Vorstellung: Neoblase mit Alliumstent und DJ Schiene

  • Hallo, mein Name ist Wilhelm. Ich bin 73 Jahre alt. Im Januar erhielt ich eine Neoblase. Die Operation verlief relativ unkomliziert. Nach drei Wochen wurde ich entlassen. Bis Anfang Juni hatte ich keine größeren Problem und kam auch sehr gut mit der neuen Blase zurecht. Die Reha konnte ich auf Grund von Corona nicht antreten. Bei einer urologischen Konrtolluntersuchung stellte der Urologe jedoch eine Nierenstauung in der linken Niere fest. Ein CT mit Kontrastmittel ergab, dass sich an der Nahtstelle zwischen Harnleiter und Blase eine starke Narbenbildung gebildet hat. Nun hat man versucht, eine Schiene zu legen, um den Abfluss zu gewährleisten. Leider ist es den Ärzten nicht gelungen, die Schiene über die Niere, Harnleiter in die Blase zu leiten, so dass ich jetzt eine Art Bypass erhalten soll. Momentan habe ich diese Schiene, die nur in der Niere plaziert ist.

    Wer hat schon ähnliche Erfahrungen mit diesem Problem?

    Wilhelm

  • Hallo Wilhelm ,

    willkommen hier bei uns, wenn der Anlass auch bescheiden ist.

    Du hast ja schon ein großes Stück Weg hinter dir, schade , dass es nun zu diesen Problemen kommt. Von einer Art Bypass für den Harnleiter zur Neoblase habe ich bisher im Forum noch nie gelesen. Was wir schon hatten ist die Harnleiter- Reimplantation. Bedeutet in einer erneuten OP wird der Harnleiter abgetrennt und neu an die Neoblase / das Stoma angenäht. Allerdings ist mir das betroffene Mitglied gerade nicht gewärtig. Ich hoffe, es meldet sich jemand....

    Wie kommst du ansonsten mit der Neoblase zurecht? ...und als nördlicher Randberliner würde mich noch interessieren, wo du operiert wurdest? Sollte ich dir mit diesen Fragen zu nahe treten, bitte ich um Entschuldigung und du musst sie natürlich nicht beantworten.

    Einstweilen lieben Gruß von Barbara

    Berliner (netzgestützte) Neoblase seit 4.9.2015 wegen BCG resistentem CIS, entdeckt 2014 durch NMP22 (IGEL beim Gyn)

    "Alles hat einen Zweck, selbst wenn es uns nur an das erinnert, was wir nicht tun sollten." Catherine Ryan Hyde

  • Hallo Wilhelm , willkommen in unserem Forum.

    Genauso eine Vernarbung am Harnleiterübergang zur Neoblase habe ich auch. Die Vernarbung sollte mal abgetragen werden, sie kamen aber nicht genau an die Stelle ran. Letztendlich sollte alles so bleiben wie es ist und war. Der Uro schaut einmal im Jahr mit dem Ultraschall nach ob sich die Vernarbung verdickt hat und ob der Nierenabfluss gewährleistet ist, bisher, nach 16 Jahren ist alles noch soweit durchgänging und somit nicht weiter behandlungsbedürftig.


    Bei dir sieht die Situation etwas anders aus, der Harnabfluss wird durch die Vernarbung verhindert, deshalb hast du jetzt die Nierenfistel damit der Urin direkt aus der Niere in einen Beutel fließen kann. Das hier schon einmal jemand so einen bei dir angedachten Bypass erhalten hat, daran kann ich mich nicht erinnern. Um keinen Nierenschaden zu erleiden mußt du wohl oder übel den Tatsachen ins Auge sehen und hoffen das dieser Bypass wieder zum Abfluß Niere-- Harnleiter-- Neoblase führt.


    Für uns im Forum interessant zu erfahren wie so etwas vor sich geht. Es wäre nett wenn du uns nach der Prozedur uns den Vorgang hier schildern würdest.


    Gruß aus Aachen

    Rainer

  • Hallo Barbara,

    vielen Dank für deine Zeilen.

    Ich habe mich in Berlin in der Charite Mitte von "Da Vinchi" operieren lassen.Professor Guillonneau bediente den Roboter. Ich hatte bis Anfang Juni keine Probleme mit der neuen Blase und bin auch mit dem urologischen Team der Charite äußerst zufrieden. Leider ist es jetzt zu diesem Nierenstau gekommen. Die linke Niere arbeitet noch zu 38% die Rechte 62%.

    Der Kreatininwert ist natürlich erhöht. Nun heißt es abwarten. Ende Juli kann die geplante OP durchgeführt werden.

    Gruß Wilhelm

  • Hallo Rainer,


    vielen Dank für den Gruß aus Aachen. Ich bin froh, dass es dieses Forum gibt und die Möglichkeit existiert, sich auszutauschen.

    Nun muss ich einfach abwarten.

    An die Abtragung der Narbenverdickung trauen sich die Ärzte nicht so richtig heran. Vielleicht liegt es auch daran, dass eigentlich erst ein halbes Jahr seit der OP vergangen ist.

    Es ist so eine Art Stent, der den Urin in die Blase führen soll.


    Gruß

    Wilhelm

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