirbelgleiten; tut manchmal tierisch weh und bekämpfe ich durch Stärkung der Bauchmuskulatur.(Gymnastik und Muckibude)
    Auch ich bin ständig von einem Ileus bedroht, der durch Verwachsungen begünstigt wird; ich sorge deshalb für regelmäßigen und weichen Stuhlgang, um garnicht erst einen Stau oder Verschlus zu bekommen. (Klappt meistens).
    So eine Leberpunktion macht Übelkeit und Schmerzen, aber das geht auch wieder vorbei. :streicheln:
    Ich hoffe sehr für Euch, dass die Biopsie keine Metastasen nachweist - ich drücke dafür ganz fest die Daumen.


    Liebe Grüße auch an deine so tapfere Mama


    Hexe :tanzen:

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