Blutwerte nach radikaler Zystektomie

  • Hallo, seit 6 Wochen habe ich die OP hinter mir und ein Urostoma.
    Und bin zufrieden mit meiner Wahl.
    Die weiteren Untersuchungen ergaben keinerlei Streuung ( Knochen, Organe ) Die Blase, 14 entnommene Lymphknoten und die Prostata
    waren hystologisch ohne Befund
    Nur jagt jetzt eine Schreckensnachricht hinsichtlich der Blutwerte die andere. Erst zu hoher Blutzucker ( hatte ich noch nie ), in der Zwischenzeit wieder bei 90, ( HBCA1C 5,5 )
    Jetzt stimmen aber plötzlich die Schilddrüsenwerte und ein paar andere Werte nicht mehr.


    Ca < 0,05
    TSH Rezeptor Ak 1,34
    TAK ( Thyreoglobulin Ak ) < 10
    TPO - Ak 7
    Freies T3 LIA 5,72
    CRP qantitativ 15.6


    Ferritin LIA 592
    Eisen 39


    Hat jemand Erfahrung damit ?
    Ausser nächtlichem Schwitzen, das gleich nach der OP auftrat aber seit vier Tagen nicht mehr auftritt, spüre ich unmittelbar nichts, das obige Werte bestätigen würde.
    Mein Hausarzt will mich zu weiteren Blutuntersuchungen ( Schilddrüse )
    schicken.
    Andere Werte LEUKO, Ery usw. sind inzwischen wieder in der Nähe des Normbereichs.
    Meine Frage inwieweit können die abweichenden Blutwerte
    OP- Nachfolgen sein und quasi sich irgendwann von alleine wieder einpendeln.?
    Vielen Dank für eine Antwort

    2 Mal editiert, zuletzt von entenwart ()

  • die Zystektomie ist eine grosse Belastung für den Körper. Ich hatte danach auch eine stressbedingte massive Erhöhung des Zuckerwertes. Sodass ich sogar ein paar Wochen Insulin gespritzt bekam. Wie die anderen Werte beeinflusst werden können weiss ich nicht.
    Krümelchen

    :rolli: Krümelchen
    Tetraplegikerin seit 1990, Mainz Pouch I seit 2007

  • Lieber Entenwart,


    auch bei mir war während der OP der Stoffwechsel entgleist; mir musste zwei Tage lang Insulin gespritzt werden. Auch ich hatte bis dato noch nie erhöhte Werte - das sind Folgen des OP-Stresses. Dein jetziger HB A1 C-Wert ist doch klasse :klatschen:


    Auch ich habe eine latente Hyperthyreose, von der ich keinerlei Beschwerden habe. Einzig unangenehm:
    vor einer CT- Untersuchung muss ich zur Regulierung, damit das ganze Kontrastmittel nicht in der Schilddrüse landet, "Irenat"-Tropfen eine Woche lang nehmen. Die bringen mich immer wieder zum Würgen....


    Ich selbst hatte über zwei Jahre lang nie!!! normale Blutwerte. Irgendein Parameter lief immer aus dem Ruder, mal LDH, mal Calcium, mal CRP und im letzten Jahr der Tumormarker CEA. Mittlerweile sehe ich das Ganze gelassen; ich bin ja bei meinem Onkologen in besten Händen, der sich bei Handlungsbedarf sofort meldet. Das MRT nach erhöhtem CEA-Wert war nur eine Untersuchung für meine Psyche.... :streicheln:
    Aber so fühle ich mich eben mit meinen Ängsten ernst genommen und verstanden; deshalb habe ich Vertrauen - schließlich ist eine Blutuntersuchung auch nur eine Momentaufnahme.


    Mittlerweile sind drei Jahre nach Zystektomie und Ende der Chemotherapie rum und meine Blutwerte fast alle im Normbereich. Wahrscheinlich braucht der Körper nach solch einem gravierenden Eingriff eine geraume Zeit, um sich wieder richtig zu sortieren. Deshalb ist ja auch engmaschige Kontrolle richtig und wichtig. Wenn Dein Hausarzt dem gründlich nachgehen will, zeigt das nur, dass Du bei ihm gut aufgehoben bist :gut gemacht:


    Also mach Dir keine großen Sorgen!


    Liebe Grüße


    Hexe :tanzen:

  • Hallo Krümelchen, hallo Hexe,
    ich finde das echt fein von Euch das Ihr so schnell geantwortet habt.


    Vielen Dank dafür, man fühlt sich echt nicht mehr so allein gelassen zwischen all dem medizinischen Fachvokabular.
    Einen der genannten Blutwerte muss ich allerdings berichtigen, denn ich bin von der Bezeichnung her eine Zeile verrutscht.


    Statt: Ca < 0,05 muss es heißen.
    TSH < 0,05


    Viele Grüße Entenwart

  • lieber Entenwart


    Zitat

    mal Calcium


    da die meisten unter Durchfall leiden und falls die Blutwerte nach so einer Attacke gemessen werden, ist der meist im Keller. Ich weiss das, esse ein bisschen mehr Bananen und somit hat sich die Sache. Der einzigste Wert wo ich im Auge behalte, ist der Base Excess. Der entgleist mir hin und wieder. Ich merke es zum Glück, manchmal lasse ich ihn kontrollieren oder ich gehe mit dem Nabic selbständig auf eine höhere Dosis, bis die Beschwerden wieder abgeklungen sind. Heute sehe ich das viel lockerer, als vor zwei Jahren. Und das vor allem auch dank dem Forum hier!


    Krümelchen

    :rolli: Krümelchen
    Tetraplegikerin seit 1990, Mainz Pouch I seit 2007