Neu hier und mich hat es nun auch erwischt

  • Am 15.02.2013 bin ich frohgemut zur Krebsvorsorgeuntersuchung gegangen
    und mein Urologe hat mich gründlich Untersucht. Prostata etwas
    vergrößert, Blase, Nieren nach Ultraschall unauffällig. Urinprobe
    abgegeben und die sache als erledigt betrachtet.


    Dann am 26.02. Termin beim Doc, Krebszellen wurden im Urin festgestellt,
    Gegenprobe abgegeben und bis zum 16.03. im Urlaub gewesen.


    Am 18.03. dann die bestätigung Krebszellen im Urin.


    26.03. in die Klinik zur Blasenuntersuchung mit Kontrastmittel und Gewebeprobe.


    Dann am 27.03. Nachmittags das Ergebnis:


    Diagnose: Blasentumorerstbefund pTis G3 bei ambulanter positiver Urinzytologie


    Therapie: TUR-B mit PDD und retrograde Pyelografie bds. am 26.03.2013


    Weitere Behandlung: Einleitung einer BCG Instillationstherapie mit regelmäßigern Zystoskopiekontrollen


    Histologie: Carcinoma in situ der Harnblase: Urotheliales Carcinoma in situ, gering differenziert, hier im Biopsiematerial


    von der Hinterwand nachweisbar (II) Untersuchungsmaterial von der linken Seitenwand ohne urotheliales Carcinoma in situ.


    Zytologie: Zellreiche Spülcytologie aus der Harnblase mit zahlreichen Zellen einer high-grade-Atypie.


    Ucy: Cy mit unruhiger Schleimhaut HW und li SW Verlängerung Ureterenleiste. Beide Areale deutlich PDD-positiv,


    Resektion unter Blaulicht. Links tief. Sorgfältige Blutstillung. Ostien orthotop. RPG mit unauffälligem Befund bds.




    Mein Urologe will am 07.05.2013 mit der BCG Instillationstherapie beginnen und meint Ich wäre gerade noch früh


    genug gekommen, dank Vorsorgeuntersuchung und hätte gute Chancen den Krebs zu besiegen.




    Nun meine Fragen an das Forum, wie schätzt Ihr die Situation ein ? und Zweite Frage, die Apotheken im Umkreis


    26655 Westerstede haben das Medikament nicht und können es auch nicht beschaffen.


    Bcg- Medac cc-Pharma GmbH TRS N3 6Stck. Mein Doc meint die Firma hat Lieferprobleme und ich soll versuchen


    irgendwo noch etwas aufzutreiben. Das sind ja tolle Aussichten !!!


    würde mich freuen Eure Meinung zu hören.


    Danke im Voraus Blasiusus

  • Mahlzeit, Blasiusus,


    eventuell hast Du Glück und das Monster ist weg.....


    Aber : ( und jetzt kommt das berühmte "Aber" )
    Bei einem Rezidiv eines Cis - und Du hattest anscheinend "nur" ein Cis - raten viele bekannte Urologen zur sofortigen radikalen Zystektomie.
    Manche machen dann noch eine 2. TUR-B, aber wenn dann noch einmal ein Rezidiv auftaucht, ist die Blase futsch.


    Also sehr genau die Therapie einhalten !


    Gruß
    Eck :ecke: hard

  • In England gab es diesen Engpass auch im Sommer letzten Jahres. Mein Freund hatte da gerade die Diagnose Blasenkrebs bekommen. Bis zu seinem eigentlichen Therapiebeginn im November war aber ein Glück wieder etwas da. In GB gibt es zwei Lieferanten, und bei einem gab es glaube ich Probleme mit kontaminierten Substanzen, sodass ein großer Teil BCG unbrauchbar wurde. Der zweite Lieferant musste dann erst seine Produktion entsprechend hochfahren. Der Hauptlieferant ist Sanofi Pasteur aus Kanada. Sie haben großen Anteil am Weltmarkt. Wie weit Medac da dran hängt, weiß ich nicht, aber es kann durchaus sein, dass dieser Engpass, den es letztes Jahr in GB gab, jetzt auch hier angekommen ist. Meinem Freund wurde ein Jahr sicher eine Behandlung mit BCG zugesichert. Jetzt hat er Mitte April ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt, da wird darüber auch noch gesprochen werden müssen, ob die Weiterbehandlung sichergestellt ist. Im Moment sehe ich auf UK Sites im Internet jedoch keine weiteren Hinweise auf einen weiterhin bestehenden Engpass dort.


    Viele Grüße


    Anne

  • Hallo Blasiusus,


    Du hast immer noch - mit Abstimmung deines Urologen - die Möglichkeit eine Installation mit Mitomycin zu machen.


    Das Antibiotikum Mitomycin ist ein Zytostatikum, d. h. ein Arzneistoff, der die Zellteilung funktionell aktiver Zellen durch unterschiedliche Beeinflussung ihres Stoffwechsels verhindert oder erheblich verzögert. Die therapeutische Anwendung von Zytostatika in der Tumortherapie basiert darauf, dass Tumorzellen sich von normalen Körperzellen unter anderem durch eine der Wachstumskontrolle entzogene gesteigerte Zellteilungsrate unterscheiden.
    Mitomycin wird in der palliativen Tumortherapie (Therapie zur Linderung der Beschwerden) eingesetzt.
    Bei intravenöser Gabe ist es in der Monochemotherapie, d. h. der Behandlung mit nur einem Wirkstoff oder in kombinierter zytostatischer Chemotherapie bei folgenden metastasierenden (Tochtergeschwulst-bildenden) Tumoren wirksam:
    fortgeschrittener Darmkrebs (kolorektales Karzinom)
    fortgeschrittener Leberkrebs (Leberzellkarzinom)
    fortgeschrittener Magenkrebs (Magenkarzinom)
    fortgeschrittener und/oder metastasierender Brustkrebs (Mammakarzinom)
    fortgeschrittener Speiseröhrenkrebs (Ösophaguskarzinom)
    fortgeschrittener Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)
    nicht-kleinzelliger Lungenkrebs (Bronchialkarzinom)
    fortgeschrittener Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom)
    fortgeschrittener Kopf-Hals-Tumor.
    Intravesikale Anwendung (Anwendung in der Harnblase) zur Rezidivprophylaxe bei oberflächlichem Harnblasenkarzinom nach transurethraler Resektion (Abtragung von Gewebe durch die Harnröhre).


    Angaben von der Firma Medac.


    Gruß
    Heindaddel

  • Hallo liebe Forum-Mitglieder,
    vielen Dank für die schnellen Stellungnahmen zu meiner Geschichte.
    Ganz besonders Danke an Rainer, der Tipp war erfolgreich !!
    Werde wohl am Sonntag mal einen kleinen Ausflug nach Eschweiler machen
    und die ca. 370 km/ Strecke auf einer A-Backe absitzen.
    Wie gut dass es das Forum gibt, es baut mich wieder auf.
    Will mit meinen 66 Jahren noch mal Gas geben und nicht unter den "Torf"
    liebe Grüße
    Blasiusus ( Werner)

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