Neuling mit Nabel–Pouch, Probleme beim einführen des Katheters

  • Hallo. Ich bin neu hier und habe auch erst seit kurzem ein Nabel–Pouch und eine Neoblase, die ich mir selbst alle 2–3 Stunden durch den Bauchnabel katheterisieren muss. Am Anfang funktionierte es problemlos, aber nun habe ich fast jedes mal Probleme den Katheter einzuführen, weil er ständig irgendwo hängen bleibt. Kann mir jemand einen guten Rat geben oder hat selbst Erfahrung damit?
    Für mich ist das alles noch total neu und wegen der Corona Zeit bleibt die entsprechende Versorgung und der Erfahrungsaustausch leider ziemlich aus.
    Zu meiner Geschichte:

    Letztes Jahr wurde bei einer Routinevorsorgeuntersuchung ein Gebärmutterhalskrebs festgestellt und kurz darauf die komplette Gebärmutter entfernt.
    Man empfahl mir eine Radio/ Chemotherapie, vor der ich aber zuviel Angst hatte und machte stattdessen eine Eigenbluttherapie nach Dr. Kief.
    Ich ging regelmäßig zu den Nachsorgeterminen und es war alles ok, bis ich 3 Monate später richtige Brocken und sehr viel Blut im Urin hatte. Es ging sofort ins Krankenhaus.
    Es war ein Rezidiv des Zervixkarzinoms, das durch die Blase gewachsen war und auch schon den Darm angegriffen hatte. Es folgte die sofortige Op und sie entnahmen mir meine Blase, legten eine Neoblase mit Nabel–Pouch an und legten mir auch noch ein vorläufiges Ileostoma.
    Jetzt steht wieder die Radio / Chemo an und ich habe mich schweren Herzens dafür entschieden.
    Bestrahlt werden soll das gesamte untere Becken.
    Wenn jemand diesbezüglich irgendwelche Erfahrungen hat, würde es mir sehr helfen Nachrichten so bekommen.


    Liebe Grüße und alles gute für euch.


    Eure Isabelle

  • Liebe Isabelle,

    da hast du ja schon eine ganze Menge zu schultern. Ich habe seit 2018 einen Pouch und katheterisiere auch so aller 2 bis 3 Stunden durch den Nabel. Bei mir klappt das nur mit Tiemann Kathetern mit gebogener Spitze. Alles was gerade Spitze hat, bekomme ich auch nicht rein.

    Manchmal, und jetzt bitte nicht lachen, mache ich eine Art Bauchtanz, also hin und her wackeln, dann geht`s besser. Auch hilft mir eine tiefe Bauchatmung. Beim Ausatmen ist der Eingang nicht so verkrampft.

    Mein Pouch ist bald 2 Jahre und es klappt auch noch nicht ständig problemlos. Also weiter üben und versuchen, nicht nervös zu werden.

    Alles Gute für dich. Petra

  • Liebe Isabelle, Deine Probleme kenne ich nur zu gut. Ich habe im Juli 2018 einen Mainz Pouch bekommen. Die ersten 3 Monate hat alles wunderbar mit den Kathetisieren geklappt und dann gingen die Probleme los. Der Zugang wurde immer enger, es tat auch weh den Katheter einzuführen. Immer, wenn ich es gar nicht geschafft habe, musste ich für ein paar Wochen einen Dauerkatheter tragen, um den Zugang zu weiten. Dass hat dann auch immer für ein paar Wochen/Monate geklappt. Auch eine Weitung des Zugangs mit Narkose habe ich schon machen lassen. Danach klappte es Monate reibungslos. Und jetzt habe ich schon wieder Probleme. Es ist so schade, im bin ansonsten so froh und glücklich mit dem Mainz Pouch, aber diese Probleme sind schon sehr belastend. Ich hoffe, dass Du diese Probleme besser in den Griff bekommst. Ich wünsche Dir alles Gute. Liebe Grüße Irmi

  • Vielen lieben Dank für eure schnellen Antworten...
    Das mit dem „Bauchtanz“ habe ich beim nächsten mal gleich ausprobiert und siehe da, es hat wunderbar geklappt!! Danke für diesen hilfreichen, kleinen Tip!
    Und für euch auch alles gute.
    Liebe Grüße

  • Hallo Isabelle,

    leider kann ich Dir bei Deiner speziellen Frage nicht helfen. Denn Bauchtanz finde ich aber klasse von peti 30. ^^

    Ich denke es ist sehr gut,dass Du dich für die Chemo und Radio entschieden hast und ich drücke Dir beide Daumen!

    Liebe Grüße

    Lilli

    T1G3 multilokulär

    2.TUR: TU frei

    BCG nach Leitlinien,alle Spiegelungen z.Z. ohne Befund.

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