Vorstellung

  • Hallo und guten morgen an alle,


    mein Name ist Harald. Ich komme gebürtig aus dem Saarland und wohne seit ca. 14 Jahren hier im schönen Taunus. Genauso so lange arbeite ich ich im IPH in der Pharma in Frankfurt Höchst. Vor etwa 6 Wochen wurde bei mir ein Blasentumor diagnostiziert. Am vergangenen WE wurde aus diesem Grund eine TUR-B durchgeführt. Hierbei wurde schon ein Blasenkarzinom diagnostiziert. Der Bericht aus der Histologie steht noch aus. Eine örtliche Chemo wurde eingeleitet.

    Natürlich habe ich tausend Fragen, welche ich im Moment noch gar nicht mal nennen kann.

    Zur Zeit hat mich das Ergebnis schlicht weg geplättet. Wie lange sollte ich nicht arbeiten? Was kommt nun auf mich zu? Wie hoch sind meine Chancen?

    Jedenfalls freue ich mich, dass es hier eine Anlaufstelle gibt.


    Viele Grüße aus dem Taunus Harald

  • Mahlzeit Harald ( Schmihaj )

    Hallo und Willkommen in unserem Forum. Schön, dass du dich bei uns registriert hast.

    Solltest du weitere Fragen haben, kannst du sie gerne hier unter diesem Beitrag posten. Wir Moderatoren werden zur gegebener Zeit deinen Beitrag in das entsprechend passende Forum verschieben. Einen schnellen Überblick kannst Du dir in diesem Video verschaffen: Zum Video


    Nun zu Deinem Thema.

    Du hast bereits eine TUR-B hinter dir, festgestellt wurde ein Blasentumor von dem die Histologie noch aussteht. Eine Instillation mit Mitomyzin wurde durchgeführt was sehr gut ist und nicht überall gemacht wird.

    Ich will hier jetzt nicht die Wünschelrute schwingen, meiner Ansicht nach ist aber die Gabe der örtlichen Chemo in die Blase ein Hoffnungsschimmer das noch ein Blasenerhalt möglich ist. In den meisten Fällen wird dies nicht gemacht wenn der Chirurg der Meinung ist das die Blase so oder so rausmuss, dann wollen die meisten Kliniken sich die 45 Euro sparen.

    Jetzt bleibt dir (wie bei allen Leidensgenossen) nichts anderes übrig als auf die Histologie zu warten, erst dann kann man die weitere Vorgehensweise planen.

    Ich drück dir mal die Daumen das die Histo "noch gut" ausfällt.


    Gruß aus Aachen

    Rainer

  • Hallo Harald,

    sei auch von mir herzlich gegrüßt,

    Ja wie lange Krankschreibung, das werden dir die Mitglieder sagen können, die das auch gerade durchlebten und noch arbeiten.

    Denke mal 1 bis 2 Wochen, kommt darauf an was du machst.

    Du solltest jedenfalls nichts schweres heben, keinen Schnee schippen, falls es mal schneit. Ansonsten dich schonen und vorallem viel viel trinken.

    Ausschließlich stilles Wasser, Kräutertees, mal ein Weizenbier. Keine kohlensäurehaltigen Getränke.

    Die Wunden heilen langsam und je öfter du sie durch Unachtsamkeit aufreißt, umso länger dauerts. Es kann schon sein, dass du 2 bis 4 Wochen immer wieder mal Blut und auch Schmerzen, brennen verspürst. Es sind die Verkrustungen, die durch die Harnröhre müssen.

    Lies dich ein bisserl durch die Berichte und wenn du Fragen hast, stell sie einfach.

    Gute Besserung und Gruß, Ricka

  • Hallo Harald,

    bis zum Arbeiten oder einer Beschwerdefreiheit würde ich schon mit etwa 2 Wochen rechnen. Kann auch etwas länger dauern (4 Wochen). Ist ja vom Umfang her nicht bei jedem die gleiche OP.

    Liegen hat bei mir geholfen und bei Schmerzen Ibu. Also Schonung und Zeit hilft.

    Das Untersuchungsergebnis müßtest Du in ein paar Tagen haben. Ich nehme an, Du wirst noch einmal die gleiche OP bekommen um sicherzustellen, daß alles entfernt wurde.

    Wurde bei mir so gemacht, ich bin beschwerdefrei und es gibt keine Neubildung.

    Habe keine Einschränkungen mehr. Die OP ist über 1 Jahr her.

    Wünsche Dir ein gutes Ergebnis, halte uns auf dem Laufenden.

  • Hallo und guten Morgen an alle,


    vielen Dank für die Rückmeldungen. Die helfen schon ein wenig. Leider ist die Aufklärung und die Anweisungen von seiten der Ärzte doch sehr verhalten. Vieles was ich so lese hat man mir nicht gesagt. Das könnte zu einer Salamischeiben- Technik gehören, welche mich beruhigen sol. Es könnte aber auch der noch ausstehenden Histologischen Untersuchung geschuldet sein. Ok, ich lass mich nicht so sehr verrückt machen, auch wenn es mir zugegebener weise schwer fällt. Vielen Dank Rainer für die aufmunterten Worte. Ich hatte diese "Instillation mit Mitomycin" vor Deinem Posting eher für schlecht gehalten. Ok hat was. Du hast ja klar geschrieben, dass ich die Histologie abwarten muss. Danke auch Ricka, das mit "keine Kohlensäurehaltigen Getränke" habe ich auch nicht gewusst. Ich trinke kein Alkohol, aber Sprudel mit Bums liebe ich- und Energiegetränke genauso. Das wird fast so schwierig wie mit dem Rauchen aufzuhören LOL. Danke auch Maho, wobei ich mir wünschen würde auf eine erneute TUR-B zu verzichten. Auch Euch natürlich gute Besserung- wobei mir das schon Mut macht, das es viele gibt, welche das lange überlebt haben. Aber meine Mama hat den Krebs dreimal besiegt, bevor Parkinson sie hingerafft hat.

    Ach so: Eine Frage habe ich noch =). Die konnte ich im Forum nicht auflösen.

    Ich soll mich ja schonen- das habe ich verstanden. Wie ist es aber mit Geschlechtsverkehr nach der OP? Ich habe in einem Patientenmerkblatt gelesen frühestens ab der vierten Woche. Ist das korrekt?


    Gruß aus dem Taunus Harald

  • Nun ja, was meinst Du wie Du dich freuen wirst nachdem nochmal "nachgeschabt" wurde und das Ergebnis lautet: Wir haben keine veränderten Zellen mehr gefunden. Alles draußen.

    Da ist Dir die erneute OP wurscht. Sie gibt Dir eine gewisse Sicherheit.

    Ob das immer gemacht wird oder notwendig ist weiß ich allerdings nicht.

    Ich habe 1 Jahr Mitomycin bekommen um evtl. Reste zu bekämpfen. Das Erbgut von Zellen wird geschädigt, da sich Krebszellen schneller teilen werden diese bevorzugt erwischt.

    Wie die Installation vonstatten geht hast Du wohl schon gelesen. Ist lästig aber erträglich.

    Falls Dein Arzt meint, Mito wäre nicht unbedingt nötig, läßt Dir aber die Wahl, würde ich es nehmen.

    Wird Dich beruhigen und bringt viell. noch ein paar% bessere Heilungschancen.

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