Unterspritzung neg. - neue Rev.OP!

  • :weinen: Hallo meine Lieben,


    bin wieder zurück vom Spital und wieder einmal sehr enttäuscht! Es wurde der Versuch einer Unterfütterung des Pouches unternommen damit die Inkontinez zumindest etwas verbessert wird. Leider ohne Erfolg - habe eigentlich sowieso nicht daran geglaubt nach Berichten aus dem Forum, aber es hätte ja mal funktionieren können.


    Hätte jetzt drei Möglichkeiten:


    entweder so belassen - will ich nicht, da der Pouch ständig rinnt und trotz Stomaversorgung und Sackerl ständig der Harn im Nabel steht und diverse Infektionen auftreten.


    umbauen in ein inkontinentes Stoma - will ich schon gar nicht, denn dann hätte ich die Erstoperation nicht als kontinenten Pouch vorgenommen.


    also bleibt nur eine erneute Revisons-OP - die erste war vielleicht unnötig, da man ja noch gar nicht wußte und erkannte woran es lag.


    Jetzt hat man mir gesagt, dass der Grundtonus des Inkontinenzmechanismus zu schwach ist???


    Wird da erneut ein Stück Darm benötigt oder kann das noch operativ geändert werden?


    Bin ziemlich verunsichert ob ich mir das wirklich noch einmal antue aber andererseits gibts leider keine Alternative! Wenn ich wenigstens sicher sein könnte das es dann funktioniert!


    Was meint Ihr dazu?


    Schönen Sonntag noch und liebe Grüße von Francis

  • Liebe Francis,


    ich habe auch zwei Revisions-OPs hinter mir, dafür aber jetzt einen richtig kontinenten Pouch und eine ausgesprochen hohe Lebensqualität.
    Ich bereue nichts!!!!, auch wenn für das Nabelstoma natürlich wieder Darm gebraucht wurde und ich dieses eklige Gesöff runterwürgen musste. Für einen kontinenten Pouch würde ich mich jederzeit wieder von Prof.Roth operieren lassen.


    Liebe Grüsse
    Hexe :tanzen:


  • Liebe Francis,


    schöner Käse....


    Wie Hexe rate ich dir unbedingt zur zweiten Rev-OP, aus meiner Sicht möglichst durch Hexes Prof. Roth. Der Chef-Chirurg im Hanusch-Krankenhaus (ich nehm an, dass er dich bislang gemeinsam mit dem Uro-Chef operiert hat) hat einen sehr guten Ruf, hat aber ganz sicher wenig oder keine Erfahrung mit Pouch. Seine gerühmte Kreativität wär mir da zu wenig. Bitte lass dich nicht durch Aussagen, dass eine OP in Deutschland zwar bei mir vor 2 Jahren noch ging, das aber jetzt viel komplizierter/unmöglich wäre, aufhalten.


    Alles Gute!!!
    Hans

    1990: Blasenkrebs und Zystektomie mit 30.
    2008: Umbau der Harnableitung in Mainz Pouch 1.
    Sehr zufrieden damit, praktisch keine Einschränkungen. :thumbsup:

  • ?( Hallo Hexe, lieber Hans,


    danke für Eure Antworte. Ich denke ebenfalls das ich es noch einmal probiere, denn ein kontinenter Pouch hat doch ungleich mehr Lebensqualität!!!!


    Ich habe zwar jetzt schon Angst das es wieder schief geht, aber ich weiß immer positiv denken etc...... hat nur bis jetzt nicht geklappt.


    Hans ich gebe dir ja im Prinzip recht, aber es ist schwierig den Arzt seines Vertrauens zu wechseln - (Prim.der Uro) - er kennt ja die ganze Vorgeschichte und Anatomie meines "geschundenen" Bauches. Ich traue mich nicht zu fragen wie es mir der Erfahrung auf dem Gebiet aussieht!


    Es wäre ja leichter wenn die Ursache der Inkontinenz eindeutiger wäre - weil der "böse" ist ja bei der Pouchograpie wenn er voll ist dicht - aber leider nur dann. Wird aber im Alltag nicht voll, da er vorher schon rinnt - super nicht?


    Bin also im Moment etwas in der Zwickmühle, was ich den nun am Besten unternehme?!


    Liebe Hexe, du bist ja mein positives Beispiel, das es klappen kann - weiß nicht was bei dir die Ursache der Inkontinenz war?


    Zum Schluß habt ihr etwas von Krümmelchen gehört - sie hatte noch jetzt den Termin zur Rev.OP?!



    Liebe Grüße von Francis

  • Liebe Francis,


    nein, die tatsächliche Ursache meiner Inkontinenz ist nicht wirklich geklärt.
    Für mich zählt heute nur:
    ICH BIN ENDLICH STUBENREIN !!! :hurra:


    Ich an Deiner Stelle würde wirklich Kontakt mit Herrn Prof.Roth aufnehmen; er kann Dir mit Sicherheit kompetenten Rat erteilen.
    Seine Klinik ist internationales Referenzzentrum für Revisions-OPs.
    http://www.helios-kliniken.de/…abteilungen/urologie.html


    Liebe Grüße
    Hexe :tanzen:

  • Hallo Francis,
    ich kann dich gut verstehen, was deinen Arzt angeht. Du musst ihn ja nicht gleich welchseln, aber du kannst dir ja mal bei Prof. Roth eine zweite Meinung einholen. Manchmal ist es durchaus sinnvoll mal jemanden zu konsultieren, der mit deinem bisherigen Krankheitsverlauf nichts zu tun hatte, da dieser dann völlig unvoreingenommen daran geht. Ausserdem hat sich hier schon oft bestätigt, das vier Augen mehr sehen als zwei. Das stellt ja die Kompetenz deines Arztes gar nicht in Zweifel. Ich würde an deiner Stelle diesen Versuch unternehmen. Es geht doch um deine Lebensqualität und die sollte so hoch wie nur irgend möglich sein.
    Liebe Grüße
    Sally

    Mein Stiefvater 70 Jahre, Ueothelkarzinom, Zystektomie, Illeum Conduit, pt2a pn3 pl1 pV1
    4 Zyklen Cisplatin/Gemcitabin; nach 9 Wochen Anstieg des CEA, 2 x Gemcitabin, danach 2 x Vinflunin. Der Blasenkrebs war sogut wie besiegt, aber ein besiegt geglaubter extrem schnellwachsender Darmkrebs ist wiedergekommen.
    Mein Stiefvater ist am 29.12.10 gestorben.

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